Illustration der Zugänglichmachung von Wissen

Mit 7 Tipps zu barrierearmen Powerpointfolien

Für viele Menschen ist es schwierig oder gar nicht möglich, Inhalte von Dokumenten gut zu erkennen. Ein Grund können unterschiedliche Beeinträchtigungen des Auges sein (bspw. Farbenblindheit). Oftmals fällt in diesem Zusammenhang der Begriff „Barrierefreiheit“. Letztere bedeutet, dass u. a. Gegenstände oder Medien so gestaltet sind, dass sie von allen Menschen unabhängig von einer Behinderung ohne Einschränkungen genutzt werden können. Zum Teil wird anstelle von „barrierefreien“ Inhalten auch von „barrierearmen“ Inhalten gesprochen. Fortan wird letzterer Begriff auch in diesem Beitrag überwiegend verwendet, da trotz aller Bemühungen meist nicht alle Hindernisse behoben werden können.

Gedacht wird beim Thema Barrierearmut nicht selten zunächst an technische Möglichkeiten bei der Umsetzung bzw. Nutzung von Webseiten. Hier spielen Kontraste, Schriftgrößen oder Optionen für Screenreader eine Rolle. Vergessen wird dabei häufig, dass dieses Thema auch viele weitere Inhalte und Kommunikationsmittel im Alltag abseits von Webseiten betrifft. Ob E-Mails, Tools zur Online-Kommunikation oder Präsentationen: Mit wenigen kleinen Maßnahmen lassen sich auch diese Inhalte ohne großen Aufwand verständlicher gestalten. Nachfolgend soll dies am Beispiel von Powerpointfolien mit Hilfe von sieben Tipps verdeutlicht werden.

Illustration der Zugänglichmachung von Wissen
Auch Powerpoint-Folien können von Barrieren befreit werden (Abbildung: „Accessible Knowledge“ von Kati Szilágyi for Wikimedia Deutschland e.V., Lizenz: CC-BY-SA-4.0)

Powerpoint dient in diesem Beitrag als Beispiel, da sich das Programm als Präsentationssoftware durchgesetzt hat und selbst abseits von Lehr-Lernkontexten in Hochschulen und Schulen nahezu überall eingesetzt wird. Zudem hat Powerpoint je nach Version bereits einige nützliche Funktionen eingebaut, die bei der barrierearmen Gestaltung unterstützen. Die Umsetzung ist nicht schwer und bietet auch für Personen ohne Beeinträchtigung durchaus einen Mehrwert. Viele der sieben Tipps für die Erstellung zugänglicherer Powerpoint-Inhalte lassen sich auch auf andere Programme übertragen.

Tipp 1: Eine „barrierefreie“ Designvorlage von PowerPoint verwenden

Bei PowerPoint kann gezielt nach „barrierefreien“ Foliendesigns gesucht werden (Datei > Neu > „barrierefrei“ eintippen > das Design, das gefällt auswählen). Es gibt viele verschiedene Designvorlagen zu vielen verschiedenen Themen. Außerdem hat man so bereits eine gute Grundlage und kann das entsprechende Foliendesign mit ein paar Mausklicks schnell und ohne großen Aufwand verwenden. Hier sind viele der Tipps bereits beherzigt und es hilft bei der Erstellung.

In Powerpoint lassen sich „barrierefreie“ Folienvorlagen suchen (Screenshot nicht unter freier Lizenz)

Tipp 2: Lesereihenfolge manuell festlegen und überprüfen

Häufig wird die Lesereihenfolge vom Programm automatisch so festgelegt, wie die Objekte auf einer Seite angelegt wurden. Dies macht nicht unbedingt immer Sinn, wenn die entsprechenden Folien von einem Bildschirmleseprogramm vorgelesen werden.

Besser ist es, die fertigen Folien noch einmal auf die korrekte Lesereihenfolge zu überprüfen und ggf. die Reihenfolge der Objekte anzupassen. Dann kann das Leseprogramm die Seite von oben nach unten in korrekter Logik so vorlesen, wie es auch sehende Personen lesen würden. Einer möglichen Verwirrung wird somit vorgebeugt.

Lesereihenfolge in Powerpoint
In Powerpoint lässt sich die Lesereihenfolge überprüfen (Screenshot nicht unter freier Lizenz)

Um die Lesereihenfolge überprüfen zu können, öffnet man bei der 365-Version von Office den Reiter „Überprüfen“ und wählt dort die Barrierefreiheitsprüfung aus. Dort lässt sich der Punkt „Lesereihenfolgebereich“ auswählen und man bekommt an der rechten Seite die Reihenfolge angezeigt, in der jede Folie gelesen werden würde. Dort lässt sich die Reihenfolge auch sehr leicht ändern.

Hierbei kann vor allem auch helfen, das vorgegebene Titelfeld der Folien als solches zu nutzen und kein eigenes Eingabefeld einzufügen. Wenn das Feld als Titelfeld definiert ist, kann es sehbeeinträchtigen Personen bei der Navigation durch die Präsentation helfen, da es als Orientierung durch den Foliensatz dient.

