Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten: Warum und wie?

Egal, ob Sie nun eine Haus- oder Abschlussarbeit schreiben oder vielleicht Ihren ersten Artikel in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlichen wollen, das richtige Zitieren ist dafür eine unerlässliche Voraussetzung.
Und auch hier gilt: Zitieren muss man zunächst lernen.
 
Die wesentlichen Lernziele dieses Beitrags zum Zitieren sind:

  • Sie kennen die wichtigsten Gründe für das Zitieren
  • Sie verstehen, warum das Zitieren von wissenschaftlichen Dokumenten Teil des wissenschaftlichen Schreibens ist
  • Sie können verschiedene Methoden des Zitierens anwenden und kennen deren Vor- und Nachteile
  • Sie wissen, dass es für die Formatierung von Zitaten in wissenschaftlichen Texten verschiedene Formatvorgaben gibt
  • Sie kennen die häufigsten Fehler beim Zitieren und die wichtigsten Sonderfälle

Der Text ist in mehrere Abschnitte gegliedert:

Und nun viel Erfolg und auch Spaß 😉

1 Warum zitieren?

1.1 Ziel des Zitierens

Das Ziel des Zitierens ist die Einbeziehung der Gedanken und für die Fragestellung relevanten Inhalte Dritter in die eigenen Überlegungen und den eigenen Text, um damit (wissenschaftlich) zu argumentieren:
 
„sozusagen als Fundament und zentrale Eckpfeiler, nicht jedoch dergestalt, dass alle ˏSteine von anderen stammen und Sie nur die Verbindungssätze schreiben, sozusagen den Mörtel liefern“ (F. Rost 2003, S. 246; Hervorh. d. Verf.).

Zur Erläuterung: Die Abkürzung „Hervorh. d. Verf.“ bedeutet, dass der Verfasser des Blogbeitrags diese Textpassage hervorgehoben hat, in diesem Fall durch die Verwendung von Fettdruck. Dies gehört zu den Regeln des Zitierens, dass Änderungen an Originalzitaten kenntlich gemacht werden.
 
Damit diese Einbeziehung der Argumente von anderen AutorInnen in Ihrem Text erkennbar sind, müssen sie dementsprechend durch sogenannte Zitate gekennzeichnet werden, mit anderen Worten: zitiert werden. Wie das geht, wird im nächsten Kapitel erklärt.

1.2 Wissenschaftliche Arbeitsweise

Richtiges Zitieren und Belegen durch Quellen ist eine wichtige Formalie des wissenschaftlichen Arbeitens.
 
Aus inhaltlicher Sicht gehört zu Ihrer wissenschaftlichen Arbeit, dass Sie nachweisen, dass Sie die Argumente und Gegenargumente oder auch Behauptungen anderer Autoren und Autorinnen kennen und diese auch einbeziehen in Ihre Argumentation. Das heißt eben wiederum, dass Sie andere AutorInnen zitieren. Ein Beispiel hierfür ist die Darstellung des aktuellen Forschungsstandes zu einem Thema.
 
Die dadurch entstehenden Belege – das Anführen der Herkunftsquelle im Text und im Literaturverzeichnis – machen sichtbar und nachprüfbar, welches Ihre eigenen Überlegungen sind und wo Sie sich auf andere beziehen. Das Zitieren dient also auch einer Absicherungsfunktion (vgl. Rost 2003, S. 239).

1.3 Möglichkeiten durch das Zitieren

Das Zitieren hat noch einige weitere wichtige Gründe. So ermöglicht es überhaupt erst die Darstellung der eigenen Leistung in einer Arbeit. Dazu gehört die Abgrenzung von anderen AutorInnen oder die Bezugnahme auf diese. Den Lesern einer wissenschaftlichen Arbeit ermöglicht es außerdem die Diskussion verschiedener Auffassungen, Ansätze, Argumente und Gegenargumente und damit die Anknüpfung, Diskussion und Kritik an Äußerungen anderer Autorinnen und Autoren.
 
Ganz wichtig für die Wissenschaft und deren Fortschritt ist die Möglichkeit der Aufnahme von Ideen anderer AutorInnen, sodass diese (die Ideen 😉 ) zu Neuem weiter entwickelt werden können. Neben der Selbstverständlichkeit, die UrheberInnen geistiger Arbeit(en) zu nennen, macht die Angabe der Quellen überhaupt erst eine Weiterentwicklung möglich, da ohne deren Namen ein Anknüpfen oder eine Vertiefung der Informationen gar nicht möglich ist.

