Lichthof Leibniz Universität Hannover

7 Tipps für Postersessions – ein Erfahrungsbericht von den Open-Access-Tagen 2019 in Hannover (und anderen Postersessions)

Wer kennt das nicht? Der erste Tag in der Schule. Ein erster Vortrag im Studium. Oder ein neuer Job. Wenn wir auf eine Gruppe Menschen treffen, die wir noch nicht kennen (und nicht nur dann) oder in Situationen geraten, die wir so bisher noch nicht erlebt haben, ruft das oftmals Aufregung hervor. Selbst erfahrene Redner_innen sind davor nicht unbedingt gefeit. Dies gilt auch (oder gerade) für Postersessions.

Und so erging es mir zuletzt nicht anders. Die Posterpräsentation bei den Open-Access-Tagen 2019 in Hannover stand an. Wir waren mit unserem Hamburg-Open-Science-Projekt Modernes Publizieren (Postertitel: Offenheit leben) vertreten. Riesige Location (wunderschöner Bau), viele neue (und auch altbekannte) Gesichter.

Im Lichthof der Leibniz Universität Hannover wurden die Poster an den tragenden Säulen ausgestellt (Abbildung: „Postersession im Lichthof“, Florian Hagen, CC BY 4.0).

Wissenschaftliche Arbeiten, Forschungs- oder Projektergebnisse auf diese Weise zu präsentieren, ist anders. Im Gegensatz zu Vorträgen gibt es bei Postersessions direktes Feedback zur eigenen Arbeit. Und das ist auch der große Vorteil: Die Betrachter_innen können sich mit Ihren Fragen direkt an die Autorinnen und Autoren wenden. Es gibt wertvolle Impulse und interessante Diskussionen. Vor allem für fortlaufende Projekte und potentielle weitere Forschung ist dies äußerst hilfreich. Ein ansprechendes Poster und der dazugehörige Austausch kann Besucher_innen zudem erstmalig an ein Thema heranführen. So können auch Ideen und Kontakte für zukünftige Kollaborationen entstehen.

Postersessions sind also eine gute Möglichkeit, neben der Verbesserung individueller Fähigkeiten (bspw. eigene Ideen verständlich kommunizieren und visuell aufbereiten) Feedback und Impulse einzuholen sowie zukünftige Kollaborationen zu begünstigen. Ich habe die OA-Tage in Hannover (und andere Veranstaltungen) als Anlass genommen, um meine Learnings zu Postersessions in eine kleine Bulletlist übertragen:

1. Das Poster dem Veranstaltungsort anpassen

Wo auch immer die geplante Konferenz stattfindet – das Poster sollte den örtlichen Ausstellflächen entsprechend gestaltet werden. Werden die Poster in stark lichtdurchfluteten Räumen ausgestellt? Auf Hochglanzdruck oder Laminierung sollte dann verzichtet werden. Auch das Format gilt es zu berücksichtigen. Ermöglichen die Stellwände nur ein Hochkantformat? Oder können auch Poster im Querformat problemlos ausgestellt werden?

2. Die formalen Vorgaben der Konferenz beachten

Bevor Sie mit Nachfragen an das Auswahlkomitee herantreten, schauen Sie sich die – bspw. per E-Mail oder auf der Veranstaltungsseite – vorgegebenen Formalia an. Die Angaben enthalten bereits häufig Hinweise zur (maximalen) Postergröße. Auch Hinweise zur zu verwendenden Sprache und benötigten Angaben auf dem Poster (bspw. Namen, Institution, Literaturangaben, etc.) werden oftmals zur Verfügung gestellt, können im Eifer der Posterproduktion aber schnell mal vergessen werden.

3. Verzicht auf Nutzung von Templates

Die Vorgaben der Konferenz sollten eingehalten werden. Evtl. bereitgestellte Templates würde ich jedoch maximal als Inspirationsquelle nutzen. Gestalterisch wird das Ergebnis bei Nutzung dieser sicherlich zu einwandfreien Ergebnissen führen. Aber Posterautor_innen selbst haben meiner Meinung nach die konkreteste Idee davon, wie die eigenen Ergebnisse optimal vermittelt werden können. Das eigene Konzept und die dazugehörigen Inhalte sollten also nicht einer starren Vorlage untergeordnet werden. Zudem möchte wohl kaum ein Besucher oder eine Besucherin vor Ort dasselbe Poster in mehrfacher Ausführung betrachten. Als Inspirationsquelle sind Templates oder auch gelungene Posterbeispiele (bspw. ein Blick auf die Preisträger des Vorjahres, bei den OA-Tagen werden Posterbeiträge über Zenodo zur Verfügung gestellt) jedoch ein guter Ausgangspunkt.