Microsoft-Hilfe: Lesereihenfolge festlegen

Tipp 3: Bilder mit aussagekräftiger Bildunterschrift und Alternativtext

Wenn in Präsentationen verwendete Bilder nicht erkannt werden können, ist es schwierig, die Aussagekraft dahinter zu beurteilen. Deshalb sollten Abbildungen möglichst mit einem prägnanten Alternativtext belegt werden, um sehbeeinträchtigte Menschen bzw. Personen mit Leseprogramm die Möglichkeit zu geben, diese im Kopf visualisieren zu können. Eine kurze Beschreibung des Bildes, seiner Absicht und das, was an dem Bild wichtig ist, reicht hier bereits aus.

  • Beim Einfügen eines Alternativtextes gibt es auch die Möglichkeit, einen Titel einzufügen. Diese Möglichkeit sollte nur genutzt werden, wenn der eingefügte Alternativtext sehr lang ist. Außerdem sollte darauf verzichtet werden, hier den identischen Text einzufügen, der als Alternativtext bereits verwendet wurde. Wenn Titel und Alternativtext denselben Text enthalten, wird dieser doppelt vorgelesen, ohne seine Aussagekraft zu vergrößern.
  • Ab der Officeversion von 2019 können Bilder auch als „Dekoration“ gekennzeichnet werden. Dies sollte man tun, wenn die eingefügten Abbildungen lediglich der visuellen Gestaltung dienen. Personen mit Bildschirmleseprogrammen wird somit signalisiert, dass keine wichtigen Informationen fehlen. Hierzu öffnet man den Reiter „Überprüfen“ und das Feld „Barrierefreiheitsprüfung“. Dort kann man den Punkt „Alternativtext“ auswählen. Sollte ein genutztes Foto keinen inhaltlichen Kontext haben, gibt es hier auch die Möglichkeit, das Kästchen mit „Als dekorativ markieren“ auszuwählen. So wird das Bild vom Leseprogramm ignoriert.
Bild als dekoratives Element markieren
In Office 2019 und neueren Versionen lassen sich Abbildungen als dekorative Elemente markieren (Screenshot nicht unter freier Lizenz)

Leseprogramme können häufig auch Linklisten durchsuchen. Hier ist es hilfreich, wenn die einzelnen Links zusätzlich mit einer „QuickInfo“ belegt sind. Dies sind kleine Fenster, in denen ein beschreibender Text angezeigt wird, sobald mit dem Mauszeiger auf einen Link gezeigt wird. So kann eingeschätzt werden, was sich hinter den einzelnen Links verbirgt, ohne jeden einzeln anklicken zu müssen. Der Hyperlink alleine ist in den wenigsten Fällen aussagekräftig und trifft keine Aussage über den Inhalt der Webseite.

Um eine QuickInfo für einen Link zu hinterlegen, wählt man den Link aus, macht einen Rechtsklick mit der Maus und wählt „Link bearbeiten“. Es öffnet sich ein Feld und man hat oben Rechts die Möglichkeit, eine QuickInfo zu hinterlegen. Diese wird dann ebenfalls angezeigt, wenn man mit der Maus über den entsprechenden Link fährt. Hier ist es ebenfalls sinnvoll, einen möglichst prägnanten Text einzugeben.

Tipp 4: Neben Farben weitere Möglichkeiten für inhaltliche Bewertung nutzen

Von einigen Menschen können gewisse Farben oder Farbkontraste nicht richtig erkannt werden und es fällt ihnen u. a. schwer, in einzelnen Diagrammen die Torten- oder Balken-Formen zu unterscheiden. Hilfreich ist es hier, diesen Formen neben unterschiedlichen Farben auch unterschiedliche Muster zuzuordnen. Hilfreich ist dies auch, wenn man sich die Folien später bspw. in schwarz-weiß ausdrucken möchte und aufgrund der fehlenden Farben eine andere Möglichkeit der Unterscheidung benötigt.

  • Um zu überprüfen, ob die Folien auch für farbenblinde Menschen identifizierbar sind, kann in Powerpoint unter „Ansicht – Graustufe“ das gesamte Design auf Graustufen umgestellt werden – so lässt sich leicht prüfen, ob einzelne Aspekte noch unterscheidbar sind. Wie in dem angefügten Beispiel lassen sich die Balken farblich nicht länger unterscheiden.
  • Balkendiagramm mit Farben
  • Balkendiagramm in Grautönen

Tipp 5: Farbkontrast und Schriftart

PowerPoint-Folien sollten generell nicht mit zu viel Text gestaltet werden. Dies ist auch bei barrierearmen Folien wichtig. Zudem ist für gute Lesbarkeit der beste Weg, einen Schriftgrad von 18 pt. (oder größer) und eine serifenlose Schriftart wie Arial oder Calibri zu verwenden. Serifenlos bedeutet hier, dass möglichst wenig Schnörkel an den einzelnen Buchstaben vorhanden ist. So können die Folien auch in den hinteren Reihen und gerade von Personen mit Sehbeeinträchtigung möglichst gut gesehen werden. Auch bei Text sollte darauf geachtet werden, dass wichtige Informationen nicht ausschließlich durch Farbe, sondern möglicherweise zusätzlich durch Unterstreichungen gekennzeichnet werden sollten.

