Monatsnotiz März 2021 – besuchte Veranstaltungen, Podcasts und „besserer“ Start in digitale Treffen

Der April ist schon fast vorbei und die Monatsnotiz für den März ist noch nicht erschienen. Höchste Zeit, dies zu ändern und einen Rückblick auf einige Themen des vergangenen Monats zu werfen. Für eine bessere Übersicht ist der Beitrag in vier Hauptkapitel unterteilt.

1. Veranstaltungen im März 2021

Im März habe ich an verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen.

1.1 Workshop-Reihe „Datenmanagementpläne in der Forschung“

In der Workshop-Reihe Datenmanagementpläne in der Forschung – von Grundlagen zu Grundfragen ging es um das Thema Datenmanagementpläne (DMP). Kurz zusammengefasst sind DMP vor allem „lebende“ Dokumente, die strukturiert beschreiben welche Daten wie während einem Forschungsprozess entstehen und wie während und nach der Forschungsarbeit mit diesen Daten umgegangen werden kann. Wenn Forschungsergebnisse also langfristig interpretiert, nachvollziehbar und dadurch nachnutzbar sein sollen (also so wie es die gute wissenschaftliche Praxis vorsieht), so ist ein DMP ein sehr empfehlenswertes Werkzeug der Qualitätssicherung. Eine immer wieder genannte Anlaufstelle rund um Forschungsdaten ist forschungsdaten.info.

Die Reihe wurde in vier Einzel-Workshops aufgeteilt:

  1. Das Konzept Datenmanagementplan (11.03.2021),
  2. Datenmanagementpläne zwischen Vorgaben der Förderer und Forschungspraxis (18.03.2021),
  3. Datenmanagementpläne in fachspezifischer und fachübergreifender Perspektive (23.03.2021),
  4. Workshop DMP-Tools (25.03.2021).

Neben Grundlagen zu Datenmanagementplänen empfand ich vor allem die Hinweise auf Mustervorlagen, Best Practices und den Einblick in unterschiedliche Hilfsmittel, die bei der Erstellung von Datenmanagementplänen helfen können, spannend. Einen guten Einblick bietet auch die Veröffentlichung Erfahrungen und Empfehlungen aus der Beratung bei Datenmanagementplänen, die Checklisten, Leitfäden und Toolsammlungen beinhaltet.

1.2 „Train-the-Trainer Workshop Forschungsdatenmanagement“ (15.03. und 16.03.2021)

Begleitend zu den DMP-Workshops habe ich am „Train-the-Trainer“-Workshop zum Thema Forschungsdatenmanagement teilgenommen. Neben einer sehr verständlich aufgebauten fachlichen Einführung in das Thema Forschungsdatenmanagement (u. a. Definition eines DMP, Checklisten zur Versionierung von Dokumenten, Leitfäden für die Speicherwahl, Überblick über Repositorien verschiedener Disziplinen) von Kerstin Helbig und Katarzyna Biernacka habe ich hier auch didaktische Anregungen und Methoden (u. a. Reflektion über ein „Beuteblatt“ oder „Veranstaltungslandkarten“) kennengelernt, die ich mir gut in eigenen Veranstaltungen vorstellen kann. Einen umfassenderen Einblick in das Konzept des Workshops gibt es in Train-the-Trainer Konzept zum Thema Forschungsdatenmanagement.

1.3 Vortragsreihe „Open Access in der Erwerbung“ (dbv, 18.03. bis 06.05.2021)

Die Vortragsreihe „Open Access in der Erwerbung“ vom dbv (Deutscher Bibliotheksverband) ist im März mit zwei Veranstaltungen gestartet. Es folgen weitere Termine in den Monaten April und Mai.

1.3.1 „Open Access in der Erwerbung“ (Henriette Rösch, UB Leipzig, 18.03.2021)

Die Keynote „Open Access in der Erwerbung“ übernahm Henriette Rösch (UB Leipzig). 300 interessierte Kolleg:innen verfolgten die Veranstaltung. Frau Rösch griff die aktuelle Diskrepanz auf, die zwischen dem großen politischen Ziel Open Access und der aktuellen praktischen Umsetzung (u. a. Auseinandersetzung mit der Finanzierung von Mehrkosten, neuen Vertrags- und Finanzierungsmodellen sowie Prozessanpassungen) besteht.

Im ersten Teil ging es vor allem um die Bedeutung von Bestandsentwicklung im Zusammenhang mit Open Access. Für Bibliotheken stellt sich u. a. die Frage, wie die Vielfalt, die durch die Open-Access-Transformation vorhanden ist, nun in den Katalogen sichtbar abgebildet werden kann.

Im zweiten Teil des Vortrages ging es um das konkrete Erwerbungshandeln und welche Veränderungen sich hier erwarten lassen. Bisher hatte die Erwerbung – u.  a. auf Basis von Ausleihzahlen – unmittelbaren Einfluss auf die Literaturversorgung. Mit Open Access haben wir nun publikationsbasierte Modelle. Primär wird nicht mehr Content, sondern das Publizieren finanziert, was neben dem Wegfall klassischer Steuerungsmöglichkeiten nach Henriette Rösch auch Platz für den Einzug neuer Steuerungsmechanismen in die Bestandsentwicklung (u. a. Qualitätskriterien oder Preisgrenzen/ Eigenbeteiligung) ermöglicht. Erwerbungsentscheidungen liegen fortan anders als bisher direkt bei Forscher:innen, die ganz individuell eigene Kriterien für ihre Veröffentlichungen haben (beispielsweise fachliche Gründe wie auch Renommee).