4. Korrekturphasen einplanen

Posterinhalte sollten in Projektteams oder von Kolleg_innen gegengelesen werden. Auch Freunde und Bekannte können helfen. Schreib- und Layoutfehler können immer mal wieder passieren – am Ende des Tages sollte man sich aber keine Vorwürfe machen müssen, das nicht ausreichend Zeit in den Prozess des Redigierens investiert wurde. Die meiner Meinung nach besten Poster bieten zudem gut lesbare, aussagekräftige Texte. Illustrationen sowie Layout sollten die Inhalte unterstützen. Somit sollte das Verstehen für Laien und Fachfremde ermöglicht werden.

5. Was ist vor der Postersession noch zu tun bzw. organisieren?

Eine gute Vorbereitung gilt auch für eine gelungene Posterpräsentation als A und O. Mit dieser sollte nicht erst am Tag der Konferenz begonnen werden. Der Druck sollte natürlich rechtzeitig vor der Veranstaltung in die Wege geleitet werden. Dabei gilt es auch zu berücksichtigen, das die Poster nicht durch die Veranstalter_innen, sondern durch die Einreichenden auszudrucken sind. Die Frage „Wie wird das Poster transportiert?“ ist eigentlich trivial, kann aber durchaus Mal zu spät bedacht werden 😉

Auch vor Ort gibt es einiges zu beachten. In welchem Zeitraum können oder sollten die Poster angebracht werden? Und wie erfolgt die Befestigung an den Ausstellflächen? Liegt ggf. Material zur Befestigung bereit? Wohin gehört das eigene Poster (oftmals gibt es Zuordnungsnummern)? Erfolgt die Zuordnung nach erkennbaren Themenbereichen oder wird ein anderes Ordnungssystem genutzt?

6. Was passiert am Poster? – Nichts dem Zufall überlassen

Je nach Konferenz gibt es unterschiedliche Ansätze zur Eröffnung der Postersession. Gängig sind einleitende Worte der Veranstalter_innen, die nicht speziell auf die einzelnen Poster eingehen oder Poster-Minutes (oftmals auch: „Poster Madness“, „Mad Minutes“, etc.). Bei letzterer Variante sind oftmals zwischen 30 und 60 Sekunden-Zeitslots für Teams vorgesehen, um einen ersten Ausblick auf das eigene Poster zu geben. Einziges Ziel: Das Publikum davon überzeugen, warum unser Poster im Rahmen der Veranstaltung besuchenswert ist. Empfehlung:

  • Eine übersichtliche, nicht überladene Folie (u.a. Titel, Teammitglieder, ein herausragender Zahlenwert oder eine hervorstechende Aussage);
  • Eine Kurzvorstellung der beteiligten Autor_innen, die Vorstellung des Forschungsprojektes bzw. der Forschungsarbeit (woran wird gearbeitet) und warum dies von Bedeutung ist;
  • Je nach Ausstellungsgröße noch ein Hinweis auf die exakte Location des Posters (bspw. Poster- bzw. Ausstellungsflächennummer).

Grundsätzlich lohnt es sich für Postersessions aufgrund Ihrer Dynamik unabhängig der offiziellen Abläufe einen Blitzvortrag (zwischen 30 und 60 Sekunden) sowie einen längeren „Talk“ (zwischen 2 und 5 Minuten) vorzubereiten. Einige Besucher_innen möchten gerne einen kurzen Input für ein einfacheres Framing der Inhalte am Poster haben. Andere bevorzugen zu Beginn eine etwas umfassendere Einführung in die Thematik oder (zunächst) Zeit für die eigene Auseinandersetzung mit den Posterinhalten bevor die Autor_innen sich zu Wort melden. Am Ende entscheiden die Besucher_innen selbst. Sie sind somit aber für jede Situation flexibel und können auch über offizielle Postersessions hinaus einen gut strukturierten Einblick in ihr Thema geben (das Netzwerken bei Konferenzen findet auch zwischen Workshops, Sessions oder in den Pausen statt). Bei unserer Postersession auf den OA-Tagen haben sich alle Gäste das eigentliche Poster zunächst ohne einleitende Worte ansehen wollen. Im Anschluss ist unser Team dann auf die einzelnen Fragen und Bedürfnisse eingegangen.