Zudem sollte auf die entsprechenden Farbkontraste zwischen Text und Hintergrund geachtet werden.

Beispielsweise:

… weiße Schrift auf möglichst dunklem Hintergrund

…alternativ: schwarze Schrift auf weißem oder sehr hellem Hintergrund

Hier hilft die Regel: je geringer der Kontrast, umso schwieriger ist es, den Text zu entziffern und zu lesen. Je höher der Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund, desto besser ist die Schrift am Ende lesbar. An dieser Stelle können die Designvorschläge von PowerPoint unterstützen. Dort sind häufig schon entsprechende Kontraste eingestellt.

Tipp 6: Gendern – ein Problem

Von vielen Leseprogrammen wird das Gendersternchen wie auch der Doppelpunkt als solches wörtlich ausgesprochen.

Beispiel:

  • (Dozent – Sternchen – innen).

Dies stört natürlich das Zuhören und ist nicht förderlich für das Verstehen des Vorgelesenen. Die TUHH und auch der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. empfehlen, das Gendersternchen zu nutzen, da dies die meist verwendete Form ist und somit möglicherweise im Leseprogramm zum Vorlesen ausgestellt werden kann. Zudem bildet das Gendersternchen insgesamt die größte Geschlechtervielfalt ab. Generell ist eine erstrebenswerte Lösung, möglichst Wörter zu finden, die ohne Genderstern oder Doppelpunkt auskommen und hierbei zeitgleich kein Geschlecht ausschließen („Unternehmen“ statt „Arbeitgeber“ – „Studierenden“ statt „Studenten“). Hier kann möglicherweise auch ein Wörterbuch zur genderneutralen Sprache Abhilfe schaffen, wenn kein geeignetes Wort einfallen möchte.

Tipp 7: „Barrierefreiheitsprüfung“ von Microsoft

Ein letztes Mittel, um sicher zu sein, dass die erstellten Folien möglichst barrierearm sind, ist die „Barrierefreiheitsprüfung“ von Microsoft. Die Folien werden hier noch einmal abschließend auf Barrieren überprüft. Zudem werden Schwachstellen, die einem möglicherweise im Vorfeld nicht aufgefallen sind, noch einmal aufgelistet. So bietet sich hier dann die Möglichkeit, diese noch einmal zu ändern, wenn das Verständnis der Folien dies zulässt. In der Version von 2016 kann man die Barrierefreiheitsprüfung am einfachsten oben in die Suchleiste eingeben, um die einzelnen Folien prüfen zu lassen.

In neueren Versionen ist die Barrierefreiheitsprüfung über den Reiter „Überprüfen“ und dann „Barrierefreiheitsprüfung“ zu finden. Es öffnet sich an der rechten Seite eine Spalte, in der angezeigt wird, wenn etwas nicht barrierearm sein sollte. Microsoft gibt zudem auch gleich Änderungsvorschläge vor, um die Hürden möglichst schnell korrigieren zu können, wenn man den kleinen Pfeil öffnet, der neben den einzelnen Objekten zu sehen ist.

Ergebnis Barriereueberpruefung
Die Ergebnisse der Überprüfung von Barrieren werden in Powerpoint am rechten Bildschirmrand angezeigt (Screenshot nicht unter freier Lizenz)

Sollte noch mehr Hilfe nötig sein, kann man auf der Microsoft-Hilfe-Seite die Barrierefreiheitsprüfung aktivieren.

Habt Ihr weitere Tipps, Anregungen oder Informationen zu barrierearmen Materialien? Teilt diese doch gerne über die Kommentarfunktion.


Über die Autorin:

Frauke Wienert arbeitet seit September 2022 als Bibliothekarin in der Abteilung der Medienbearbeitung der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Hamburg. Sie hat Bibliotheks- und Informationsmanagement an der HAW Hamburg studiert und währenddessen unter anderem für die Helmut-Schmidt-Universität sowie für das Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen der Uni Hamburg gearbeitet. Hier hat sie bereits Workshopmaterialien zum Thema „Barrierefreiheit“ zusammengestellt.


CC BY 4.0
Weiternutzung als OER ausdrücklich erlaubt: Dieses Werk und dessen Inhalte sind – sofern nicht anders angegeben – lizenziert unter CC BY 4.0. Nennung gemäß TULLU-Regel bitte wie folgt: Mit 7 Tipps zu barrierearmen Powerpointfolien von Frauke Wienert, Lizenz: CC BY 4.0. Der Beitrag und dazugehörige Materialien stehen auch im Markdownformat und als PDF zum Download zur Verfügung.
Schriftzug Monatsnotiz

Monatsnotiz für die Monate Januar bis Mai 2022 – Wissenschaftliches Arbeiten, Open Access, Tweets

Nach Monatsende schreibe ich gerne auf, was mich in den vergangenen Wochen arbeitstechnisch beschäftigt hat. Diese Monatsnotiz kommt nun mit ordentlicher „Verspätung“ und deckt gleich die Monate Januar bis Mai 2022 ab. Ich versuche dennoch, mich knapp zu fassen 🙂 .

