#Fundstück: Schreibblockaden mit „The Most Dangerous Writing App“ überwinden

In der Kategorie ‚Fundstück‘ werden Tools, Services und andere Entdeckungen rund um den life cycle wissenschaftlicher Kommunikation in kurzen Texten vorgestellt.

Egal ob man in der Forschung tätig ist, studiert oder in anderen kreativen Schreibberufen arbeitet – das Bewältigen von Schreibblockaden kann für alle ein herausfordernder Prozess sein. Einige Tipps dazu haben wir bereits in 7 individuelle Tipps gegen Schreibblockaden oder #Fundstück: Mit Musik aus der Schreibblockade – typedrummer geteilt. Auch „The Most Dangerous Writing App“ kann dabei helfen, die Angst vor dem weißen Blatt zu überwinden. Obwohl der Name vielleicht zunächst eher abschreckt, besonders für diejenigen, die sich sowieso schon mit Schreibblockaden rumplagen, bietet dieses kleine Open-Source-Schreibwerkzeug für genau dieses Problem eine Lösung durch Anwendung einer speziellen Methode des kreativen Schreibens.

1. „The Most Dangerous Writing App“ – Was ist das?

Die originale Open-Source-Variante von „The Most Dangerous Writing App“ wurde von Manu Ebert veröffentlicht. Zu dieser gibt es auch ein GitHub-Repositorium. Zusätzlich gibt es eine leicht angepasste Variante, die über Squibler, einer KI-Plattform zur Unterstützung von Schreibenden, angeboten wird. Unabhängig von der gewählten Version setzen beide auf den Free-Writing-Ansatz, um Schreibblockaden zu überwinden.

2. Was ist eigentlich Free Writing?

Free Writing, eine kreative Schreibtechnik von Ken Macrorie in den 60er-Jahren entwickelt, erfordert in der Regel lediglich Stift, Papier und einen Timer. Sobald der Countdown startet – normalerweise für etwa fünf Minuten – notieren wir einfach alles, was uns gerade durch den Kopf geht. Dabei gilt es konsequent ohne Pause zu schreiben. Längere Pausen sollten keine eingelegt werden und auch die Rechtschreibung spielt keine Rolle. So kann entweder verhältnismäßig viel Inhalt generiert und/oder der Schreibfluss wieder in Fahrt gebracht werden. Im Vergleich zur herkömmlichen Methode mit Stift und Papier bringt „The Most Dangerous Writing App“ noch einen zusätzlichen Kniff mit: Wird das Schreiben doch zu lange pausiert, geht der Text verloren.

3. Erste Schritte in der App

Aufgerufen wird „The Most Dangerous Writing App“ im Browser. Nach Aufruf der Seite haben wir die Option, sofort über „Start Writing“ mit dem Schreiben loszulegen. Über das Stift-Symbol lassen sich noch zusätzliche Einstellungen vornehmen.

Im Optionsmenü können wir das Zeitlimit anpassen oder alternativ zur Zeitvorgabe eine Mindestanzahl an Wörtern festlegen, die erreicht werden müssen. Zusätzlich steht ein „Hardcore mode“ zur Verfügung.

Während des Free Writings wird bei diesem nur der zuletzt geschriebene Buchstabe angezeigt. Bereits verfasste Wörter oder Sätze erscheinen verschwommen. Dies kann den Fokus noch stärker auf das eigentliche Schreiben rücken. Sobald das eigentliche Zeitlimit erreicht oder die vorgegebene Wortanzahl geschrieben ist, wird der komplette Text lesbar und speicherbar.

Wie zuvor erwähnt, kann der gesamte Textfortschritt in „The Most Dangerous Writing App“ verloren gehen. Bei Schreibpausen färbt sich der Bildschirm als Vorwarnung langsam rot. Dauert die Schreibpause gar länger als fünf Sekunden, wird der komplette Text ohne weitere Warnung gelöscht. Das kann im ersten Moment streng und vielleicht auch sinnlos erscheinen. Aber gerade für Personen, die unter Druck aufblühen oder sich mit Deadlines produktiver fühlen, kann dieser sanfte Zwang eine wirksame Methode sein, um Schreibblockaden zu überwinden.

4. Einsatzbeispiele

Ich habe „The Most Dangerous Writing App“ für mich schon in einigen Situationen schätzen gelernt. Bei Blogbeiträgen und Veranstaltungsskripten war es so bspw. möglich, von der Grundidee zu den Kerninhalten zu gelangen, ohne viel zu viel Zeit mit dem Feinschliff einzelner Sätze zu verlieren, bevor der eigentliche Inhalt überhaupt zu Ende gedacht (oder geschrieben) war.

Auch dieser Blogbeitrag startete mit Hilfe von „The Most Dangerous Writing App“. Dadurch stand innerhalb kurzer Zeit die Idee zu Kerninhalten (was sollte zum Beispiel erwähnt werden) und Struktur des Beitrags. Der Text war dann zwar zunächst noch ein früher Rohentwurf, aber an diesen ersten Aufschlag konnte man gut ansetzen, um letztlich einen zusammenhängenden Beitrag zu schreiben.