7. Zeit nehmen …

Die Postersession der OA-Tage 2019 war für die Zeit zwischen 10.30 Uhr und 11:15 Uhr angesetzt. Das heißt aber nicht, dass dies das Ende der Session sein muss bzw. sollte. Unser Team stand schätzungsweise 20 bis 30 Minuten länger für konkrete Fragen und Anregungen (an dieser Stelle auch nochmals danke dafür!) zur Verfügung, da immer wieder Interessierte vorbeischauten. Diese ungeplante Extra-Zeit sollte man sich meiner Meinung nach definitiv nehmen. Für diese Gespräche investiert man die Arbeit. Für diese Gespräche bereitet man sich vor. Und gerade in Zeiten des Informationsüberflusses empfinde ich es als besondere Wertschätzung, wenn Besucher_innen mir ihre Zeit und Aufmerksamkeit – in meinen Augen eine der kostbarsten Währungen über die jeder von uns verfügt – „schenken“.

Weitere Informationen

Für weitere Einblicke in die Open-Access-Tage 2019 lohnt es sich , das Hashtag #oat19 durchzusehen. Zur eigentlichen Erstellung wissenschaftlicher Poster lohnt sich ein Blick in Fachliteratur wie Das wissenschaftliche Poster von Christin Burkhardt, Neele Meyer-Heydecke und Nadine Stahlberg, dass ebenfalls als Printausgabe in der tub. erhältlich ist. Grundsätzlich ist es auch immer lohnenswert, einen Blick auf Tipps von Expert_innen zu werfen. So geht Beate Rajski in Wissenschaftliche Poster sind auch eine Publikation auf die Bedeutung der Zitierbarkeit von Postern ein.

Haben Sie bereits an Postersessions teilgenommen? Was war Ihnen besonders wichtig? Haben Sie weitere Tipps und Anregungen? Wir freuen uns auf Feedback.

 

CC BY 4.0
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Wie funktioniert Lernen heute und morgen? Studentische Perspektiven zum Lernen im Zeitalter der Digitalisierung

Die Digitalisierung hat Einfluss auf nahezu jeden Bereich unseres Lebens. Während sich viele Menschen früh morgens noch den Schlaf aus den Augen reiben, tastet die Hand schon fast automatisch nach dem Smartphone auf dem Nachttisch. Ein kurzer Blick auf Instagram. Nachrichten lesen bei Twitter. Texte verschicken bei WhatsApp. Eine Zeit ohne smarte Elektronik ist heutzutage kaum noch vorstellbar. Neben dem technischen Fortschritt spielt vor allem Vernetzung eine immer wichtigere Rolle. Auch das Lehren und Lernen verändert sich stetig. Onlineplattformen bieten multimediales Lernmaterial für das Selbststudium an. Immer mehr Menschen entdecken Videoplattformen wie YouTube zum gezielten Lernen für sich. Der neueste Trend aus Südkorea: Gongbang (übersetzt: Lernsendung bzw. Lernhilfe). Diese Videos zeigen Menschen beim – meist stundenlangen – Lernen. Zuschauer_innen schauen u.a. zu, um sich selbst zum Lernen zu motivieren. Im Grunde handelt es sich also um einen „virtuellen“ Lerngruppenersatz.

Kultur- und Bildungseinrichtungen fragen und diskutieren immer wieder, wie die Hochschullehre der Zukunft aussehen könnte. So widmete sich beispielsweise der Horizon Report 2019 den kurz-, mittel- und langfristigen Trends und Herausforderungen der Hochschullehre aus Sicht von Fachexperten_innen. Einen anderen Betrachtungsansatz nahm die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) ein. DINI ist ein Zusammenschluss von Informationsinfrastruktureinrichtungen der Hochschulen und anderer Forschungseinrichtungen wie Bibliotheken, Medien- und Rechenzentren, der im Rahmen des studentischen Wettbewerbs “Lernen 4.0 – Gestalte Deinen Lernraum” Studierende zu Wort kommen lies. Was sollte eine Hochschule zum Lernen bieten? Welche Formen der Kommunikation helfen in physischen sowie virtuellen Lernräumen und welche innovativen Lernkonzepte begünstigen die individuellen Lernerfolge? Antworten darauf gaben u.a. die drei prämierten BeiträgeLernen im Makerspace 4.0 – die Digitalisierung von Uni gemeinsam denken“ (Online-Community), „Nina Normal und Bob Besserwisser in der Zukunft“ (digitale Assistenz) und „BibBuddies – lern dich glücklich“ (Identifikation von Lernpartner_innen).