Wissenschaftliches Arbeiten

Zu unserem Bachelorseminar „Wissenschaftliches Arbeiten“ habe ich schon öfter geschrieben. Hier gibt es für Studierende der TUHH die Möglichkeit, im Rahmen des Nichttechnischen Angebots (NTA) praktische Erfahrungen bei vielen Schritten des wissenschaftlichen Arbeitens zu sammeln. Neben theoretischen Inputs zu Themen wie Ideenfindung, Recherche, Schreiben, Lesen und Präsentieren werden diese im Rahmen einer abschließenden Hausarbeit auch praktisch „erlebt“. Die letzte Veranstaltung unseres Seminars im Wintersemester 2021/2022 fand am 27.01.2022 statt. Der Abgabeschluss der wissenschaftlichen Hausarbeit ist immer einige Tage später. In der Regel benötigen mein Kollege Detlev Bieler und ich für die Feedbacks zu den Arbeiten je nach Anzahl der Abgaben zwischen vier und sechs Wochen, was auch dieses Jahr der Fall war. Schön war einmal mehr die Themenvielfalt. So drehten sich die Ausarbeitungen u. a. um folgende Themen:

  • Benotungssysteme in der Schule,
  • Elektromobilität,
  • Ernährungsverantwortung,
  • Gesundheitsüberwachung mit smarten Geräten,
  • Literaturkonsum,
  • Mediale Repräsentation von Minderheiten,
  • Nachhaltigkeit bei Lieferdiensten,
  • Perspektivische Einbindung von Online-Unterricht in den Studienalltag,
  • Umgang mit Mikroplastik,
  • Wildcampen.

Gefreut habe ich mich auch, dass es von den Studierenden dieses Semester einige Rückmeldungen und Nachfragen zu den Feedbacks gab. Ich verstehe absolut, wenn dies im Studierendenalltag bei all den Fristen und Prüfungen nicht immer gemacht wird. Umso schöner war es, dieses Semester quasi Feedbacks zum Feedback zu bekommen. Viele Studierende haben sich dieses – bzw. vergangenes – Semester auch dazu entschieden, über Stud.IP (Studienbegleitender Internetsupport von Präsenzlehre) eigene Texte mit den anderen Seminarteilnehmer:innen zu teilen. Hier könnte ich mir vorstellen, dass dies zukünftig auch eine gute Gelegenheit ist, um Peer Feedbacks – vielleicht als Vorversion der endgültigen Abgabe – auszuprobieren. Das Seminar ist mit Vorlesungsbeginn am 01. April auch bereits ins aktuelle Sommersemester (2022) gestartet.

Wissenschaftliches Arbeiten war in den vergangenen Wochen und Monaten aber nicht nur Thema im Rahmen unseres Seminars. So konnten mein Kollege Detlev Bieler und ich u. a. im Rahmen der Vorlesung „Einführung in die VT/BioVT“ über einige Kernaspekte des wissenschaftlichen Arbeitens sprechen und eine Art offene Schreibwerkstatt anbieten. Auch im Rahmen des Projektierungskurses (hierzu hat Thomas Hapke auch einiges aufgeschrieben) durften wir im Grunde einen sehr stark komprimierten „Ausschnitt“ aus unserem Bachelorangebot einbringen. Das es aus diesen Veranstaltungen heraus auch Anfragen zu unserem „vollen“ Bachelorangebot gab, werte ich dies einfach mal als ein gutes Zeichen 🙂 .

Veranstaltungen mit eigener Beteiligung

Eine Veranstaltungsreihe, an der ich auch im Jahr 2022 beteiligt war, ist die Werkzeugkiste „Collect, Write, Publish“ (CWP). In Kurzworkshops geht es um Werkzeuge für den Forschungsprozess, die für Promovierende an der TUHH relevant sind. Die neun Termine umfassten nachfolgende Themen bzw. Titel:

  • #1 Auf der Suche nach der Nadel im Heuhaufen – Fachinformation finden
  • #2 Kein Chaos, kein Vergessen, kein Plagiat – besser schlafen dank Literaturverwaltung
  • #3 Open Up! Forschung sichtbar machen mit Open Access
  • #4 Die richtige Zeitschrift für die Karriere
  • #5 Forschungsdatenmanagement: Mehr als Speichern
  • #6 Die Digitale Identität als Wissenschaftler:in
  • #7 Coole Tools für die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre
  • #8 Open Science in Practice at TUHH: Experiences in Projects, Research and Teaching
  • #9 Urheberrecht in Forschung und Lehre

Zu den Terminen 1 bis 3, an denen ich selbst als Teilgebender beteiligt war, sowie allen anderen Terminen stehen die Folien über die CWP-Seite offen zur Verfügung.

Gefreut habe ich mich darüber, etwas zum Thema Open Access im Rahmen des 80. Bibliotheksausschusses am 11.05.2022 an der TUHH einbringen zu dürfen. Neben der eigentlichen Open-Access-Transformation und den dazugehörigen Herausforderungen im Arbeitsalltag (u. a. Monitoring, Umgang mit Mischfinanzierungen und steigenden Article Processing Charges) ging es um den erfolgreichen DFG-Antrag (Open-Access-Publikationskosten 2022-2024) der TUHH, den Publikationsfonds sowie Open-Access-Ausgaben und -Planungen. Leider konnte ich daher nicht an der parallel stattfindenden Veranstaltung „Wissenschaft trifft Verwaltung“ teilnehmen. Hier stellten unterschiedliche Organisationseinheiten der TU-Verwaltung Themen und Services in kurzen Impulsvorträgen vor, bevor es im Anschluss gemeinsam mit Vertreter:innen der Professorenschaft in den weiteren Austausch an Thementischen ging. Auch mit all den digitalen Möglichkeiten (oder gerade deshalb?) kommt es selbst im Jahr 2022 also immer mal wieder zu unumgänglichen Terminüberschneidungen.