Im dritten Teil gab es von Henriette Rösch einen Überblick über Arbeitsfelder und Herausforderungen, wo auf Basis aktueller Transformationsentwicklungen nun Prozessanpassungen anstehen:

  • Mittelverteilung und Budgetierung (u. a. Kostenverschiebungen zwischen publikationsstarken und weniger publikationsstarken Einrichtungen sowie Abbildung und Übergang der Subskriptionslogik hin zu publikationsbasierten Ansätzen, bei denen die Publikationskultur und die damit verbundene eigene Dynamik berücksichtigt werden sollte),
  • Monitoring und Verwaltung (Infrastrukturen für Erhebung von Publikationsdaten – an der TUHH sind wir in diesem Bereich u. a. mit TORE aufgestellt/ Verwaltung von Publikationskosten und Transformationsverträgen/ Zentralisierung bzw. Transparenz hinsichtlich den gesamten Publikationskosten einer Einrichtung),
  • Personalentwicklung (neue Anforderungen erfordern u. a. Expertise in Bibliometrie, Umgang mit Dashboards Austausch mit der Wissenschaft und Verlagen sowie Öffentlichkeitsarbeit).

Sowohl die Aufzeichnung der Keynote als auch die Folien (stehen unter CC-BY-Lizenz) stehen zur Verfügung.

1.3.2 „Das neue Etatmodell der ULB Düsseldorf mit Open-Access-Komponente“ (Susanne Göttker, 25.03.2021)

Susanne Göttker (ULB Düsseldorf) hat in ihrem Vortrag das Literaturmittelverteilungsmodell der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf vorgestellt, welches über eine Open Access-Komponente verfügt und seit 2021 im Einsatz ist. Neben den Gründen der Einführung des neuen Modells (nicht Einführung von Open Access, sondern Kreislauf der nicht zufriedenstellenden Mittelzuweisung/ Überbudgetierung in verschiedenen Fakultäten) gab es einen Vergleich zwischen dem alten (kennzahlenbasiertes Modell) und neuem Ansatz (einzige Kennzahl: Anzahl der Wissenschaftler:innen).

Die Beitragsfolien wie auch die Aufzeichnung der Veranstaltung stehen ebenfalls zur Verfügung.

1.4 Workshop „Urheberrecht in Forschung und Lehre“ (Till Kreutzer, 17.03.2021)

Am 17.03.2021 fand die letzte Veranstaltung der Reihe Collect, Write, Publish 2021 (CWP) statt.

Till Kreutzer (Rechtsanwaltskanzlei iRights.Law) gab in der letzten CWP-Veranstaltung des Jahres einen Überblick zum Thema Urheberrecht im Kontext von Forschung und Lehre. Die dreistündige Veranstaltung war in fünf Themenblocks eingeteilt:

  • Grundlagen des Urheberrechts,
  • Nutzungen außerhalb der Öffentlichkeit,
  • Nutzungsfreiheit für die Lehre und Forschung,
  • Einbeziehung von Online-Inhalten,
  • Open-Source-Software und Open Content.

Zum Ende jeder Einheit war Zeit für eine Fragerunde so z. B. folgende Fragen und Themen diskutiert oder vertieft werden konnten:

  • „Was kann eigentlich geschützt werden?“
    Prinzip: nicht die konkrete Information/ Faktum, sondern was als konkretes Werk aus einer Information mit gestalterischer Leistung aus dieser Information entsteht),
  • „Was genau bedeutet eigentlich Verwendung?“
    Das Urheberrecht bezieht sich nicht auf jede Art von Verwendung, sondern auf Werknutzungen wie Kopien oder die Weitergabe des Werkinhaltes im weitesten Sinne,
  • Was bedeutet „Schöpfungshöhe“?
    Kriterium, das urheberrechtlich geschützte Werke von Werken abgrenzt, die keinem urheberrechtlichen Schutz unterliegen. S
    chwer zu unterscheiden, bis wann diese als „banal“ einzuschätzen ist.

2. Podcast-Empfehlung (Open Access)

Im März habe ich einige Podcasts gehört und möchte an dieser Stelle die Mini-Serie „Open Access – Der Podcast zum Thema“ empfehlen. Die drei Episoden mit 24 bis 37 Minuten Laufzeit widmen sich aus unterschiedlichen Perspektiven Open Access:

2.1 „Reden wir offen … über das Publizieren im Wissenschaftsbetrieb“ (Mai Thi Nguyen-Kim, maiLab)

In Episode 1 (Veröffentlichung: 26.11.2019, Laufzeit: 24 Minuten) der Podcast-Serie gibt Mai Thi Nguyen-Kim, nicht zuletzt bekannt durch den YouTube-Kanal maiLab, Einblicke in die eigene Karriereplanung, Wissenschaftskommunikation (sehr einprägsam beschrieben: Diese sorgt dafür, dass die Wissenschaft nicht für immer hinter Fachbegriffen im oft zitieren Elfenbeinturm zurückgehalten wird) und das Publizieren in der Wissenschaft (wie gehen Naturwissenschaftler:innen typischerweise nach der Datensammlung vor, bevor es ans Schreiben geht).