Auch für die eigentliche Ideenfindung ist das kleine Browser-Tool eine gute Starthilfe. Statt sofort abzuwägen, ob eine Idee es überhaupt „wert“ ist, weiter verfolgt zu werden, kann zunächst frei aufgeschrieben werden, was uns in den Sinn kommt. Keine Gedanken an korrekte Schreibweise oder Zeichensetzung. Keine Selbstzensur. Ideen werden ungefiltert auf Papier (oder Bildschirm) gebracht, um erst später zu entscheiden, ob sie weitergedacht oder verworfen werden sollen.

Was sind eure Erfahrungen mit „The Most Dangerous Writing App“ oder ähnlichen Programmen? Hilft euch diese Form von Programm dabei, Schreibblockaden zu überwinden oder habt ihr komplett andere Lösungsansätze? Teilt eure Erfahrungen oder Tipps für Alternativen gerne in den Kommentaren.


CC BY 4.0
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Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten: Warum und wie?

Egal, ob Sie nun eine Haus- oder Abschlussarbeit schreiben oder vielleicht Ihren ersten Artikel in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlichen wollen, das richtige Zitieren ist dafür eine unerlässliche Voraussetzung.
Und auch hier gilt: Zitieren muss man zunächst lernen.
 
Die wesentlichen Lernziele dieses Beitrags zum Zitieren sind:

  • Sie kennen die wichtigsten Gründe für das Zitieren
  • Sie verstehen, warum das Zitieren von wissenschaftlichen Dokumenten Teil des wissenschaftlichen Schreibens ist
  • Sie können verschiedene Methoden des Zitierens anwenden und kennen deren Vor- und Nachteile
  • Sie wissen, dass es für die Formatierung von Zitaten in wissenschaftlichen Texten verschiedene Formatvorgaben gibt
  • Sie kennen die häufigsten Fehler beim Zitieren und die wichtigsten Sonderfälle

Der Text ist in mehrere Abschnitte gegliedert:

Und nun viel Erfolg und auch Spaß 😉

1 Warum zitieren?

1.1 Ziel des Zitierens

Das Ziel des Zitierens ist die Einbeziehung der Gedanken und für die Fragestellung relevanten Inhalte Dritter in die eigenen Überlegungen und den eigenen Text, um damit (wissenschaftlich) zu argumentieren:
 
„sozusagen als Fundament und zentrale Eckpfeiler, nicht jedoch dergestalt, dass alle ˏSteine von anderen stammen und Sie nur die Verbindungssätze schreiben, sozusagen den Mörtel liefern“ (F. Rost 2003, S. 246; Hervorh. d. Verf.).

Zur Erläuterung: Die Abkürzung „Hervorh. d. Verf.“ bedeutet, dass der Verfasser des Blogbeitrags diese Textpassage hervorgehoben hat, in diesem Fall durch die Verwendung von Fettdruck. Dies gehört zu den Regeln des Zitierens, dass Änderungen an Originalzitaten kenntlich gemacht werden.
 
Damit diese Einbeziehung der Argumente von anderen AutorInnen in Ihrem Text erkennbar sind, müssen sie dementsprechend durch sogenannte Zitate gekennzeichnet werden, mit anderen Worten: zitiert werden. Wie das geht, wird im nächsten Kapitel erklärt.

1.2 Wissenschaftliche Arbeitsweise

Richtiges Zitieren und Belegen durch Quellen ist eine wichtige Formalie des wissenschaftlichen Arbeitens.
 
Aus inhaltlicher Sicht gehört zu Ihrer wissenschaftlichen Arbeit, dass Sie nachweisen, dass Sie die Argumente und Gegenargumente oder auch Behauptungen anderer Autoren und Autorinnen kennen und diese auch einbeziehen in Ihre Argumentation. Das heißt eben wiederum, dass Sie andere AutorInnen zitieren. Ein Beispiel hierfür ist die Darstellung des aktuellen Forschungsstandes zu einem Thema.
 
Die dadurch entstehenden Belege – das Anführen der Herkunftsquelle im Text und im Literaturverzeichnis – machen sichtbar und nachprüfbar, welches Ihre eigenen Überlegungen sind und wo Sie sich auf andere beziehen. Das Zitieren dient also auch einer Absicherungsfunktion (vgl. Rost 2003, S. 239).

1.3 Möglichkeiten durch das Zitieren

Das Zitieren hat noch einige weitere wichtige Gründe. So ermöglicht es überhaupt erst die Darstellung der eigenen Leistung in einer Arbeit. Dazu gehört die Abgrenzung von anderen AutorInnen oder die Bezugnahme auf diese. Den Lesern einer wissenschaftlichen Arbeit ermöglicht es außerdem die Diskussion verschiedener Auffassungen, Ansätze, Argumente und Gegenargumente und damit die Anknüpfung, Diskussion und Kritik an Äußerungen anderer Autorinnen und Autoren.
 
Ganz wichtig für die Wissenschaft und deren Fortschritt ist die Möglichkeit der Aufnahme von Ideen anderer AutorInnen, sodass diese (die Ideen 😉 ) zu Neuem weiter entwickelt werden können. Neben der Selbstverständlichkeit, die UrheberInnen geistiger Arbeit(en) zu nennen, macht die Angabe der Quellen überhaupt erst eine Weiterentwicklung möglich, da ohne deren Namen ein Anknüpfen oder eine Vertiefung der Informationen gar nicht möglich ist.

1.4 Von der Quelle zum Zitat

Die nachfolgende Skizze steht sinnbildlich für das Meer von Wissen.