Auch für die Studierenden des Seminars “Wissenschaftliches Arbeiten” an der Technischen Universität Hamburg gab es im Sommersemester 2019 optional die Möglichkeit, sich mit der  Thematik des Lernens und Lehrens im Zeitalter der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Im Folgenden sind vier Ausarbeitungen mit freundlicher Genehmigung der Studierenden einsehbar:

Lilian Gabel beschäftigt sich in ihrem Essay „Digitale Tools“ mit ihren individuellen Herausforderungen im Lernalltag und der Rolle, die digitale Tools in diesem Kontext spielen.

Digitale Tools – Fluch oder Segen (Ein Essay)

von Lilian Gabel

Möglichst viel lernen – in möglichst kurzer Zeit. Möglichst effektiv lernen – mit möglichst geringem Aufwand. Effizienz und Konzentration stehen an der Tagesordnung ganz weit oben, wenn ich in der Bibliothek der Universität sitze. Immer dabei habe ich meinen Laptop, auf dem ich eine aufgezeichnete Vorlesung im Studentenforum anschaue, die ich leider verpasst habe, da ich zu dem Zeitpunkt mit einem anderen Uni-Projekt beschäftigt war. Nebenbei fasse ich Notizen aus heutigen Vorlesungen zusammen und sichere sie digital ab und tippe hin und wieder mir nicht bekannte Begriffe in Google ein. Dank des Dual-Windows ist Multitasking keine Seltenheit mehr. Und obwohl ich so viel zu tun habe und so viel beschäftigt bin, so schweifen meine Gedanken hin und wieder ab. Einen Blick auf das Mobiltelefon zu werfen, das stets neben mir liegt – einsatzbereit – scheint sehr verlockend. Auf meinem Laptopbildschirm poppt derweil eine Benachrichtigung auf: schon wieder eine neue E-Mail. Sollte ich sie öffnen? Ist es vielleicht etwas Dringendes? Eine Benachrichtigung zu einer ausfallenden Vorlesung oder eine Nachricht eines Kommilitonen bezüglich einer gerade laufenden Gruppenarbeit? Oder vielleicht eine Nachricht von der Arbeit? Sollte ich mich von meiner jetzigen Arbeit ablenken lassen, da es vielleicht doch so wichtig sein könnte?

So oder so ähnlich laufen einige Lerntage tatsächlich ab, obwohl dies kein Paradebeispiel sein sollte. Durch die immer weiter voranschreitende Digitalisierung und die weit umfassende Menge an digitalen Tools steht uns Studierenden heutzutage das Tor zur Wissenschaft offen – beispielsweise in Form des Internets. Hierbei ist aber Vorsicht geboten. Die Anonymität im World Wide Web geht nicht selten mit wenig fundiertem Wissen einher, welches auch nicht zwangsläufig evident sein muss. Ebenso sollte man sich vor tückischen Ablenkungen am Computer hüten. Denn so hilfreich die Suchmaschinen auch sein können, nicht selten gelangt man in seinem Lernprozess auf Abwegen, die einen geradewegs zu einem interessanten Youtube Tutorial führen. Die Abwärtsspirale der Prokrastination ist hiermit eröffnet worden.

Nun ist dies auch etwas überspitzt. Hinter dem Internet verbergen sich natürlich nicht nur Fallen der Prokrastination. Meine Generation ist mit dem selbstverständlichen Zugang zu Online-Lexika und Co. groß geworden. Präsentationen für die Schule habe ich seit der fünften Klasse mit Hilfe digitaler Tools und digitaler Wissensquellen bewältigt. Für mich sind sie fester Bestandteil des Lernens und auch meines Alltags so weit ich mich erinnern kann. Sie sind nicht mehr wegzudenken. Eine Recherche einzig und allein basierend auf Literatur? Dies ist für mich eine Seltenheit, das gebe ich zu. Ich denke, dass ich in meiner Generation damit auch nicht alleine dastehe. Ich erinnere mich zu gerne an die Vorgaben damals in der Schule, die von den Lehrern gestellt worden waren, wenn es um das Recherchieren ging: „Bitte benutzt mindestens drei Literaturquellen! Und kein Wikipedia!“ Die Internetquellen haben für uns, die Generation Y, nie ein Problem dargestellt. An die Literaturrecherche hielt man sich in dem Alter nur widerwillig.