Es werden viele Begrifflichkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens wie „Peer Review“ oder „Impact Factor“ gut nachvollziehbar mit Blick auf die Praxis veranschaulicht. Weitere Themen sind

  • Veröffentlichungsdruck („Publiziere oder verrecke!“),
  • die Wichtigkeit gescheiterter Experimente (in diesem Zusammenhang erwähnenswert: das Journal of Unsolved Questions),
  • Herausforderungen, die die Transformation hin zu öffentlich einsehbarer Forschung neben vielen Vorteilen mit sich bringt.

Die durchaus mal als „trockener Stoff“ empfundenen Themen werden in einer Form besprochen, die sich unterhaltsam und informativ als empfehlenswertes Begleitmaterial für den nächsten Spaziergang bei gutem Wetter anbietet.

2.2 „Reden wir offen … über Wissenschaft und Rechtliches“ (Till Kreutzer, iRights.Law)

In Episode 2 (Veröffentlichung: 11.12.2019, Laufzeit: zirka 37 Minuten) geht Till Kreutzer, der diesen Monat auch bei der CWP-Reihe an der TUHH (wie oben erwähnt) vertreten war, auf Rechtliches im Kontext von Wissenschaft ein. Gesprochen wird z. B. über den Unterschied zwischen „offen“ und „frei“ („Open“ zielt darauf ab, das Inhalte nicht nur frei genutzt, sondern auch weiterverwendet werden dürfen, um diese beispielsweise auf anderen Webseiten anzubieten) und Schattenbibliotheken (Volltextdatenbanken, die gegen Urheberrechtsbestimmungen verstoßen und auch unter dem Begriff „Guerilla Open Access“ gefasst werden). Auch die Einräumung von Nutzungsrechten (nach Möglichkeit sollten Autor:innen keine ausschließlichen Nutzungsrechte an Verlage übertragen) und wie Open Access die möglichst ungehinderte Verbreitung der eigenen Inhalte fördert, werden von Till Kreutzer angesprochen.

2.3 „Reden wir offen … über Forschung und Open Access“ (Ellen Euler, FH Potsdam)

Ellen Euler (Professorin für Open Access, Open Science und Open Data an der FH Potsdam) gibt in Episode 3 (Veröffentlichung: 15.01.2020, Laufzeit: 32 Minuten) Einblicke, warum viele Wissenschaftler:innen für Open Access sensibilisiert sind (Wissen baut auf Wissen auf, uneingeschränkter Zugriff ist daher erstrebenswert) und dennoch aus unterschiedlichen Beweggründen einen anderen Publikationsweg wählen. Als vergleichende Metapher zieht sie den Gang in den Supermarkt heran, wo wir im Idealfall möglichst Umwelt schonend einkaufen wollen, beim Einkauf aber zwischen der in Plastik verpackten, appetitlicher aussehenden Bio-Paprika und einer unverpackten Paprika die Qual der Wahl haben. Dieses Dilemma spiegelt sich laut Ellen Euler in der Wissenschaft durch das Thema Reputation wider. Auch in Episode 3 der Mini-Serie werden viele alltägliche, aber nicht immer unbedingt einfach nachvollziehbare, Begrifflichkeiten der Wissenschaft wie der „Impact Factor“ (Wie häufig wird ein Beitrag in einer Zeitschrift in anderen Zeitschriften zitiert und warum sagt dies nichts über die eigentliche Qualität der Forschung aus) und seine Herkunft (ursprünglich eine Hilfe für die Kaufentscheidung von Bibliotheken) angesprochen und verständlich beschrieben. Ebenfalls eine Rolle spielen die unterschiedlichen Wege von Open Access (z. B. die Open-Access-Farbenlehre) sowie die Diskussion der Transformation des wissenschaftlichen Publikationssystems (Wie kann ein attraktives Open-Access-System in unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen als Standard etabliert werden?).

3. Der (vorerst) letzte Fachreferatsmontag

In den vergangenen Monatsnotizen habe ich ab und an über unseren Fachreferatsmontag berichtet. Thomas Hapke hat Kolleg:innen hier im Jahr 2021 einen Einblick in zahlreiche Arbeitsprozesse gegeben, die über all die Jahre mal mehr und mal weniger regelmäßig zu den Tätigkeiten von Fachreferent:innen im Haus gehörten und gehören. Hintergrund war der wohlverdiente Ruhestand, in den Thomas sich verabschiedet hat. Ich fand diese Treffen auch abseits der fachlichen Inhalte immer super, da wir oft Zeit für die eine oder andere Anekdote gefunden haben – mal rund um die Bibliothekswelt, mal darüber hinaus. Gerade in der aktuellen Zeit, in der der direkte Kontakt so stark zurückgefahren wird, waren diese (digitalen) Treffen immer eines der Wochenhighlights für mich. Auch durch den Austausch und die Zusammenarbeit in Projekten aus den Bereichen Hamburg Open Science (HOS) und Hamburg Open Online University (HOOU) habe ich viel mitgenommen. In dieser Monatsnotiz möchte ich also auch nochmal „Vielen Dank Thomas!“ sagen und allen Interessierten empfehlen den Hapke-Blog und Twitter für Wissenswertes rund um Bibliotheken, Informationskompetenz und mehr (seitdem ich weiß, dass es eine blaue Waldbiene gibt, sind wir regelmäßig am Ausschau halten) im Blick zu haben.