Von der Quelle zum Zitat (Zeichnung Detlev Bieler, Lizenz: CC BY 4.0)

Das Meer von Wissen wird von den verschiedenen Quellen gespeist und ständig erweitert. Die Abzweigungen der Flüsse zeigen, wo sich verschiedene AutorInnen auf andere bezogen und diese zitiert haben. Die rot eingekreiste Welle wäre dann z.B. ein Zitat, das Sie gerade für Ihre Arbeit entnehmen.

2 Wie zitieren?

2.1 Zitat oder Paraphrase

Beim Zitieren gibt es zwei Hauptformen: das wörtliche Zitat und die Paraphrase. Ein wörtliches Zitat ist die wortwörtliche Übernahme einer Textstelle, während eine Paraphrase eine Formulierung in eigenen Worten ist, die sich aber an eine Quelle anlehnt und deren Inhalt unverfälscht und sinngemäß wiedergibt.
 
Wann was?

  • „… Zitieren Sie, wenn es auf den Wortlaut des Zitierten ankommt
  • Paraphrasieren Sie, wenn Sie längere Textabschnitte zusammenfassen wollen und wenn es auf den Wortlaut nicht ankommt“ (Bedorf 2004, S.2).

2.2 Wörtliches Zitat

Hier sind zwei typische Beispiele für wörtliche Zitate. Erstens ein Zitat, das eine prägnante Bezeichnung enthält (Maschinisierung der Kopfarbeit). Zweitens ein Zitat, das einen Satzteil enthält, indem der vorher zitierte Begriff näher erläutert wird.

Das Beispiel stammt aus der Dissertation von Isabell Zorn 2010, S. 13 (Die Quellen sämtlicher Beispiele dieses Lernmoduls sind im Kapitel Literatur und Links aufgeführt).

2.3 Wörtliches Zitat – eingerückt

Dieses Beispiel zeigt, wie ein längeres zusammenhängendes Zitat formatiert werden sollte, eingerückt und in einem kleineren Font (kleinere Schriftgröße). Es wird in dieser Länge gebracht, da es ohne seinen inhaltlichen Gesamtzusammenhang schwer verständlich wäre bzw. wiederum erklärt werden müsste. In diesem Fall ist es besser, den zitierten Autor selbst „sprechen“ zu lassen.

Quelle: Diss. Zorn 2010, S. 22

Nebenbei interessant an diesem Beispiel ist: Der Rechtschreibfehler (ZeichenProzesse zusammengeschrieben) wird nicht korrigiert. Dies ist zwar richtig, aber die Autorin hätte direkt nach dem Fehler durch ein [sic!] darauf hinweisen müssen. Die Regel ist: Rechtschreibfehler in einem zitierten Text dürfen nicht korrigiert werden, müssen also im Original übernommen werden. Damit aufmerksame LeserInnen aber wissen, dass nicht der oder die Zitierende den Fehler gemacht hat, sondern der oder die Zitierte, ist der Hinweis sic! (lat. sīc, „so“, „wirklich so“; sīc erat scriptum ‚so stand es geschrieben) in rechteckigen Klammern nötig (siehe auch hier).

2.4 Paraphrase – Regeln

Bei der Formulierung einer Paraphrase (der sinngemäßen Wiedergabe eines Gedankens oder Textausschnittes in Form der Umschreibung oder Umformulierung) ist Folgendes zu beachten:

  • Die Paraphrase wird bei größerem Textumfang angewendet, also für Zusammenfassungen längerer Abschnitte
  • Sie ist wie eine indirekte Wiedergabe zu verstehen, der Wortlaut muss verändert werden, es genügt nicht nur die Ersetzung einzelner Worte! (sonst wäre es ein wörtliches Zitat, welches nicht durch Anführungszeichen kenntlich gemacht ist und damit ein Plagiat!)
  • Sie wird in der Regel im Konjunktiv formuliert (Dies ist aber in der Praxis tatsächlich meist nicht der Fall)
  • Die Paraphrase wird nicht hervorgehoben (Anführungszeichen o.ä.), aber gekennzeichnet durch Nennung des Autors/der Autorin und des Jahres, manchmal zusätzlich mit der Ergänzung „vgl.“ (für vergleiche), Beispiel: (vgl. Müller 2008)
  • Die Paraphrase darf genauso wie das wörtliche Zitat nicht sinnentstellend sein, d.h. der ursprüngliche Zusammenhang muss nach wie vor zu verstehen sein
  • Es „[…] muss klar ersichtlich werden, welcher Inhalt aus welcher Quelle entnommen wurde“ (Uni Wien Schreibprojekt).

2.5 Paraphrase – Beispiel 1

Hier sehen Sie ein Beispiel für mehrere aufeinander folgende Paraphrasen in einem Textabschnitt (gelb markiert), in dem verschiedene Autor*innen sinngemäß wiedergegeben werden.

Quelle: Diss. Schulthess 2012, S. 49

Im ersten Satz wird eine Erkenntnis wiedergegeben, die von gleich drei verschiedenen und hier angegebenen Autor*innen so geteilt wird. Die zitierte Behauptung untermauert damit die Argumentation des Verfassers der Dissertation besonders.

Dabei bietet sich hier eine Paraphrase auch deshalb an, da man ansonsten drei wörtliche Zitate ähnlichen Inhalts anführen müsste. Die Paraphrasierung vereinfacht also an dieser Stelle die Formulierung, sie fasst zusammen.