Toll fand ich auch die Einladung in den Bachelor-Wahlkurs „Wissenschaftliches Publizieren“ von Prof. Christine Gläser an der HAW Hamburg. Hier haben meine Kollegin Isabo Schick und ich als Teil des Open Access Teams der TU-Bibliothek versucht, einen kompakten Praxiseinblick in unseren Open-Access-Arbeitsalltag zu geben. Es war schön, auch einfach mal wieder meine alten Lernräume aus dem Studium zu sehen, wenn dieses Mal auch nur virtuell 🙂 . Zum Einstieg bei unserem Praxiseinblick ging es zunächst allgemein um Open Access an der TUHH (DFG-Förderung, Transformationsverträge und Zweitveröffentlichungen über TORE), bevor wir grob strukturiert über folgende Punkte gesprochen haben:

  • Beratungstätigkeiten (sehr unterschiedliche Themen von Urheberrecht, über Open-Access-Grundlagen bis hin zu konkreten Finanzierungsfragen),
  • Services und Serviceentwicklung (u.a. Webseitenpflege und -erweiterung, Veranstaltungsarbeit sowie Workflow-Entwicklung),
  • Kommunikation & Vernetzung (u.a. Teilnahme und Einbringung bei verschiedenen Veranstaltungen und Erprobung eigener Konzepte).

Besuchte Veranstaltungen

Dadurch, dass ich jetzt doch ein längeres Monatznotiz-Päuschen gemacht habe, haben sich natürlich so einige Veranstaltungen angehäuft. Eigentlich habe wirklich überall etwas für mich und die Arbeit mitgenommen. So war ich u. a. bei der Schulung „Urheberrecht in Bibliotheken“ (07.04.2022) von Ina Kaulen (SUB Hamburg), bei der es nach einem allgemeineren Rundumschlag zum Urheberrecht konkret um Bibliotheken im Kontext des Urheberrechtes ging (urheberrechtlich relevante Nutzung des Bestandes, Schrankenregelungen sowie speziell die „Bibliotheksschranke“ in Form von § 60e UrhG). Speziell für unser Fachreferat habe ich zudem am „Train-the-Trainer-Workshop für Fachreferenten*innen der STM-Fächer – Multiplikator*innen für einen offene Wissenschaft“ (11. und 12.05.2022) teilgenommen. Spannend fand ich hier neben dem eigentlichen Grundlagen-Training (Foliensatz offen verfügbar über Zenodo) vor allem auch den inhaltlichen Input zum Thema Diamond-Open-Access (Publikationen können weltweit kostenlos gelesen werden und auch für Autor:innen fallen keine Publikationskosten an). Bei Letzterem wurde auch eine Publikationsliste zur Diamond-Open-Access-Landschaft in Deutschland angekündigt, die mittlerweile erschienen ist.

Etwas mehr Schreiben werde ich an dieser Stelle allerdings „nur“ zum Open Access Barcamp 2022, da ich mir hier umfassendere Notizen gemacht habe, in die ich auch die vergangenen Tage nochmals vermehrt einen Blick geworfen haben.

Open Access Barcamp 2022

Am 28. und 29. April bot das Open Access Barcamp wieder reichlich (virtuellen) Platz für einen offenen Austausch rund um Open Access. Wie im vergangenen Jahr wurde die Veranstaltung wieder mit Gather.town (siehe Monatsnotiz April/ Mai 2021) umgesetzt. Schön fand ich auch dieses Jahr, dass sich neben dem Socializing während der Veranstaltung auch wieder einige (virtuelle) Verabredungen mit Kolleg:innen ergeben haben, um später gemeinsam weiter zu dem einen oder anderen Thema zu grübeln.

Eine Übersicht der Sessions – die auch in der Barcampdokumentation enthalten ist:


Sessionübersicht des Open Access Barcamps 2022 (Screenshot „Sessionübersicht“ nicht unter freier Lizenz)

Zu den Sessions 1 bis 4 habe ich nachfolgend meine Notizen zusammengefasst. Ein Klick auf den jeweiligen Sessiontitel klappt den dazugehörigen Text aus. Weiteres zum Barcamp kann auch noch über das Hashtag #OABarcamp22 auf Twitter und im PDF-Export des Miro-Whiteboards der Veranstaltung gelesen werden.