Katalogkarte Bibliothek

Abschied auf die bibliothekarische Art mit einer klassischen Katalogkarte.

4. Besser in digitale Treffen starten?

Zu Semesterbeginn haben wir im Rahmen unseres Bachelorseminars Wissenschaftliches Arbeiten über BigBlueButton (BBB) zum ersten Mal die Warteraumfunktion ausprobiert. Da wir oftmals weit vor Veranstaltungsbeginn bereits im Raum sind, aber noch an anderen Aufgaben arbeiten oder auch Absprachen für die Veranstaltung treffen, erschien uns diese Lösung sinnvoll. Wenn der Raum frei betretbar ist und Studierende ebenfalls wesentlich früher bereits „vor Ort“ sind, so empfinde ich meine eigene fehlende Präsenz unhöflich. Für mich ist das so ein wenig das Gegenstück der dunklen, stummen Wand. Jetzt eben aus der Perspektive der Studierenden.

Aber auch dieses „vor der Tür bleiben“ finde ich nach einigen Probeläufen wenig attraktiv. Wo bei Präsenzveranstaltungen Zeit für den einen oder anderen schönen Plausch mit Anderen ist, sitzt man hier in der Regel alleine vor dem Rechner und harrt der Dinge, die dann hoffentlich bald in Form des Seminarstarts kommen. Dazu kommt noch, dass nach Breakout-Sessions über BBB immer mal wieder die Rückkehr in den Hauptraum nicht gelingt. Je nach Teilnehmer:innenzahl kann dies übersehen werden (und schon gar nicht erkennbar ist, wer denn nun eigentlich fehlt). Die Betroffenen müssen also den Raum neu betreten, was aber nicht ohne Freigabe der Dozierenden klappt. In meinen Augen zu viel Stress und Organisationsaufwand für alle Beteiligten. Unser Warteraum ist also schon wieder Geschichte.

Hier gilt es für mich beziehungsweise uns, als Seminarverantwortliche nun zu überlegen, wie die Zeit, die den Studierenden nach Ankunft im digitalen Konferenzraum bis zum Beginn der Veranstaltung bleibt, optional attraktiver gestaltet werden kann. Von ursprünglichen Überlegungen wie einem frei verfügbaren digitalen Whiteboard oder anregenden Fragen, die in Folienform bereitgestellt werden könnten, bin ich nach kurzem Überlegen schnell wieder abgekommen. Was mir bei unseren tub.-Snapshots (kurze Präsenzveranstaltungen, bei denen Kolleg:innen u. a. Einblicke in Anwendungen oder auch Projekte im Haus geben) immer ganz gut gefallen hat, war die im Hintergrund laufende Musik, die Kollege Mike Rinne eine Zeit lang bis zum Start der Veranstaltung laufen ließ. Ich kann bei so etwas gut entspannen, Gedanken sortieren oder ja – auch einfach mal vor mich hinträumen :-).

So ein wenig finde ich diese Idee für den digitalen Raum beim Angebot Internetquatsch von Nele Hirsch wieder. Hier gibt es viel Inspiration für eine positiver gestaltete Ankommenszeit bis zum Veranstaltungsbeginn (und auch für Veranstaltungen selbst). Richtig gut! Und da Fernweh aktuell sicher nicht nur für mich ein Thema ist, könnte es in der kommenden Veranstaltung vor Beginn so bei uns im digitalen Raum aussehen:

Einstiegsfolie digitale Veranstaltung

Das Seminar motivierender starten.

Habt Ihr weitere Podcast-Tipps, Veranstaltungshinweise rund um Open Science oder Ideen für den Start und die Interaktion bei digitalen Veranstaltungen? Der Kommentarbereich (und natürlich auch mein Mail-Fach) freut sich immer über Beiträge 🙂

 

CC BY 4.0
Weiternutzung als OER ausdrücklich erlaubt: Dieses Werk und dessen Inhalte sind – sofern nicht anders angegeben – lizenziert unter CC BY 4.0. Nennung gemäß TULLU-Regel bitte wie folgt: Monatsnotiz März 2021 – besuchte Veranstaltungen, Podcasts hören und „besserer“ Start in digitale Treffen“ von Florian Hagen, Lizenz: CC BY 4.0. Der Beitrag steht auch als Markdown-, DOCX- und PDF-Datei zur Verfügung.
Schreibtisch Videokonferenz

Videokonferenzen mit BigBlueButton: Bedienung, Funktionen und Einblicke

Das von der tub. angebotene Bachelorseminar Wissenschaftliches Arbeiten wird auch dieses Semester komplett online über BigBlueButton (BBB) angeboten. Für bis zu 63 Teilnehmende hat sich die Open-Source-Lösung bereits in den vergangenen Semestern bewährt. Als Rückfall-Option für Ausfälle und technische Probleme steht Zoom zur Verfügung. Die Zugangsdaten für die Ausweichmöglichkeit werden Seminarteilnehmer:innen in so einem Fall über das StudIP-Forum der Veranstaltung zur Verfügung gestellt.