2.6 Paraphrase – Beispiel 2

Im folgendem Beispiel werden die Paraphrasen in zwei Fällen durch die Nennung der Autoren eingeleitet. So wird sofort klar, dass es sich um eine Zitierung handelt, die dann in Form einer Paraphrase gemacht wird. Leider wird nicht ganz klar, ab wann die Paraphrase der dritten Quelle (Veres-Homm) beginnt, in der auch noch ein wörtliches Zitat enthalten ist, das nun entweder der einen oder der anderen Quelle zuzuordnen ist. Schwieriger wird das Ganze noch dadurch, dass die Seitenzahlen nicht angegeben sind, sodass man in der angegebenen Literatur mühsam suchen muss.

Quelle: Diss. Jungmann 2009, S. 22

2.7 Beispiel: Richtig und falsch paraphrasiert

Quelle: https://www.scribbr.de/richtig-zitieren/paraphrasieren/ (Abb. nicht unter freier Lizenz)

2.8 Beispiel: Wörtliches Zitat und Paraphrase einmal gegenübergestellt

Original, Pöppel 2010, S. 325:
Das intuitive Wissen spiegelt sich in unseren Entscheidungen, die oft „aus dem Bauch heraus“ erfolgen.

Wörtliches Zitat
Intuitives Wissen stützt sich auf intuitive Vorstellungen und erfahrene Beziehungen als verinnerlichte Wahrnehmungen (Erfahrungen). Es „spiegelt sich in unseren Entscheidungen, die oft ‚aus dem Bauch heraus’ erfolgen“ (Pöppel 2010, S. 325).

Paraphrase
Intuitives Wissen stützt sich auf intuitive Vorstellungen und erfahrene Beziehungen als verinnerlichte Wahrnehmungen (Erfahrungen). Nach Pöppel (2010, S. 325) lässt es sich an unseren Entschlüssen ablesen, die häufig gefühlsgesteuert getroffen werden.

Hier, bei der Paraphrase, muss der Inhalt des Originals in eigenen Worten mit anderen Begriffen wieder gegeben werden. Sonst wäre es, wenn vielleicht auch nur stellenweise ein nicht kenntlich gemachtes wörtliches Zitat und damit plagiatsverdächtig.

2.9 Grundsätze Teil 1

Es gibt einige Grundsätze oder Regeln, die beim Zitieren beachtet werden müssen. Nachfolgend werden die wichtigsten vorgestellt und kurz erläutert.

  • Zitate sollen unmittelbar, zweckmässig (besonders treffend), vollständig und einheitlich sein
  • Zitate müssen aus Originalquellen entnommen werden und veröffentlicht sein!

Wichtig ist hier, dass wirklich nur dann zitiert wird, wenn es notwendig ist. Zitieren Sie nicht nur, um zu zeigen, dass Sie viele Quellen gelesen haben oder weil die Zitate selbst schön zu lesen sind oder auf eine „tolle“ Quelle hinweisen (Name-Dropping). Damit ist gemeint, dass Sie die Originalquellen herangezogen haben und diese wenigstens ausschnittweise gelesen haben. Verlassen Sie sich nicht auf die Zitierung von anderen Autoren und übernehmen deren Zitate nicht ungeprüft. Nur in Ausnahmefällen sollten Sie Zitate anderer Autoren übernehmen, und wenn Sie dies tun, kennzeichnen Sie es durch „zit. nach XY“. Die genaue Regel wird im Abschnitt Sonderfälle beschrieben.

Veröffentlicht sein bedeutet, dass die Quelle, aus der Sie zitieren, allgemein zugänglich sein muss (eben veröffentlicht). Das bedeutet jedoch nicht immer, dass die Quelle auch einfach erreichbar ist. Manche Habilitationen sind zwar veröffentlicht, aber trotzdem nur an der jeweiligen Hochschule vor Ort einzusehen, also nicht z.B. per Fernleihe ausleihbar.

  • Grund und Funktion des Zitats müssen deutlich werden
  • Eine einmal gewählte Zitierform muss durchgängig beibehalten werden

2.10 Analogie Oldtimer-Restaurierung 1

Analogie Oldtimer-Restaurierung 1 (Zeichnung Detlev Bieler, Lizenz: CC BY 4.0)

2.11 Analogie Oldtimer-Restaurierung 2

Analogie Oldtimer-Restaurierung 2 (Zeichnung Detlev Bieler, Lizenz: CC BY 4.0)

2.12 Grundsätze Teil 2

  • Direktes Zitat: Wortwörtliche Wiedergabe einer Textstelle, Kennzeichnung durch Anführungszeichen im Text oder Einrückung.

Die Einrückung wird eher bei längeren wörtlichen Zitaten verwendet und wird so deutlicher erkennbar. Neben der Einrückung wird oftmals auch die Schrift an dieser Stelle verkleinert.

  • Indirektes Zitat = Paraphrase: sinngemäße Wiedergabe einer Textstelle in eigenen Worten
  • Der Sinn eines Textabschnittes muss bei Zitat und Paraphrase erhalten bleiben!
  • Quellenwiederholung: „ebd.“ oder „a.a.O.“

Wenn Sie denselben Autor oder dieselbe Autorin mehrfach hintereinander zitieren, müssen Sie nicht immer die vollständige Quellenangabe machen. Stattdessen können Sie die oben angegebene Methode zur Abkürzung verwenden.