1.4 Von der Quelle zum Zitat

Die nachfolgende Skizze steht sinnbildlich für das Meer von Wissen.

Von der Quelle zum Zitat (Zeichnung Detlev Bieler, Lizenz: CC BY 4.0)

Das Meer von Wissen wird von den verschiedenen Quellen gespeist und ständig erweitert. Die Abzweigungen der Flüsse zeigen, wo sich verschiedene AutorInnen auf andere bezogen und diese zitiert haben. Die rot eingekreiste Welle wäre dann z.B. ein Zitat, das Sie gerade für Ihre Arbeit entnehmen.

2 Wie zitieren?

2.1 Zitat oder Paraphrase

Beim Zitieren gibt es zwei Hauptformen: das wörtliche Zitat und die Paraphrase. Ein wörtliches Zitat ist die wortwörtliche Übernahme einer Textstelle, während eine Paraphrase eine Formulierung in eigenen Worten ist, die sich aber an eine Quelle anlehnt und deren Inhalt unverfälscht und sinngemäß wiedergibt.
 
Wann was?

  • „… Zitieren Sie, wenn es auf den Wortlaut des Zitierten ankommt
  • Paraphrasieren Sie, wenn Sie längere Textabschnitte zusammenfassen wollen und wenn es auf den Wortlaut nicht ankommt“ (Bedorf 2004, S.2).

2.2 Wörtliches Zitat

Hier sind zwei typische Beispiele für wörtliche Zitate. Erstens ein Zitat, das eine prägnante Bezeichnung enthält (Maschinisierung der Kopfarbeit). Zweitens ein Zitat, das einen Satzteil enthält, indem der vorher zitierte Begriff näher erläutert wird.

Das Beispiel stammt aus der Dissertation von Isabell Zorn 2010, S. 13 (Die Quellen sämtlicher Beispiele dieses Lernmoduls sind im Kapitel Literatur und Links aufgeführt).

2.3 Wörtliches Zitat – eingerückt

Dieses Beispiel zeigt, wie ein längeres zusammenhängendes Zitat formatiert werden sollte, eingerückt und in einem kleineren Font (kleinere Schriftgröße). Es wird in dieser Länge gebracht, da es ohne seinen inhaltlichen Gesamtzusammenhang schwer verständlich wäre bzw. wiederum erklärt werden müsste. In diesem Fall ist es besser, den zitierten Autor selbst „sprechen“ zu lassen.

Quelle: Diss. Zorn 2010, S. 22

Nebenbei interessant an diesem Beispiel ist: Der Rechtschreibfehler (ZeichenProzesse zusammengeschrieben) wird nicht korrigiert. Dies ist zwar richtig, aber die Autorin hätte direkt nach dem Fehler durch ein [sic!] darauf hinweisen müssen. Die Regel ist: Rechtschreibfehler in einem zitierten Text dürfen nicht korrigiert werden, müssen also im Original übernommen werden. Damit aufmerksame LeserInnen aber wissen, dass nicht der oder die Zitierende den Fehler gemacht hat, sondern der oder die Zitierte, ist der Hinweis sic! (lat. sīc, „so“, „wirklich so“; sīc erat scriptum ‚so stand es geschrieben) in rechteckigen Klammern nötig (siehe auch hier).

2.4 Paraphrase – Regeln

Bei der Formulierung einer Paraphrase (der sinngemäßen Wiedergabe eines Gedankens oder Textausschnittes in Form der Umschreibung oder Umformulierung) ist Folgendes zu beachten:

  • Die Paraphrase wird bei größerem Textumfang angewendet, also für Zusammenfassungen längerer Abschnitte
  • Sie ist wie eine indirekte Wiedergabe zu verstehen, der Wortlaut muss verändert werden, es genügt nicht nur die Ersetzung einzelner Worte! (sonst wäre es ein wörtliches Zitat, welches nicht durch Anführungszeichen kenntlich gemacht ist und damit ein Plagiat!)
  • Sie wird in der Regel im Konjunktiv formuliert (Dies ist aber in der Praxis tatsächlich meist nicht der Fall)
  • Die Paraphrase wird nicht hervorgehoben (Anführungszeichen o.ä.), aber gekennzeichnet durch Nennung des Autors/der Autorin und des Jahres, manchmal zusätzlich mit der Ergänzung „vgl.“ (für vergleiche), Beispiel: (vgl. Müller 2008)
  • Die Paraphrase darf genauso wie das wörtliche Zitat nicht sinnentstellend sein, d.h. der ursprüngliche Zusammenhang muss nach wie vor zu verstehen sein
  • Es „[…] muss klar ersichtlich werden, welcher Inhalt aus welcher Quelle entnommen wurde“ (Uni Wien Schreibprojekt).

2.5 Paraphrase – Beispiel 1

Hier sehen Sie ein Beispiel für mehrere aufeinander folgende Paraphrasen in einem Textabschnitt (gelb markiert), in dem verschiedene Autor*innen sinngemäß wiedergegeben werden.

Quelle: Diss. Schulthess 2012, S. 49

Im ersten Satz wird eine Erkenntnis wiedergegeben, die von gleich drei verschiedenen und hier angegebenen Autor*innen so geteilt wird. Die zitierte Behauptung untermauert damit die Argumentation des Verfassers der Dissertation besonders.

Dabei bietet sich hier eine Paraphrase auch deshalb an, da man ansonsten drei wörtliche Zitate ähnlichen Inhalts anführen müsste. Die Paraphrasierung vereinfacht also an dieser Stelle die Formulierung, sie fasst zusammen.

2.6 Paraphrase – Beispiel 2

Im folgendem Beispiel werden die Paraphrasen in zwei Fällen durch die Nennung der Autoren eingeleitet. So wird sofort klar, dass es sich um eine Zitierung handelt, die dann in Form einer Paraphrase gemacht wird. Leider wird nicht ganz klar, ab wann die Paraphrase der dritten Quelle (Veres-Homm) beginnt, in der auch noch ein wörtliches Zitat enthalten ist, das nun entweder der einen oder der anderen Quelle zuzuordnen ist. Schwieriger wird das Ganze noch dadurch, dass die Seitenzahlen nicht angegeben sind, sodass man in der angegebenen Literatur mühsam suchen muss.

Quelle: Diss. Jungmann 2009, S. 22

2.7 Beispiel: Richtig und falsch paraphrasiert

Quelle: https://www.scribbr.de/richtig-zitieren/paraphrasieren/ (Abb. nicht unter freier Lizenz)

2.8 Beispiel: Wörtliches Zitat und Paraphrase einmal gegenübergestellt

Original, Pöppel 2010, S. 325:
Das intuitive Wissen spiegelt sich in unseren Entscheidungen, die oft „aus dem Bauch heraus“ erfolgen.

Wörtliches Zitat
Intuitives Wissen stützt sich auf intuitive Vorstellungen und erfahrene Beziehungen als verinnerlichte Wahrnehmungen (Erfahrungen). Es „spiegelt sich in unseren Entscheidungen, die oft ‚aus dem Bauch heraus’ erfolgen“ (Pöppel 2010, S. 325).

Paraphrase
Intuitives Wissen stützt sich auf intuitive Vorstellungen und erfahrene Beziehungen als verinnerlichte Wahrnehmungen (Erfahrungen). Nach Pöppel (2010, S. 325) lässt es sich an unseren Entschlüssen ablesen, die häufig gefühlsgesteuert getroffen werden.

Hier, bei der Paraphrase, muss der Inhalt des Originals in eigenen Worten mit anderen Begriffen wieder gegeben werden. Sonst wäre es, wenn vielleicht auch nur stellenweise ein nicht kenntlich gemachtes wörtliches Zitat und damit plagiatsverdächtig.

2.9 Grundsätze Teil 1

Es gibt einige Grundsätze oder Regeln, die beim Zitieren beachtet werden müssen. Nachfolgend werden die wichtigsten vorgestellt und kurz erläutert.

  • Zitate sollen unmittelbar, zweckmässig (besonders treffend), vollständig und einheitlich sein
  • Zitate müssen aus Originalquellen entnommen werden und veröffentlicht sein!