Die technische Einführung in einzelne Features von BBB findet Stück für Stück im Laufe des Seminars statt. Generell geht die Nutzung überwiegend selbsterklärend von der Hand. Da es aber mittlerweile so viele unterschiedliche Angebote für digitale Veranstaltungen gibt, kann schon leicht der Überblick über Möglichkeiten und Einschränkungen verloren gehen. Für alle Interessierten werden in diesem Beitrag einige wesentliche Funktionen, Möglichkeiten und Tipps für BBB möglichst einfach nachvollziehbar aufgeführt.

Konferenzraum – die Oberfläche

Beim Betreten eines Konferenzraumes in BBB ist zunächst anzugeben, ob am Meeting mit Mikrofon oder ohne Mikrofon teilgenommen wird. Letztere Wahl ermöglicht immer noch eine aktive Teilnahme, beispielsweise über die Chat- und Notizenfunktion, Umfragen und Statusabfragen. Wird Ersteres gewählt, so muss der Freigabe des Mikrofons zugestimmt werden. Es folgt ein Echotest, um die Funktionalität des Mikrofons zu überprüfen. Im Anschluss befindet man sich im Startraum von BBB, der sich zunächst in zwei Hauptbereiche unterteilt.

In der linken Spalte ist unter anderem die Teilnehmer:innen-Liste zu sehen. Hier ist also erkennbar, wer sich im Konferenzraum befindet. Im großen Fenster auf der rechten Seite befindet sich der „Inhaltsbereich“. Hier werden in der Regel Präsentationen, Bildschirmfreigaben und die Sprecher:innen angezeigt.

Die Oberfläche von BBB besteht aus zwei Hauptfenstern.

Die Oberfläche von BBB besteht aus zwei Hauptfenstern.

In der linken Spalte gibt es neben der Teilnehmer:innenliste noch die Optionen „Chat“ und „Geteilte Notizen“. Mit Klick auf diese Optionen öffnet sich die jeweilige Funktion neben der Teilnehmer:innen-Liste. Die komplette linke Spalte kann auch über einen Klick auf das Personen-Symbol ein- und ausgeklappt werden.

Funktionen wie Chat oder auch die komplette linke Seitenleiste können ein- und ausgeklappt werden.

Funktionen wie Chat oder auch die komplette linke Seitenleiste können ein- und ausgeklappt werden.

Das Inhaltsfenster (rechts) bietet ebenfalls einige individuelle Einstellmöglichkeiten. So kann unten rechts auf das Vollbild-Symbol („Präsentation zum Vollbild machen“) geklickt werden, um Sprecher:innen auszublenden und somit mehr der gerade besprochenen Inhalte zu sehen (z. B. lassen sich so vor allem Tabellen auf Folien so besser erkennen).

Das Inhaltsfenster kann über den Vollbildbutton angepasst werden.

Das Inhaltsfenster kann über den Vollbildbutton angepasst werden.

Am unteren Rand vom Inhaltsfenster haben alle Teilnehmer:innen die Möglichkeit, die Video- und Audiofreigabe sowie die Bildschirmfreigabe zu steuern. Mehr Details dazu gibt es in Kapitel E. Die Bildschirmfreigabe lässt sich alternativ auch über Tastaturkürzel (siehe Kapitel I, Tastaturkürzel) steuern.

Über das Zahnrad-Symbol haben Moderator:innen unter anderem die Möglichkeit Breakout-Räume einzurichten (mehr dazu in Kapitel H). Auch das Zurücksetzen von Statusangaben und die Stummschaltung einzelner Teilnehmer:innen ist hier als Funktion hinterlegt.

Die folgende Abbildung bildet die Funktionen in der Gesamtansicht ab, die im Folgenden besprochen werden:

Funktionsübersicht BBB

Übersicht der wesentlichen BBB-Funktionen, die im Folgenden besprochen werden.

A. Chat

Hier lässt sich mit allen Konferenzteilnehmer:innen, wie man es von anderen Chatoberflächen gewohnt ist, diskutieren. Im Rahmen des Seminars „Wissenschaftliches Arbeiten“ steht es den Studierenden offen, schriftlich oder über Mikrofon am Austausch teilzunehmen. Gibt es neue Aktivitäten im Chat, so werden diese über eine rote Markierung und die Anzahl der (neuen) Nachrichten hervorgehoben. Neben dem öffentlichen Chat können auch private Nachrichten über einen Klick auf die gewünschte Person verschickt werden.

B. Geteilte Notizen

Die geteilten Notizen eignen sich vor allem, um gemeinsame Protokolle zu erstellen. Im Rahmen des Seminars lässt sich hier aber auch gut die Agenda zur Orientierung festhalten. Auch eine Übersicht der im Rahmen der Veranstaltung anfallenden Fragen oder (klickbare) Links zu den jeweiligen Themen können hier schnell abrufbar bereitgehalten werden. Gerade für Notizen ist zu bedenken, dass diese mit Beenden der Sitzung gelöscht werden. Speichern also nicht vergessen! Hierfür kann neben Copy-and-Paste auch die Download-Option (Download-Symbol) genutzt werden. Bei dieser stehen unterschiedliche Dateiformate wie Etherpad, HTML, TXT oder Word zur Verfügung.

Für Notizen gibt es eine Speicheroption.

Für Notizen gibt es eine Speicheroption.