  • Generell gilt: Keine Zitat-Collage (Sammlung)

Gemeint ist, dass in einem oder mehreren aufeinanderfolgenden Abschnitten nicht zu viele Zitate desselben Autors oder derselben Autorin verwendet werden sollten. Sie könnten entweder zusätzliche Zitate von anderen Autor*innen zum jeweiligen Thema finden oder weitere eigene Gedanken in den Text einbringen. Wichtig ist, dass sich auch Ihre Meinung im Text widerspiegelt und nicht nur die anderer AutorInnen.

2.13 Sonderfälle

  • Zitat im Zitat: wenn Sie eine Textstelle zitieren, die bereits ein Wort in Anführungszeichen beinhaltet, müssen Sie diese in ihrem Zitat in einfache Anführungszeichen umwandeln, übrigens so auf der Tatstatur (Windows) zu erzeugen: alt+0130; alt+0145.
  • Zitate aus englischen Quellen müssen nicht übersetzt werden (es wären dann keine wörtlichen Zitate mehr).
  • Umgang mit Sekundärliteratur (zit. n. yx) Generell gilt: Sie sollten möglichst aus der Originalquelle zitieren. Denn „Quellen müssen zuverlässige Quellen sein. Wer aus zweiter Hand zitiert, setzt sich der Gefahr aus, Fehler zu übernehmen“ (Franck & Stary 2003, S. 183), oder dass der Zusammenhang nicht (mehr) stimmt. Wenn Sie also in einem Text auf ein Zitat stoßen, das Sie ebenfalls bringen möchten, weil es Ihre Argumentation unterstützt, dann sollten Sie sich diese Quelle (Primärquelle) beschaffen. Sollte dies schwer möglich sein oder gar unmöglich, weil der Titel z. B. vergriffen ist, können Sie ausnahmsweise so verfahren: Belegen Sie das Zitat mit beiden Quellen. Zunächst wird die Quelle genannt, aus der das Zitat im Original stammt, danach die Quelle, in der Sie das Zitat gefunden haben (Sekundärquelle), Beispiel: (Maier 1956, S. 23; zit. n. Schulze 2008, S. 74) wobei Maier die Primärquelle ist und Schulze die Sekundärquelle. Eine Alternative ist auch auf den Autor oder die Autorin hinzuweisen, der oder die Sie durch das Zitat erst auf den anderen Autoren gebracht hat, indem Sie z. B. schreiben: Schulze (2008, S. 74) verweist auf Maier (1956), nachdem zu beachten ist, „dass die eigentliche Zentralaufgabe das Nachdenken ist“ (S. 23). Dies beinhaltet ebenfalls, dass Sie die Originalquelle besorgen, um dies zu überprüfen.
  • Fehler werden übernommen und durch: [sic!] gekennzeichnet, bei Ergänzungen durch Sie selbst durch: [Anm. d. Verf.] und bei einer [Satzumstellung] werden diese Satzteile ebenfalls in eckige Klammern gesetzt. Dies macht kenntlich, dass die Änderungen von Ihnen stammen.
  • Auslassungen werden mit […] gekennzeichnet, Einfügungen so [z.B. Satzergänzung zur Lesbarkeit] und Hervorhebungen wie Fett- oder Kursiv-Setzungen, werden durch die Einfügung [Herv. durch V.] ergänzt. Letzteres kann auch in der Quellenangabe direkt nach dem Zitat erfolgen.
  • Wenn übersetzt wird, muss der oder die ÜbersetzerIn mit angeführt werden, z. B. so: Aus dem Englischen von Diane Marten.
  • Auch für Abbildungen, Zeichnungen, Schemazeichnungen von Modellen etc. gilt: die Quelle ist anzugeben und bei einer Änderung: in Anlehnung an Quelle xy.
  • Sind in einem Literaturverzeichnis mehrere Veröffentlichungen eines Autors oder einer Autorin aus einem Jahr zu nennen, so werden diese durch das Anhängen von Kleinbuchstaben unterschieden; XY (2004a)… (2004b)… (2004c) etc.
  • Ist ein Autor oder eine Autorin unbekannt, so wird anstelle des Namens o.V. (ohne Verfasser) angegeben oder Anonymus.

2.14 Häufige Fehler

Häufige Fehler beim Zitieren sind folgende:

  • Fehlende oder nicht ausreichende Belegung der Aussagen (Zitate), im schlimmsten Fall keine Namensangabe. Weniger schlimm, aber umständlich für den Nachvollzug der Quelle wird es, wenn keine Seitenangabe gemacht wird
  • Es kommt zu häufiger Verwendung von Sekundärzitaten
  • Literatur wird nur oberflächlich recherchiert: wichtige Autoren werden nicht beachtet
  • Überwiegendes Zitieren aus Lehrbüchern statt aus Forschungsliteratur
  • Fehlende Integration hochrangiger Journals
  • Unvollständiges Literaturverzeichnis

Nach Meyer (2011, S. 24)

3 Wie belegen?

Obwohl es scheinbar unzählige Varianten von Zitierformen gibt (siehe hierzu auch Kapitel 5), lassen sich diese letztendlich auf „nur“ zwei Hauptmethoden zurückführen: die Kurzbelegmethode im Text und die Ziffernmethode.