Session 1: „Kurzvorstellung der Studie »Wirkungen von OA«“ (David Hopf)

David Hopf (TIB Hannover) gab im Rahmen des Open Access Barcamps einen Einblick in das Vorgehen und einige wesentliche Ergebnisse der Studie „Wirkungen von Open Access. Literaturstudie über empirische Arbeiten 2010-2021“. Die TIB arbeitete an dieser im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Zu Beginn gab es einen Überblick über das methodische Vorgehen. In der Recherchephase für die Datengrundlage wurde zunächst über eine offene Suchanfrage in Angeboten wie Dimensions, LISTA (Library, Information Science & Technology Abstracts), Scopus und Web of Science recherchiert. Mehr als 7.000 Studien wurden dabei laut David Hopf gesammelt, die im Anschluss nach und nach gefiltert wurden. Der finale Datenkorpus umfasste letztlich etwas mehr als 300 Studien. Diese wurden thematisch in Wirkungsfelder (bspw. „Aufmerksamkeit in der Wissenschaft“, „Wissenstransfer“ oder „Nutzung von Publikationen“) gruppiert, bevor eine Auseinandersetzung mit den zentralen Studien des jeweiligen Bereiches erfolgte. Weitere Informationen zum methodischen Vorgehen können der veröffentlichten Studie auf den Seiten 6 bis 8 entnommen werden.

Im Anschluss an den Methodik-Teil stellte David Hopf einige Ergebnisse der Studie vor, die in vier Kategorien unterteilt wurden:

  • Positive Wirkung,
  • Negative Wirkung,
  • Vermutete Wirkung,
  • Keine Wirkung.

Zu den positiven Auswirkungen von Open Access gehört der untersuchten Literatur nach, dass OA-Publikationen höhere Downloadzahlen aufweisen. Zudem könne ein erhöhter Wissenstransfer ausgemacht werden (nicht-wissenschaftliche Dokumente verweisen öfter auf Open-Access-Publikationen). Auch eine höhere Diversität der Nutzenden von Open-Access-Publikationen gegenüber traditionell publizierten Medien wurde von David Hopf angesprochen. Die Studie zeigt bzgl. dem Forschungsstand zudem, dass bspw. kein Unterschied zwischen der Qualität von Open-Access- und Closed-Access-Publikationen festgestellt werden konnte (Kategorie „Keine Wirkung“).

Überraschend ist das Ergebnis zum oftmals erwähnten Zitationsvorteil von Open-Access-Publikationen. Die empirische Literatur kann nicht eindeutig einen Open-Access-Zitationsvorteil bestätigen. Zwar wird dieser auch in den meisten empirischen Studien aufgeführt, aber mehr als 30 % der untersuchten Studien konnten keinen Vorteil finden. Ein Punkt, der auch im gemeinsamen Austausch im Anschluss an den Input nochmals diskutiert wurde.

Als einzige negative „Wirkung“ von Open Access innerhalb der untersuchten Literatur wurden Article Processing Charges (APC) erwähnt. Vor allem Autor:innen mit weniger Ressourcen bzw. keiner institutionellen Open-Access-Förderung würden durch diese vor zusätzliche Publikationsherausforderungen gestellt.

Im Anschluss an den Input von David Hopf wurde die Session für den gemeinsamen Austausch geöffnet. Diskutiert wurde vor allem nochmals das Thema Open-Access-Zitationsvorteile, da diese natürlich auch in vielen Open-Access-Beratungskonstellationen eine wichtige Rolle für Forschende spielen. Letztlich gilt hier zusammengefasst nach wie vor, dass der große Anteil der untersuchten Studien einen Zitationsvorteil sieht und dies so auch in Beratungsszenarien kommuniziert werden kann. Andere Aspekte wie der generelle Nutzungsvorteil (erhöhte Downloadzahlen) stützen zudem die Annahme, dass es (potenziell) einen Zitationsvorteil gibt. Auch Ideen zu zukünftigen Forschungsmöglichkeiten rund um Open Access wurden angesprochen (u. a. Nachnutzung von Open-Access-Veröffentlichungen).

Session 2: „Fachlich passende OA Journals finden mit B!SON“ (Anita Eppelin)

Anita Eppelin (TIB Hannover) stellte in Raum 1 der Session 2 das Projekt B!SON vor. Bei B!SON handelt es sich um ein maschinengestütztes Empfehlungssystem von qualitätsgeprüften Open-Access-Zeitschriften. Für die Suche einer geeigneten Zeitschrift werden die Informationen der eigenen Publikation (Titel, Abstract und Referenzen) in eine Eingabemaske eingegeben. Ein semantisches Verfahren für den Abgleich des Abstracts und ein bibliometrisches Verfahren für den Abgleich der angegebenen Referenzen sorgen nach Abschicken einer Suchanfrage dafür, dass eine Trefferliste mit möglichst geeigneten Open-Access-Publikationen ausgegeben wird. Mit weiteren Filtern können die Ergebnisse spezifiziert werden. Zudem lassen sich die Daten exportieren oder in einer anderen Ansicht darstellen.

Ziel von B!SON ist es u. a. bei der wachsenden Anzahl an verfügbaren Open-Access-Zeitschriften Forschenden das Open-Access-Publizieren zu erleichtern und auch Unterstützung von Publikationsberatenden wie Bibliotheken anzubieten. Wie dieser Service in der Praxis derzeit aussieht, kann mithilfe der offen zugänglichen Betaversion ausprobiert werden. Weitere Informationen zu Bison können auch der dazugehörigen Projektseite entnommen werden.