Die Digitalisierung – ist sie nun ein Fluch oder ein Segen? Ich persönlich bin den größten, wenn nicht sogar den allergößten Teil meines Lebens quasi „digital“ aufgewachsen. So bleibt mir nicht sehr viel übrig, als die Digitalisierung als Segen zu bezeichnen. In gewisser Hinsicht erlebe ich die digitalen Möglichkeiten als immensen Vorteil beim Lernen. Man erhält schnellen Zugang zu breitem Wissen, Videos, Erfahrungen und Ideen. Man muss sie nur gut filtern und einzusetzen wissen. Darüber hinaus erleichtern digitale Kommunikationsmittel einen schnellen gegenwärtigen Austausch mit Kommilitonen und ermöglichen das reflektierende Miteinander in Form von Forumsdiskussionen. Ebenso lässt sich organisatorisch sehr viel online bewältigen. Stets habe ich alles mit in der Uni dabei und das auf einem einzigen Endgerät. Ich kann problemlos Wissen aus vorherigen Semestern abrufen, Dateien verändern und wieder abspeichern. Ein Blick auf eingescannte Formelsammlungen hilft mir auch heute bei Modulen des höheren Fachsemesters. So gesehen habe ich immer ein individuelles Sammelsurium an Wissenschaft in meiner Unitasche dabei – blöd nur, wenn der Akku meines Laptops den Geist aufgibt und ich das Ladekabel nicht dabei habe. Dann ist man regelrecht aufgeschmissen.

Als Studentin bedeuten diese Möglichkeiten für mich eine Flut an Informationen. Ziel ist es dabei meistens Alles kompakt auf einen Blick zu haben. Zu filtern, zu priorisieren und zu vereinfachen. Termine, Deadlines und Veranstaltungen möglichst geschickt zu verwalten. Mein digitaler Kalender ist meist voll. Die schnelle und gute Organisation bedeutet auch, dass man sich manchmal übernimmt. Sich zu viel vornimmt. Und dabei bleiben der Einfall und die Kreativität nicht selten auf der Strecke. Heutzutage geht alles immer schneller, man muss funktionieren und Fristen einhalten. Zeitgleich mehrere Projekte parallel jonglieren und sich in kürzester Zeit Wissen aneignen.

Da frage ich mich, wann ich das letzte Mal ein gutes Buch zur Hand hatte oder einfach mal meinen Gedanken freien Lauf und freie Zeit gönne. Mal nicht an die und jene Deadline oder Klausur achdenken, sondern die Gedanken schweifen lassen. Meiner Meinung nach hat es einen Grund, wieso ich gerade dann die besten Einfälle habe, wenn ich mit leerem Akku meines Mobiltelefons am Bahnsteig warte oder unter der Dusche stehe. Wenn man gezwungenermaßen nicht der Digitalisierung ausgesetzt ist, steigen der Einfallsreichtum und die Neugierde. Und das schafft meiner Meinung nach Wissen. Das ist für mich Wissenschaft. Nämlich selbst Einfälle und Ideen zu kreieren, anstatt die Sinne durch ein Überangebot an Fachwissen im Netz zu überstimulieren.

Ich finde, einen großen Teil des Lernens sollten diese freien Gedankengänge ausmachen. In der Wissenschaft, die sich auf mein Studienleben beschränkt, ist dies natürlich nicht immer der Fall. Denn wenn man nicht gerade das Rad neu erfinden möchte, sondern für die nächste Matheklausur zum zehnten Mal dieselbe Formel beweisen muss, hat das nicht unbedingt viel mit Kreativität und Ideenreichtum zu tun. Nichtsdestotrotz kann es sehr erfrischend sein, einen Stift in die eine und ein Blatt Papier in die andere Hand zu nehmen und einfach darauf loszuschreiben oder zu rechnen – ohne Rücksicht auf Fehler.

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Lars Albertsen schildert in „Mit der Zeit gehen – Digitales Lernen an der Universität“ seine Ideen, wie Hochschulen digitale Tools und Anwendungen noch effektiver zur Verbesserung der Hochschullehre einsetzen könnten.

Mit der Zeit gehen – Digitales Lernen an der Universität

von Lars Albertsen

Digitale Tools erhalten immer mehr Einzug in unser Leben. Auch an Hochschulen sind sie nicht mehr weg zu denken. Für viele Studierende bieten sie eine erhebliche Erleichterung im Lernalltag und außerdem schon jetzt eine gute Möglichkeit Vorlesungen oder Seminare einfach von zu Hause aus zu Besuchen. Jedoch könnten die Einsatzmöglichkeiten zur Nutzung dieser digitalen Tools auf dem Campus noch verbessert werden.