3.1 Kurzbeleg im Text

Eine Möglichkeit, eine Quelle im Text anzugeben (zu belegen), ist die Angabe des Namens von AutorInnen, des Jahres der Veröffentlichung der Quelle und der Seitenzahl, von der das Zitat stammt. Dies wird auch Kurzbeleg genannt und findet unmittelbar im Anschluss an das Zitat statt oder im unmittelbaren Zusammenhang dazu. Beispiel (Arnold 2008, S. 31): Wenn der Autor im Text genannt wird, wird nur das Jahr und die Seitenangabe in Klammern gesetzt. Die ausführlichen Quellenangaben werden dann im Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit gemacht.

Weitere häufig gebrauchte Bezeichnungen für diese Methode sind Anglo-Amerikanische Belegmethode, Harvard-Methode oder Autor-Jahr-System (Zur Verwendung der zahlreichen verschiedenen möglichen Stile siehe im Kapitel Zitationsstile)

Er gibt verschiedene Varianten für die Schreibweise bei der Nennung von AutorIn und Jahr in der Kurzbelegmethode:

  • (Schulz 2003, S. 34); (Schulz, 2003, S. 34); (Schulz 2003: 34); (SCHULZ 2003, S. 34)

Im folgenden Beispiel ist oben der Beleg eines wörtlichen Zitats, unten der für eine Paraphrase:

Quelle: Diss. Jungmann 2009, S. 20

3.2 Weiteres Beispiel

Quelle: Dissertation Blees 2011, S. 8

3.3 Ziffer und Fußnote

Die zweite Belegmethode ist die der Anmerkungsziffer mit Kurzbeleg in einer Fußnote. Diese Methode wird auch Deutsche Belegmethode oder Anmerkungssystem genannt. Ein weiterer Name ist Oxford-System.

Dabei wird direkt nach dem Zitat eine Anmerkungsziffer in Form einer Hochzahl (die Zahl kann auch auf der Grundlinie stehen, das ist vom Stil abhängig) eingefügt, die fortlaufend durchnummeriert wird. Auf der gleichen Seite wird das Zitat in einer Fußnote in Kurzform mit der Angabe von Namen, Jahr und Seite belegt.

Auch hier werden die ausführlichen Quellenangaben im Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit gemacht.

Quelle: Diss. Janzik 2011, S. 89

3.4 Weiteres Beispiel Ziffernmethode

Quelle: Dissertation Faika 2014, S. 9

Interessant: hier gibt es keine Belege in Fußnoten auf der Seite. Diese befinden sich stattdessen alle im Literaturverzeichnis. Eine der zahlreichen Varianten…

Sowohl Kurzbeleg- als auch Ziffernmethode gibt es in zahlreichen Varianten. Literaturverwaltungsprogramme haben ca. 11.000 verschiedene Zitationsstile „gesammelt“. In der folgenden Grafik sind beide Zitierhauptmethoden zur besseren Übersicht noch einmal einander gegenübergestellt:

Zwei Hauptzitiermethoden (Grafik Detlev Bieler, Lizenz: CC BY 4.0)

3.5 Vor- und Nachteile 1: Deutsche Belegmethode (Anmerkungsziffer und Fußnote)

Vorteile:

  • Der Lesefluss im Text ist besser, da der Text nicht durch Quellenangaben zerrissen wird und da nicht immer zum Literaturverzeichnis am Ende geblättert werden muss
  • Das Vergessen von Literaturangaben passiert weniger häufig
  • Belege und Erläuterungen sind auf der gleichen Seite in der Nähe der Zitate zu finden

Nachteile:

  • Die Anmerkungen benötigen Platz auf der Seite, der sonst für Text zur Verfügung stünde
  • Die Quellenangaben müssen so zweimal gemacht werden, in den Anmerkungen und im Literaturverzeichnis

3.6 Vor- und Nachteile 2: Anglo-amerikanische Belegmethode (Kurzbeleg im Text u. Literaturverzeichnis, auch Harvard-Zitierweise genannt)

Vorteile:

• es spart Schreibarbeit, da die Quellenangaben nur einmal am Ende im Literaturverzeichnis zu machen sind

• es wird kein Platz benötigt für u.U. zahlreiche Anmerkungen auf der Seite

Nachteil:

  • Der Lesefluss im Text ist schlechter, da die Quellenangaben darin erst „überlesen“ werden müssen

3.7 Und Abbildungen?

Natürlich können auch Abbildungen zitiert werden. Allerdings nur, wenn dies für die wissenschaftliche Arbeit nötig ist, also nicht nur zur Verschönerung 😉 . Ganz wichtig ist bei der Zitierung von Abbildungen daher die Bezugnahme auf diese und deren Kommentierung im Text.

Ein zitiertes Bild sollte eine fortlaufende Nummerierung aufweisen (idealerweise mit Angabe des Kapitels oder Abschnittes) . Es ist besonders wichtig, die Quellenangabe direkt unter der Abbildung aufzuführen. Dies bedeutet, dass die Quelle immer unter der Abbildung angeben werden sollte, selbst wenn im Text z.B. mit dem Fußnotensystem gearbeitet wird: (Sandberg 2012, S. 106)!

Bei übernommenen Grafiken, die abgeändert werden, ist zusätzlich zur Quelle der Hinweis zu geben:

  • In Anlehnung an…Abb. 1: …, eigene Bearbeitung nach … (Quelle)

Ansonsten sollte ein Hinweis auf die eigene Darstellung gegeben werden, falls dies der Fall ist. Dadurch wird sichergestellt, dass klar wird, dass die Quellenangabe nicht vergessen wurde. Zudem ist es notwendig, ein separates Abbildungsverzeichnis zu erstellen. Dies gilt auch für Tabellen, für die ein Tabellenverzeichnis erforderlich ist.