Im Anschluss an die Einführung zu B!SON wurde im Rahmen einer Beispielrecherche ein detaillierterer Blick auf die Oberfläche geworfen. Session-Teilnehmende konnten zudem individuelle Erfahrungen mit der Betaversion sammeln und im (virtuellen) Plenum teilen. Wichtig: Feedback zu B!SON nimmt das Team gerne über die Feedbackfunktion entgegen.

Session 3: „Publikationskostenmonitoring“ (Ulrike Kändler)

In Session 3 (Raum 1) gab Ulrike Kändler (TIB Hannover) zunächst einen Input zum Thema Publikationskostenmonitoring und sprach dabei vor allem zwei zentrale Herausforderungen des Publikationsmonitorings an: dezentrale Open-Access-Zahlungen und Datenverarbeitung.

Bei dezentralen Open-Access-Zahlungen stellt sich für viele Einrichtungen vor allem die Frage, wie man bspw. Ausgaben über Institutsmittel, Projektmittel und andere Einzelrechnungen (also alles, was nicht über die Bibliothek läuft) möglichst effizient im Blick behält. Bei der Datenverarbeitung stellt sich die Grundsatzfrage, welche Systeme Einrichtungen für die Arbeit mit Daten individuell überhaupt zur Verfügung stehen und was ggf. zusätzlich benötigt wird, um Daten für die eigenen Einrichtungs-Zwecke auszuwerten.

Beide Herausforderungen fußen nach Kändler nicht zuletzt auf unterschiedlichen Voraussetzungen wie Einrichtungsgrößen und -formen, Verwaltungsstrukturen, den bisherigen Arbeitsprozessen und dem Stand der Digitalisierung in der jeweiligen Einrichtung. Letzterer Aspekt betrifft bspw. die Systeminfrastruktur (bereitstehende Technik wie Forschungsinformationssysteme und Publikationskostenmanagementsysteme).

Im anschließenden Austausch teilten Sessionteilnehmer:innen ihre Erfahrungen und Ansätze im Hinblick auf die zuvor angesprochenen Herausforderungen. Wie die TUHH hier vorgeht, ist im bewilligten DFG-Antrag Open-Access-Publikationskosten 2022-2024 festgehalten. Auch Einblicke zu Tools wie OA Switchboard, ChronosHub und Oable – Software, die die Verwaltung von Open-Access-Aktivitäten unterstützt – wurden angefragt. Im Kreis der Sessionteilnehmer:innen lagen bislang aber leider keine umfassenderen Eindrücke und Erfahrungen vor.

Session 4: „oa.finder – Zeitschriften-Recherchetool für das OA-Publizieren“ (Nina Schönfelder)

Nina Schönfelder (Universität Bielefeld) stellte in Session 4 die Beta-Version des oa.finders vor. Dieser soll – ähnlich wie B!SON – das Finden einer passenden Open-Access-Zeitschrift vereinfachen. Zur Zielgruppe zählen vor allem Autor:innen deutscher Wissenschaftseinrichtungen, da die Recherche einer passenden Zeitschrift je nach Disziplin vor allem aufgrund der „Zeitschriftenflut“ und den Anforderungen von Wissenschaftler:innen an das Publikationsorgan recht komplex sei. An dieser Stelle wurden von Frau Schönfelder u. a. das Renommee der Zeitschrift, die Publikationskosten (u.a. auch Color Charges oder Page Charges) und der Organisationsaufwand (welche Möglichkeiten der Kostenübernahme gibt es bspw. durch eigene Einrichtungen) genannt. Da diese Informationen in der Regel an vielen unterschiedlichen Orten abgelegt sind, ist laut Nina Schönfelder oftmals eine umfassendere Recherche durch die Wissenschaftler:innen nötig. Beim Open-Accessss-Publizieren ist somit also bereits die Vorrecherche vor dem eigentlichen Einreichungsprozess durch das Finden einer bestmöglich geeigneten Publikation mit größerem Aufwand verbunden. Dies könne auch dazu führen, dass weiter auf traditionelle und gewohnte Publikationsmöglichkeiten zurückgegriffen wird (closed access) oder unnötigerweise Article Processing Charges (APCs) für hybride Zeitschriften gezahlt werden.

Zusammengefasst soll der oa.finder also eine Art Suchmaschine für Publikationsorgane mit verschiedenen Filtermöglichkeiten sein, die die bisherigen Rechercheprozesse zur Zeitschriftenfindung vereinfachen. Im Hintergrund arbeiten dabei drei Datenbanken, die miteinander verknüpft sind:

  • Zeitschriftenliste (Open Access, hybrid, closed Access)
  • Transformationsverträge (bspw. DEAL)
  • Institutionelle Open-Access-Publikationsoptionen (u. a. Publikationsfonds, OJS

In einer kurzen Demo wurde veranschaulicht, dass mit der Eingabe eines Publikatiotionstyps, der Rolle der recherchierenden Person und der zugehörigen Organisation bereits eine erste Trefferliste generiert wird, bei der über weitere Filter wie das Fachgebiet die Treffermenge weiter verfeinert werden kann. Selbst ausprobieren lässt sich der oa.finder unter https://finder.open-access.network. Wie beim Projekt B!SON freuen sich auch die Kolleg:innen vom oa.finder über Feedback 🙂 .