Lange Anfahrtswege mit der Bahn oder dem Auto, das Problem, dass Studierende zwischen zwei Hochschulen pendeln müssen, führt häufig dazu, dass es nicht möglich ist pünktlich da zu sein oder einige Vorlesungen überhaupt zu besuchen. In solchen Fällen könnten digitale Tools sehr nützlich sein, indem die Hochschule z.B. speziell eingerichtete Tablets oder Laptops zur Verfügung stellt auf denen ein Programm installiert ist, auf dem jeder Kursteilnehmer direkten Zugriff hat. Dabei geht es nicht darum sich einfach nur ein Skript downzuloaden, sondern das dort prüfungsrelevante Fragen besprochen werden, direkte Anregungen oder Verbesserungsvorschläge unmittelbar nach der Veranstaltung gegeben werden können. Hier können Studierende auch untereinander direkt eintragen, was sie für wichtig oder unwichtig erachten.

Hilfreich wäre es auch, prüfungsrelevante Vorlesungsinhalte einfach kurz mit einer digitalen Kamera filmen zu lassen und sie dann direkt hochzuladen, sodass die Studierenden jederzeit Zugriff auf diese Themen haben.

Für Studierende, die sich die ganze Vorlesung nachträglich anschauen möchten, wäre vielleicht sogar ein Live Stream nützlich. Man könnte direkt auf Übungsaufgaben zugreifen, die man dann gemeinschaftlich bearbeiten und besprechen kann.

Des Weiteren sollte man dieses Programm auch als App anbieten. Man kann zu der jeweiligen Vorlesung einen kleinen Fragenkatalog erstellen, den man dann mit dem Smartphone bearbeitet und ein direktes Feedback bekommt.

Weil die Bibliothek oftmals völlig überlaufen ist oder man in der Gruppe arbeiten möchte, wären gut ausgestattete Lernräume sehr hilfreich. In diesen Räumen gibt es Whiteboards oder sogar Smartboards, mit denen man gemeinschaftlich arbeitet. Aber auch wenn man allein ist sollte man in solchen Räumen die Möglichkeit haben seinen Laptop zu nutzen.

Es muss also Internet/Intranet vorhanden sein und am besten sollte man auch einen Zugriff auf die Onlinebibliothek haben. Diese Räume haben dann nicht nur Stühle und Tische, sondern auch gemütliche Sitzecken mit Sofas um entspannt zu lernen, gerade in langen Pausenzeiten zwischen zwei Veranstaltungen.

Ein weiterer Vorschlag betrifft speziell die Technische Universität und die Universität Hamburg, um hier das Studieren angenehmer und einfacher zu gestalten.

Es wäre sinnvoll, wenn die beiden Hochschulen enger mit einander zusammenarbeiten würden. Dazu würde dann auch eine gemeinsame Internet Plattform gehören, da es sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, sich mit den ganzen verschiedenen Plattformen vertraut zu machen. Zusätzlich wäre es eine Erleichterung bei der Wahl der Kurse oder zur Anmeldung der Prüfung direkt zu sehen, ob es Überschneidungen gibt. Auch wenn dies kein direkter Vorschlag zum besser lernen ist, würde es dieses Studium erleichtern.

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Michel Grelck befasst sich in „Lernapps an der Uni: Sinn oder Unsinn?“ mit dem Nutzen von Lern-Apps an der Hochschule.

Lernapps an der Uni: Sinn oder Unsinn?

von Michel Grelck

Seit der rasanten technologischen Entwicklung von Smartphones, Tablets und Laptops ist der kontinuierliche, digitale Informationsstrom präsenter und erreichbarer als je zuvor in der Geschichte der Menschheit. Nahezu jede Universität verwendet digitale Geräte um die Informationsflut zu nutzen. Sie vermitteln Lehrinhalte und stellen Materialien bereit. Lernapps sind weltweit auf dem Vormarsch um Schüler unterstützend zu bilden. Doch sind wir wirklich in der Lage, sie effizient zum Lehren und Lernen an der Universität einzusetzen?