3.8 Abbildungen, Beispiel 1

Quelle: Diss. Jungmann 2011

Hier unter der Abbildung zu sehen: Bildbezeichnung, fortlaufende Nummerierung und die Quellenangabe.

3.9 Abbildungen, Beispiel 2

Quelle: Stephan 2009

Bei übernommenen Grafiken, die abgeändert werden: Quelle und Hinweis: In Anlehnung an…

Abb. 1: (Titel der Abbildung), eigene Bearbeitung nach … (Quelle)

3.10 Abbildungen, Beispiel 3

Diss. Janzig 2011 S. 65

4 Literaturverzeichnis – Formatierungsbeispiele

Zu einer wissenschaflichen Arbeit und dem Belegen von Quellen gehört schließlich deren Nachweis in einem Literaturverzeichnis. Nachfolgend sind die wichtigsten Formate verschiedener Literaturarten vorgestellt.

4.1 Monographie und Sammelband

Im Folgenden sehen Sie Beispiele für die Quellenangaben von verschiedenen Publikationsformaten. Abwandlungen sind dabei möglich und richten sich nach den Vorschriften des jeweiligen Zitationsstiles. Die wesentlichen Bestandteile bleiben aber gleich. Bei den ersten drei Formaten ist den Umsetzungsbeispielen zum besseren Verständnis die Formatvorgabe vorangestellt. Einige Besonderheiten sind fett hervorgehoben.

Monographie
Name, Vorname (evtl. als Initial) (Jahr): Titel (Untertitel durch Punkt getrennt). (ggf. Auflage) Ort d. Publikation: Verlag. Seite(n)

Bortz, Jürgen und Nicola Döring (2002): Forschungsmethoden und Evaluation. Für Human und Sozialwissenschaftler. 3., überarb. Aufl. Springer-Lehrbuch. Berlin: Springer. S.  173.

Sammelband bzw. Beitrag in einem Sammelband
Bei einem Beitrag aus einem Sammelband müssen sowohl der Beitrag als auch der Sammelband selbst aufgeführt werden. Zuerst werden AutorInnen des Beitrages genannt, dann folgt in dieser Nennung der Sammelband, erkennbar an dem „in“ vor der darauffolgenden Nennung der AutorInnen bzw. HerausgeberInnen des jeweiligen Sammelbandes:

Name, Vorname (evtl. als Initial) (Jahr): Titel des Aufsatzes, in: Name des Herausgebers des Sammelbandes (Hrsg.): Titel des Werkes (des Sammelbandes), evtl. Bandnummer. Erscheinungsort: Verlag, Seiten

HERSTATT, C.; SANDER, J. G. (2004b): Einführung: Virtuelle Communities, in: C. Herstatt, J. Sander (Hrsg.), Produktentwicklung mit virtuellen Communities: Kundenwünsche erfahren und Innovationen realisieren. Wiesbaden: Gabler, S.1–16. (Anm.: Hier sind die Namen z.B. in Kapitälchen gesetzt, eine der zahlreichen Varianten)

4.2 Zeitschriftenbeitrag und Hochschulschrift

Zeitschriftenbeitrag
Das „in“ kennzeichnet auch die Nennung eines Beitrages/Artikels in einer wissenschaftlichen Zeitschrift. Nach den Namen von AutorInnen und dem „in“ folgt die Angabe des Namens der Zeitschrift:

Name, Vorname als Initial (Jahr): Titel des Aufsatzes, in: Name der Zeitschrift, Jahrgang, evtl. Heftnummer, Anfangs u. Endseite.

WISWEDE, G. (1988): Ökonomische Psychologie – Psychologische Ökonomie: Probleme und Befunde wirtschaftspsychologischer Forschung, in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, 108(4), S. 503–592.

Hochschulschrift
Lettl, C. (2004). Die Rolle von Anwendern bei hochgradigen Innovationen: Eine explorative Fallstudienanalyse in der Medizintechnik. Dissertation. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag.

4.3 Graue Literatur und Internetquelle

Graue Literatur
THOMKE, STEFAN (2002): Innovation at 3M Corporation, Working Paper, Harvard Bu School, 2. Auflage,   Cambridge (MA).

Internetquelle
Wildt, Johannes, Mathias Heiner und Andrea Krelaus (2009).  hochschuldidaktik-on-line. Hrsg. Von Hochschuldidaktisches Zentrum der Technischen Universität Dortmund. Dortmund. url: www.hd-on-line.de (besucht am 2009. 12. 12). S. 53.

5 Zitationsstile

5.1 Beispiel 1

Wie schon zuvor erwähnt, gibt es mehr als 10.000 verschiedene Zitationsstile. Es folgen einige Beispiele. In der linken Spalte steht der Name der Zeitschrift, gefolgt von der Markierung des Belegs im Text und rechts die Vorschau aus dem Literaturverzeichnis:

Methode: Kurzbeleg im Text

Quelle: Citavi Zitierstilübersicht.pdf 2010, S. 8 (Anm.: leider ist dies schön übersichtliche PDF nicht mehr erhältlich.