C. Teilnehmer:innen-Liste

Die Teilnehmer:innen-Liste dient in erster Linie der Übersicht, weist aber in der TU-Installation auch Zugang zu zwei weiteren Funktionen auf. So kann über Klick auf den eigenen Namen die Option „Status auswählen“ angeklickt werden. Hier lässt sich zwischen Optionen wie „Hand heben“, „Verwirrt“, „Glücklich“, „Daumen hoch“ oder „Daumen runter“ wählen.

Im Rahmen von Veranstaltungen lassen sich so kleinere Umfragen (Wie ist die Tagesform? Ist die Aufgabenstellung verständlich? Technikcheck) durchführen, die mit dem jeweiligen Icon beantwortet werden können.

Beim Start der Arbeit in unterschiedlichen Räumen (siehe Punkt H, Breakout-Räume) lässt sich über die Teilnehmer:innen-Liste auch sehen, ob der Beitritt in den zugeordneten Raum geglückt ist. Ebenfalls sichtbar ist hier, ob das Mikrofon freigegeben oder stumm geschaltet ist.

Raumstatus bei Breakout-Sessions.

Raumstatus bei Breakout-Sessions.

Für die Moderator:innen des Konferenzraums steht mit Klick auf die Namen der Teilnehmenden noch die Option „Teilnehmer:in stummschalten“/ „Stummschaltung aufheben“ zur Verfügung.

D. Präsentation und Video teilen

Moderator:innen haben die Möglichkeit über das „+“-Symbol („Aktionen“) und Auswahl von „Präsentation hochladen“ eine Präsentation oder auch andere Dokumente hochzuladen. Im Folgefenster wird das Upload-Symbol betätigt und die jeweilige Datei ausgewählt. Das Hochladen muss noch durch einen Klick auf den blauen „Hochladen“-Button bestätigt werden. In der Liste kann nun die jeweils benötigte Datei ausgewählt und über den Button „Bestätigen“ im Inhaltsfenster der Veranstaltung dargestellt werden. In der Liste lassen sich die Dateien zudem für den direkten Download im Originalformat freischalten. Freigegebene Dateien haben am unteren linken Rand des Inhaltsfensters ein Download-Symbol.

Es empfiehlt sich alle benötigten Dateien vor Veranstaltungsbeginn hochzuladen, da die Dokumentkonvertierung je nach Dateigröße und -anzahl einen Augenblick Zeit beanspruchen kann. Beim Hochladen werden Office-Dateien automatisch konvertiert (PDF). Hierbei hatte ich häufiger unschöne Formatierungsfehler in Foliensätzen (Powerpointformat), so dass ich meine Präsentationen vor dem Upload in BBB lokal in ein PDF konvertiere.

Gesteuert werden Folien, wie von anderen Videokonferenzanwendungen gewohnt, über die Pfeiltasten der Tastatur oder die klickbaren Pfeile der Softwareoberfläche. Da die hochgeladenen Dateien unabhängig vom Uploadformat als PDF dargestellt werden, können Animationen in Foliensätzen auf diesem Weg über BBB nicht dargestellt werden. Hier kann alternativ der Bildschirm geteilt und die Präsentation auf dem eigenen Rechner gestartet werden (siehe Kapitel E, Bildschirmfreigabe). Zu beachten ist hierbei der steigende Ressourcenverbrauch im Gegensatz zur datenoptimierten Möglichkeit des Vorab-Uploads.

Videos lassen sich ebenfalls über das „+“-Symbol teilen. Nach Wahl der Option „Externes Video teilen“ muss lediglich die Video-URL eingefügt werden.

E. Mikrofon- und Kamerafreigabe, Bildschirm teilen

Das zentral am unteren Rand des Inhaltsbereiches angeordnete Panel enthält einige wesentliche Funktionen für Videokonferenzen.

Mikrofon und Kamera

So lässt sich über das Mikrofon-Symbol das Mikrofon ein- und ausschalten. Die eigene Kamera lässt sich über das Kamera-Symbol aktivieren und deaktivieren.

Mikrofon- und Kamerafreigabe sowie das Teilen des Bildschirms erfolgen über ein zentrales Menü.

Mikrofon- und Kamerafreigabe sowie das Teilen des Bildschirms erfolgen über ein zentrales Menü.

Bildschirm teilen

Moderator:innen haben die Möglichkeit, den eigenen Bildschirm mit allen Teilnehmer:innen zu teilen. Dazu muss am unteren Rand des Inhaltsfensters auf das Monitor-Symbol („Bildschirm freigeben“) geklickt werden. Sollte diese Option nicht vorhanden sein, so muss am linken Rand vom Inhaltsfenster auf das Plus-Symbol geklickt werden, um zunächst den Präsentator:innen-Status zu aktivieren.

Dies kann der Fall sein, wenn es mehr als mindestens zwei Teilnehmer:innen gibt, denen Moderationsrechte zustehen (z. B. wenn eine Veranstaltung von mindestens zwei Verantwortlichen betreut wird).

Steht die Option „Bildschirm teilen“ nicht zur Verfügung, so muss zunächst der Präsentator:innen-Status aktiviert werden.

Steht die Option „Bildschirm teilen“ nicht zur Verfügung, so muss zunächst der Präsentator:innen-Status aktiviert werden.