Auf der einen Seite sind die Anschaffungskosten vieler digitaler Geräte zu hoch als dass sich Schüler und Studenten, geschweige denn Schulen diese finanziell leisten können. Neue Technologie ist teuer, wird aber benötigt, um den aktuellsten Bildungsstand vermitteln zu können. Die Simulation verschiedener Prozesse, Softwareprogramme aller Art oder auch entsprechender Apps verbrauchen Unmengen an Speicher, welcher von alten Geräten nicht aufgebracht werden kann. Ist ein neues Gerät gekauft, so fehlen Lernapps und Softwareprogramme, die durch monatliche Zahlung abonniert werden können.

Ein weiteres Problem ist dass sich viele Studenten leicht ablenken lassen. Die schnelle Erreichbarkeit von Facebook und Co. sorgt für eine kontinuierliche Versuchung, der nur schwer entgegenzuwirken ist. Vor allem in stressigen Situationen neigen Studenten durch diesen Umstand stark zur Prokrastination. Es sammeln sich sprichwörtlich Berge an Arbeit an, die nur unter hohem Aufwand zu bewältigen sind.

Darüber hinaus entwickeln jüngere Generationen eine immer kürzer werdende Aufmerksamkeitsspanne. Das liegt daran, dass Informationen überall und zu jeder Zeit erhältlich sind. Es muss nicht mehr in der Tiefe erlernt und verstanden werden, denn fehlt eine Information, so kann sie kurz durch digitale Medien „gegoogelt“ werden. Es ist nicht nötig sich lange zu konzentrieren.

Auf der anderen Seite ist das Angebot der Lernapps, Videos und der Themen gigantisch. Durch die unkomplizierte Entwicklung ist es ein Leichtes, eine eigene Lernapp oder ein eigenes Lehrvideo zu erstellen. Profis können Inhalte übersichtlich aufbereiten. Davon profitiert vor allem der Endnutzer.

Die weltweite Vernetzung des Wissens steigert die Kredibilität der in Apps vorhandenen Inhalte, da mehr Leute an der Erstellung beteiligt sein können. Vermitteltes Wissen wird dadurch vielfach geprüft. Der Student lernt gegebenenfalls von Programmen, die von Leuten aus dem entsprechenden Beruf entwickelt wurden.

Schließlich sei zu beachten, dass Nutzer Inhalte schneller erlernen. Die meisten erfolgreichen Apps wie beispielsweise „Duolingo“ bereiten Wissen auf und vereinfachen dieses, so dass es leicht zu verstehen ist. Die App-Oberfläche ist wie ein Spiel aufgebaut, mit Wiederholungen als Kern und der Möglichkeit sich mit anderen zu vergleichen. Das soll den Nutzer immer wieder neu motivieren, was dazu führt, dass dieser gerne Zeit mit der App verbringt. Der Verbraucher lernt häufiger und schneller.

Sind wir in der Lage, digitale Lernapps effizient an der Universität für das Lernen und Lehren zu nutzen? Die Argumente sprechen dafür, denn Apps bieten eine Chance Wissen schnell, vereinfacht und spielerisch der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das unterstützt letztendlich die Wissenschaft um Wissen-zu-schaffen.

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Felix Pannwitt widmet sich in „Wie soll digitales Lernen aussehen?“ u.a. den Vor- und Nachteilen der Digitalisierung des Lernens.

Wie soll digitales Lernen aussehen?

von Felix Pannwitt

Sie gehört zu den größten Themen unserer Zeit: die Digitalisierung. In immer mehr Bereichen unseres Lebens dringt sie vor, und so gibt es kaum ein Gerät, was man nicht auch alt „smarte“ Variante kaufen kann. Und nun hat sich auch die Bundesregierung dazu durchgerungen, mit dem „Digitalpakt Schule“ auch die Bildung in das digitale Zeitalter zu holen. Aber was macht digitales Lernen aus? Was erwarte ich vom digitalen Lernen?

Der folgenden Text bezieht sich auf das digitale Lernen an einer Hochschule. Konkret bedeutet das, dass man nicht in einem Klassenverband von ca. 30 Personen lernt, sondern entweder in einer Vorlesung mit 100 bis 700 Leute oder mit zwei bis fünf Personen in einer Lerngruppe.

Schon heute ist das zentrale Lerngerät der Laptop. Hier werden die Vorlesungsfolien angeschaut, die bei modernen Geräten dank Stifteingabe, sogar handschriftliche Notizen enthalten. Das ausgedruckte Skript, auf totem Holz, wird also beim digitalen Lernen keine Rolle mehr spielen. Wahrscheinlich wird das Schreiben auf Papier irgendwann ganz in Vergessenheit geraten, und das Schreiben auf dem Tablet wird den Schreibblock ersetzen.