5.2 Beispiel 2

Quelle: Citavi Zitierstilübersicht.pdf 2010, S. 4
Quelle: Citavi Zitierstilübersicht.pdf 2010, S. 5

5.3 Beispiel 3

Hier noch ein Blick in ein Literaturverzeichnis einer Dissertation, Die nachnamen der Autor*innen sind in Kapitälchen gesetzt, der Vorname wird als Initiale abgekürzt. Nach der Jahreszahl folgt ein Doppelpunkt. In der vierten Quelle ist das Wörtchen „in“ zu sehen, woran erkennbar ist, dass es sich um einen Zeitschriftenbeitrag handelt:

Quelle: Diss. Janzik 2011

5.4 Beispiel 4

Hier ein etwas seltenerer Stil, hier ist der erste Name der beiden Autoren mit dem Nachnamen zuerst angeführt, beim zweiten Autor erst der Vor- und dann der Nachname, ab der zweiten Zeile sind die Zeilen eingerückt, nach der Jahreszahl folgt ein Punkt:

Quelle: Diss. Jungmann 2011

5.5 Beispiel 5

Quelle: Diss. Drewko 2013

Aufgrund der Vielzahl an Zitierstilen ist es wichtig, die Vorgaben z.B. einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift oder auch, im Falle einer Promotion, eines Institutes rechtzeitig zu erfragen. Gerade hierfür ist die Nutzung eines Literaturverwaltungsprogrammes zu empfehlen. Quasi auf Knopfdruck lassen sich Zitierstile je nach Wunsch passend ändern.

6.1 Quellen dieses tub.torials

Bedorf, Thomas (2004): Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten: Zitieren und Paraphrasieren.
http://www.fernuni-hagen.de/imperia/md/content/philosophie/textdokumente/bedorf_zitieren.pdf
Franck, Norbert; Stary, Joachim (2003): Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. 11. Aufl. Schöningh, Paderborn.
Meyer, Matthias (2011): Hinweise und Formvorschriften für das erstellen wissenschaftlicher Arbeiten. http://www.cur.tu-harburg.de/de/dateien/oeffentlich/hinweiseundformvorschriftencurmai2011.pdf
Rost, Friedrich (2007): Lern- und Arbeitstechniken für das Studium. VS Verlag für Sozialwissenschaften. Wiesbaden.4. Auflage.
Vertiefende Literatur, die in diesem tub.torial nicht zitiert ist:
Balzert, Helmut; Schröder, Marion; Motte, Petra (2011): Wissenschaftliches Arbeiten: Ethik, Inhalt & Form wiss. Arbeiten, Handwerkszeug, Quellen, Projektmanagement, Präsentation. W3L-Verlag, Herdecke.
Kruse, Otto (2010): Lesen und Schreiben. UTB, Stuttgart.
Limburg, Anika; Otten, Sebastian (2011): Schreiben in den Wirtschaftswissenschaften. Schöningh UTB, Stuttgart.
Rost, Friedrich (2012): Lern- und Arbeitstechniken für das Studium. Springer, Wiesbaden.
Sandberg, Berit (2013): Wissenschaftlich Arbeiten von Abbildung bis Zitat. Lehr- und Übungsbuch für Bachelor, Master und Promotion. Oldenbourg, München.
Stickel-Wolf, Christine; Wolf, Joachim (2013): Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken: erfolgreich studieren – gewusst wie! Springer, München.
Theisen, Manuel R. (2013): Wissenschaftliches Arbeiten, 16. Aufl. Vahlen, München.

6.2 Quellen der Beispiele

Blees, Christoph (2011): Eine Methode zur Entwicklung modularer Produktfamilien. Dissertation. Techn. Uni. Hamburg.
Drewko, Aleksandra  (2013):  Low-tech sustainable sanitation options for Ghana and Ethiopia –
economic, social  and technical aspects. Dissertation. Techn. Uni. Hamburg.
Faika, Daniela (2014): Modifikation magnetischer Nanoträger für den Einsatz in enzymatisch katalysierten Reaktionen. Dissertation. Techn. Uni. Hamburg.
Janzik, Lars (2011): Motivanalyse zu Anwenderinnovationen in Online-Communities. Wiesbaden. Springer.
Jungmann, Thorsten  (2011): Forschendes Lernen im Logistikstudium. Dissertation. Technische Universität Dortmund.
Meyer, Matthias (2011): Hinweise und Formvorschriften für das Erstellen wissenschaftlicher Arbeiten.
Pöppel, Ernst (2010) Der Rahmen. Ein Blick des Gehirns auf unser Ich. München. Hanser.
Schulthess, Marc (2012): Die Nutzung von Analogien im Innovationsprozess. Wiesbaden. Springer.
Scribbr: https://www.scribbr.de/richtig-zitieren/paraphrasieren/
Stephan, Michael (2009): Improvisationsfähigkeit, Kreativität & Offenheit als Herausforderungen innovativer Unternehmen. Jazz als Referenzkonzept für das Innovationsmanagement? Discussion Papers on Strategy and Innovation 09-03 Department of Technology and Innovation Management. Philipps-University Marburg.
Uni Wien Schreibberatung: https://ctl.univie.ac.at/angebote-fuer-studierende/waehrend-des-studiums/schreibberatung/
Zorn, Isabel  (2010): Konstruktionstätigkeit mit Digitalen Medien – Eine qualitative Studie als Beitrag zur
Medienbildung. Glückstadt. Hülsbusch


CC BY 4.0
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