Im anschließenden Austausch ging es u. a. um Herausforderungen rund um die Aktualisierung der Datenbasis des oa.finders, da es mitunter manuell gepflegte Komponenten gibt. Auch (denkbare) zukünftige Entwicklungen wie zusätzliche Filter und das Zusammenspiel mit dem Projekt B!SON (siehe Session 2) wurden angesprochen.

Dies und das bei der täglichen Arbeit

Unser Open-Access-Team der tub. probiert seit einigen Monaten ein – für uns neues – Format aus. Regelmäßig freitags in der Zeit von 10:00 Uhr bis 10:30 Uhr bieten wir eine offene Open-Access-Beratung an. Interessierte Kolleg:innen der TUHH aus Forschung und Verwaltung können hier mit Fragen rund um Open Access spontan vorbeischauen, um gemeinsam mit uns nach einer Lösung zu schauen, Unklarheiten zu klären oder eben zu überlegen, wie im Rahmen einer eigenen (geplanten) Veröffentlichung am besten vorgegangen werden kann. Wenn keine Fragenden zu diesem Termin erscheinen, werfen wir u. a. einen Blick zurück auf unsere Open-Access-Woche im Team, besprechen eventuelle Unklarheiten, Arbeitsprozesse, Toolempfehlungen oder andere Informationen rund um Open Access.

In einer früheren Monatsnotiz hatte ich bereits einmal geschrieben, dass die Überarbeitung von Serviceseiten regelmäßiger Bestandteil der Fachreferatsarbeit (und natürlich auch in anderen Bereichen der Bibliothek) ist. Mal sind Veränderungen stärker erkennbar, mal nahezu unauffällig, wenn nur – dennoch nicht ganz unwichtige – Kleinigkeiten angepasst werden. Da die Webseite der TUHH seit April 2022 in einem modernisierten Gewand erstrahlt, ist dies natürlich auch ein Thema unserer Webseiten AG im Haus, um das aktuelle Webdesign der TUHH zukünftig auch auf unser Bibliotheks-Webangebot auszubreiten. Sehen kann man dafür bereits vorgenommene Umstellungen derzeit bspw. bei den umgearbeiteten Open-Access-Seiten, die den Informationszugang (hoffentlich) durch das schlankere Layout erleichtern. Ein Vorher-Nachher-Vergleich lässt sich in der folgenden Abbildung durch das Verschieben des „Sliders“ anstellen:

Ein kleineres Projekt, das in den vergangenen Wochen und Monaten abgeschlossen werden konnte, ist die Durchführung und Auswertung unserer Literaturverwaltungsprogramm-Umfrage an der TUHH. Neben den verwendeten Programmen ging es hier auch um Themen wie Arbeitskonstellationen und genutzte Funktionen. Einen kurzen Blick auf einige der Ergebnisse – Citavi ist bspw. unter den Umfrageteilnehmer:innen das am meisten genutzte Programm, gefolgt von der Open-Source-Anwendung Zotero – gibt es in diesem Blogbeitrag im tub.-Blog. Die umfassendere Auswertung kann direkt über TORE heruntergeladen werden.

Die Auswertung der Umfrage zur Literaturverwaltung kann über TORE abgerufen werden (Quelle: Detlev Bieler und Florian Hagen CC BY 4.0)

Lesenswerte Tweets

In vergangenen Monatsnotizen habe ich öfters mal Links geteilt. Mal zu Podcasts, die ich hörenswert finde, mal zu Projekten, die mich interessieren oder zu Veranstaltungen, die ich gerne besuchen würde oder besucht habe. Dabei war auch der eine oder andere Tweet. Für diese Monatsnotiz möchte ich mal eine kleine Rubrik in Form einer Twitter-Linkliste offen teilen. Hier habe ich einige Tweets – meistens mit Berufsbezug – festgehalten, die für mich hilfreich, lesenswert, spannend oder einfach nur unterhaltsam sind. Vielleicht sind diese ja nicht nur für mich interessant:

Damit bin ich am Ende der Monatsnotiz für die Monate Januar bis Mai 2022. Vielleicht ist ein Rhythmus über mehrere Monate gar nicht so schlecht? Ich habe zumindest gerne mal mit einigem Abstand rückblickend in meinen Aufzeichnungen zu Themen und Veranstaltungen gestöbert. Kommentare oder E-Mails mit ergänzenden Links, Fragen oder Anregungen sind natürlich wieder herzlich willkommen 🙂 .

CC BY 4.0
Weiternutzung als OER ausdrücklich erlaubt: Dieses Werk und dessen Inhalte sind – sofern nicht anders angegeben – lizenziert unter CC BY 4.0. Nennung gemäß TULLU-Regel bitte wie folgt: Monatsnotiz für die Monate Januar bis Mai 2022 – Wissenschaftliches Arbeiten, Open Access, Tweets von Florian Hagen, Lizenz: CC BY 4.0. Beitragsbild „Monatsnotiz“ von Florian Hagen (Lizenz: CC0/Public Domain). Der Beitrag und dazugehörige Materialien stehen auch im Markdownformat und als PDF zum Download zur Verfügung.
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