Was jedoch nicht so schnell verschwinden wird, ist die Handschrift selbst. So habe ich im fünften Semester angefangen, wieder meine Zusammenfassungen handschriftlich auf Papier zu schreiben. Ich kann mir den Stoff auf diese Weise besser merken. Der Grund, warum ich damals auf dem PC umgestiegen bin, war meine gruselige Handschrift. Doch das Tippen ist einfach noch etwas anderes, als den Kugelschreiber zu schwingen und wichtige Dinge in vier verschiedenen Farben anzustreichen.

Cloudspeicher ermöglichen eine neue Art der Zusammenarbeit. Dokumente können problemlos ausgetauscht und sogar gleichzeitig bearbeitet werden. Auf diese Weise kann teilweise der persönliche Arbeitsaufwand reduziert werden. Der Stolperstein hierbei ist jedoch, dass schnell Lernerfolge verschenkt werden. So muss ich mir bei einer eigenen Formelsammlung selbst überlegen, was wichtig ist oder auch in welchen Fällen bestimmte Aussagen überhaupt gültig sind. In dem Moment, wo diese Arbeit teilweise abgeben wird, verschenkt man sich selbst die Möglichkeit etwas zu verstehen. Hier gilt es seitens der Hochschule die passende Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.

Und dann wären ja da noch die Smartboards. Große Bildschirme mit berührungsempfindlicher Oberfläche. Sie sind eine tolle Möglichkeit, um die Vorteile von Overheadprojektoren und denen von PowerPoint Folien zu vereinen. So können die Folien leicht am Computer geändert werden, während der Präsentation, können aber auch noch Ergänzungen, Anmerkungen und Unterstützende Zeichnungen gemacht werden. Insofern wünsche ich mir für die Zukunft, dass auch in den Übungsräumen Smartboards eingebaut werden.

White Board hingegen sollten direkt auf den Schrott. Wer auf die Idee gekommen ist, in großen Übungsräumen die Kreidetafel gegen Whiteboards auszutauschen, hat sich nicht richtig mit dem Thema auseinandergesetzt. Nun ist es irgendwie hipp und alle wolle sie haben. Der einzige Vorteil, ist dass man kein Wasser zum Wischen braucht. Dagegen steht ein deutlich schlechterer Kontrast, Spiegelungen und man sieht nicht, wie viel in den Stiften noch drin ist, wodurch diese immer leer sind und der Kontrast noch mehr leidet!

Die Technik kann uns nur beim Lernen unterstützen, lernen müssen wir schon selbst. Außer man denkt futuristisch und hofft, dass Wissen in der Zukunft durch Spritzen indiziert werden kann. Aber will man vorgefertigtes Wissen überhaupt haben?

Hier kommen wir zu einem weiteren Punkt. Digitales Lernen darf nicht bedeuten, dass ich 24/7 am Lernen bin, weil ich meinen Lernnetzwerken immer jemand eine Frage hat oder an Gruppenarbeiten arbeitet. Aus den diesen Gründen habe ich angefangen, in Urlauben das Handy auszuschalten. Und das sollte digitales Lernen zu verhindern suchen oder mich zumindest dabei zu unterstützen. So könnten die digitalen Netzwerke mir nur von Montag bis Freitag von acht bis 17 Uhr Nachrichten auf mein Handy schicken. Auf diese Weise sehe ich nicht Lernsachen neben der Anfrage für eine Verabredung.

Was nehmen wir jetzt also mit? Papier wird eine immer kleinere Bedeutung bekommen, was unsere Wälder auf jeden Fall freuen wird. Außerdem sollen Kreidetafeln gegen Smartboards und nicht gegen Whiteboards ausgetauscht werden. Zuletzt sollen uns Lernnetzwerke dabei unterstützen, abschalten zu können, um beim Lernen mit 100% dabei zu sein und nicht rund um die Uhr mit 40%.

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CC BY 4.0
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Wie sieht die Zukunft der Hochschullehre aus? Was wird zum effektiven Lernen benötigt und wo läuft es bereits gut? Digital, analog, hybrid? Soziales Ereignis oder individuelle Lernszenarien? Wir freuen uns auf Kommentare.

Laptop mit Notizzetteln.

Wie sieht Lernen in der Zukunft aus (Abbildung: „Notizen“, Florian Hagen, CC BY 4.0)?

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