Als Moderator:in gibt es auch die Möglichkeit, weiteren Teilnehmenden dieses Recht freizuschalten (Klick auf die freizuschaltende Person und Auswahl von „Zum Moderator befördern“).

Bildschirm von iOS-Geräten teilen

Es gibt die Möglichkeit Bildschirminhalte von Tablets und Smartphones (sowohl Android- als auch iOS-Geräte) im Rahmen einer BBB-Veranstaltung zu teilen. Veranschaulicht werden soll dies für die Kombination iPad/ iPhone zu Mac. Mit Zusatzanwendungen ist dies auch mit einem Windows-Rechner realisierbar.

Folgende Schritte sind notwendig:

  • iPad/iPhone per Kabel mit einem Mac-Rechner verbinden.
  • Quicktime-Player öffnen und unter „Ablage“ die Option „Neue Filmaufnahme“ wählen.
  • Der Quicktime-Player öffnet in der Regel ein Fenster mit dem Kamerabild der integrierten Rechnerkamera.
  • Am unteren Rand in der Mitte des Fensters ist ein Menü zu sehen (u. a. der rote Aufnahmeknopf), bei dem ganz rechts ein Pfeil-Symbol angeklickt werden kann.
  • Hier steht nun das verwendete iPad/iPhone als Alternativkamera zur Verfügung.
  • Das Fenster kann nun über die Funktion „Bildschirm teilen“ in einer BBB-Sitzung geteilt werden.

Denkbar ist im Rahmen unseres Seminars so z. B., dass eine praxisnahe Vorstellung von Apps, die das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten unterstützen können, abseits einer Folienpräsentation erfolgen kann. Konkret kann also beispielsweise nicht nur über die iOS-App der Literaturanwendung Zotero im Rahmen eines Foliensatzes gesprochen werden, sondern ein gemeinsamer Blick auf Funktionen im Plenum erfolgen. Studierende haben so zunächst ohne eigene Installation die Möglichkeit Potentiale für die eigenen Arbeitsgewohnheiten abzuschätzen.

Am besten funktioniert das Teilen von Tablet/Smartphone-Bildschirmen (gefühlt) dann, wenn vor Beginn der Videokonferenz die oben aufgeführte Einrichtung der zweiten Kamera durchgeführt wird.

F. Umfragen

Moderator:innen haben die Möglichkeit eine Umfrage zu starten. Dazu kann nach Klick auf das „+“-Symbol die Option „Umfrage starten“ betätigt und aus einer Option von Antwortmöglichkeiten gewählt werden. Die Umfragemöglichkeiten sind recht eingeschränkt, das Erstellen einer individuellen Fragestellung ist z. B. nicht möglich.

Die Frage selbst kann mündlich gestellt werden. Ich nutze in unserem Seminar zur Visualisierung bevorzugt Folien mit der jeweiligen Fragestellung und den dazugehörigen Antwortmöglichkeiten. Ist die Folie aufgerufen, wird die Umfrage mit den passenden Antwortoptionen gestartet. Die Moderator:innen bekommen angezeigt wie viele Veranstaltungsteilnehmer:innen abgestimmt haben. Sobald ich als Moderator die Umfrageergebnisse für alle sichtbar schalten möchte, wird der Button „Umfrageergebnisse veröffentlichen“ angeklickt.

G. Whiteboard

Das Whiteboard kann ebenfalls zum aktiven Austausch genutzt werden. Im Seminar finde ich diese Möglichkeit unter anderem für folgende Einsatzzwecke ansprechend:

  • Rückmeldemöglichkeit/Stimmungsbarometer (Wie empfanden Sie die heutige Veranstaltung?),
  • Selbsteinschätzung (Offene Fragen zum Thema),
  • Informationssammlung (u. a. Meinungen oder Ideen).

Dokumente können mit den Annotationsmöglichkeiten der Whiteboardfunktion von BBB ebenfalls gemeinsam bearbeitet werden. Um diese für alle Konferenzteilnehmer:innen freizugeben muss über das Menü am rechten Bildschirmrand des Inhaltsfensters der „Mehrbenutzermodus“ mit Klick auf das – wie ein Diagramm anmutende – Symbol erfolgen. Form- und Text-Werkzeuge lassen sich nun über das Hand-Symbol („Werkzeuge“) aktivieren und nutzen.

Das Whiteboard kann bspw. als Stimmungsbarometer genutzt werden.

Das Whiteboard kann z. B. als Stimmungsbarometer genutzt werden.

Schön wäre sowohl für die Umfrage- als auch Whiteboardfunktion in BBB eine Speichermöglichkeit wie bei Chats und Notizen. Ohne diese lassen sich Umfragen und gemeinsame Whiteboards aktuell nur per Screenshot sichern.

H. Breakout-Räume/ Gruppenarbeit

Aktuell können mit der TU-Installation bis zu zehn Breakout-Räume eingerichtet werden. Auch Videokonferenzen mit BBB müssen also nicht als Frontalveranstaltung durchgeführt werden. Die Gruppenarbeitsräume lassen sich über einen Klick auf das Zahnrad neben der Teilnehmer:innen-Liste einrichten. Hier gibt es die Option „Breakout-Räume erstellen“. Zur Verfügung stehende Optionen bei der Einrichtung sind unter anderem die Anzahl der Räume, die Laufzeit der Breakout-Sessions und die automatische oder manuelle Zuordnung der Teilnehmer:innen.

 

Für die Einrichtung von Gruppenräumen gibt es in BBB einige Optionen.

Für die Einrichtung von Gruppenräumen gibt es in BBB einige Optionen.

Die im Hauptraum aufgerufene Folie ist auch in den jeweiligen Breakout-Räumen zu sehen. Aufgabenstellungen können so also zentral für alle sichtbar festgehalten werden. Unpraktisch wird es allerdings, wenn im Rahmen der Aufgaben bereitgestellte Internetlinks für die Bearbeitung besucht werden sollen. Das Abschreiben dieser kann erspart werden, wenn vorher im Hauptraum z. B. ein Sammeletherpad „verteilt“ wird, das Links zu den einzelnen Gruppenpads enthält (hier kann die Aufgabenstellung samt der benötigten Links bereitgestellt werden).

Auch eine nachträgliche Zuordnung in Breakout-Räume ist möglich. Dies kann beispielsweise nötig sein, wenn der Beitritt durch technische Probleme nicht erfolgen konnte oder auch Nachzügler:innen zu einer Veranstaltung dazustoßen. Hierfür müssen Moderator:innen die folgenden Schritte ausführen:

  • Klick auf das Zahnradsymbol neben der Teilnehmer:innen-Liste und Auswahl der Option „Gruppenraumeinladung“.
  • Im nun geöffneten Dialogfenster wird eine Person ausgewählt und dem gewünschten Raum zugeordnet (die aktiven Raumteilnehmer:innen werden hier nicht angezeigt).
  • Mit einem Klick auf den blauen „Einladen“-Button oben rechts sollte nun eine erneute Einladung für den Beitritt in eine Breakout-Session bei der ausgewählten Person eintreffen.
  • In der Teilnehmer:innen-Liste lässt sich sehen, wer in welchem Raum aktiv ist.

Falls in den Breakout-Räumen mit der Notizfunktion von BBB gearbeitet wird, so sollte auch hier unbedingt an das Kopieren der Ergebnisse gedacht werden, da mit Beendigung der Breakout-Session alle Daten in den Räumen gelöscht werden.

I. Tastaturkürzel

Im Beitrag zu Zoom gab es den Tipp, die vielen Möglichkeiten für selbst festlegbare Tastaturkürzel zu nutzen. Auch BBB verfügt über – allerdings nicht individuell verstellbare – Tastenkombinationen. Eine Übersicht lässt sich über das „…“-Symbol am oberen rechten Bildschirmrand und Klick auf „Tastaturkürzel“ abrufen.

Möglich ist unter anderem das Aufrufen und Ausblenden von Chats oder Teilnehmer:innen-Listen sowie Start und Stopp des eigenen Audios.

Weitere Tipps

Durch eigene Erfahrungen und Hinweise von Kolleg:innen sollten zudem noch einige Punkte bei der Nutzung von BBB berücksichtigt werden.

Welcher Browser?

Vor allem die Nutzung von Chromium (Open-Source-Variante von Chrome) oder, falls vorhanden, Google Chrome sind zu empfehlen. Persönlich liefen sowohl Firefox (Version 87.0) und Safari (Version 14.0.3) bislang überwiegend zuverlässig. Ton- und Bildprobleme wurden hier allerdings ab und an festgestellt (z. B. war die Aktivierung des Mikrofons oder der Bildschirmteilung nicht möglich). Auch eine Rückkehr aus Breakout-Räumen in den Hauptraum kann in Einzelfällen unabhängig vom Browser fehlschlagen. In so einem Fall hilft nur ein komplett neuer Beitritt in die BBB-Veranstaltung. 

Bildschirmteilung nicht möglich (macOS)?

Ein nach wie vor aktuelles Problem betrifft vor allem Mac-User:innen (geprüft unter macOS Big Sur 11.2.3) bei der Bildschirmteilung. Diese funktioniert mit Safari meist nicht. Wenn Chrome oder Firefox genutzt werden, so kann es auch hier zu Fehlermeldungen kommen. Die Bildschirmfreigabe für den jeweiligen Browser muss in den Einstellungen des Betriebssystems (aktuell: „Systemeinstellungen“ > „Sicherheit“ > „Bildschirmfreigabe“) erlaubt werden.

Was kann bei Übertragungsproblemen getan werden?

Bei Überlastungen (vor allem zu Beginn des ersten digitalen Corona-Semesters im März und April 2020 war dies bemerkbar) empfiehlt sich das Ausschalten der Videos, die gerade nicht zwingend für die Veranstaltung erforderlich sind (wenn gerade ein Folieninput erfolgt, könnten also die Videos der Zuhörer:innen zunächst deaktiviert werden). Dieses Problem ist bei mir im Praxisbetrieb allerdings schon länger – auch mit aktivierten Videos – nicht mehr aufgetreten, so dass ich mich immer freue, wenn die oft erwähnte stumme, dunkle Wand zumindest technisch nicht erforderlich ist. Interessant in diesem Zusammenhang ist übrigens auch die Idee einer „künstlichen“ Zuhörerschaft von Matthias Magdowski, die er in diesem Beitrag zum 01. April skizziert.

Gibt es noch weitere nützliche Tipps oder Fragen zur Nutzung von BBB? Kommentare sind wie immer gerne gesehen 🙂

 

CC BY 4.0
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