Wichtig ist hier, dass wirklich nur dann zitiert wird, wenn es notwendig ist. Zitieren Sie nicht nur, um zu zeigen, dass Sie viele Quellen gelesen haben oder weil die Zitate selbst schön zu lesen sind oder auf eine „tolle“ Quelle hinweisen (Name-Dropping). Damit ist gemeint, dass Sie die Originalquellen herangezogen haben und diese wenigstens ausschnittweise gelesen haben. Verlassen Sie sich nicht auf die Zitierung von anderen Autoren und übernehmen deren Zitate nicht ungeprüft. Nur in Ausnahmefällen sollten Sie Zitate anderer Autoren übernehmen, und wenn Sie dies tun, kennzeichnen Sie es durch „zit. nach XY“. Die genaue Regel wird im Abschnitt Sonderfälle beschrieben.

Veröffentlicht sein bedeutet, dass die Quelle, aus der Sie zitieren, allgemein zugänglich sein muss (eben veröffentlicht). Das bedeutet jedoch nicht immer, dass die Quelle auch einfach erreichbar ist. Manche Habilitationen sind zwar veröffentlicht, aber trotzdem nur an der jeweiligen Hochschule vor Ort einzusehen, also nicht z.B. per Fernleihe ausleihbar.

  • Grund und Funktion des Zitats müssen deutlich werden
  • Eine einmal gewählte Zitierform muss durchgängig beibehalten werden

2.10 Analogie Oldtimer-Restaurierung 1

Analogie Oldtimer-Restaurierung 1 (Zeichnung Detlev Bieler, Lizenz: CC BY 4.0)

2.11 Analogie Oldtimer-Restaurierung 2

Analogie Oldtimer-Restaurierung 2 (Zeichnung Detlev Bieler, Lizenz: CC BY 4.0)

2.12 Grundsätze Teil 2

  • Direktes Zitat: Wortwörtliche Wiedergabe einer Textstelle, Kennzeichnung durch Anführungszeichen im Text oder Einrückung.

Die Einrückung wird eher bei längeren wörtlichen Zitaten verwendet und wird so deutlicher erkennbar. Neben der Einrückung wird oftmals auch die Schrift an dieser Stelle verkleinert.

  • Indirektes Zitat = Paraphrase: sinngemäße Wiedergabe einer Textstelle in eigenen Worten
  • Der Sinn eines Textabschnittes muss bei Zitat und Paraphrase erhalten bleiben!
  • Quellenwiederholung: „ebd.“ oder „a.a.O.“

Wenn Sie denselben Autor oder dieselbe Autorin mehrfach hintereinander zitieren, müssen Sie nicht immer die vollständige Quellenangabe machen. Stattdessen können Sie die oben angegebene Methode zur Abkürzung verwenden.

  • Generell gilt: Keine Zitat-Collage (Sammlung)

Gemeint ist, dass in einem oder mehreren aufeinanderfolgenden Abschnitten nicht zu viele Zitate desselben Autors oder derselben Autorin verwendet werden sollten. Sie könnten entweder zusätzliche Zitate von anderen Autor*innen zum jeweiligen Thema finden oder weitere eigene Gedanken in den Text einbringen. Wichtig ist, dass sich auch Ihre Meinung im Text widerspiegelt und nicht nur die anderer AutorInnen.

2.13 Sonderfälle

  • Zitat im Zitat: wenn Sie eine Textstelle zitieren, die bereits ein Wort in Anführungszeichen beinhaltet, müssen Sie diese in ihrem Zitat in einfache Anführungszeichen umwandeln, übrigens so auf der Tatstatur (Windows) zu erzeugen: alt+0130; alt+0145.
  • Zitate aus englischen Quellen müssen nicht übersetzt werden (es wären dann keine wörtlichen Zitate mehr).
  • Umgang mit Sekundärliteratur (zit. n. yx) Generell gilt: Sie sollten möglichst aus der Originalquelle zitieren. Denn „Quellen müssen zuverlässige Quellen sein. Wer aus zweiter Hand zitiert, setzt sich der Gefahr aus, Fehler zu übernehmen“ (Franck & Stary 2003, S. 183), oder dass der Zusammenhang nicht (mehr) stimmt. Wenn Sie also in einem Text auf ein Zitat stoßen, das Sie ebenfalls bringen möchten, weil es Ihre Argumentation unterstützt, dann sollten Sie sich diese Quelle (Primärquelle) beschaffen. Sollte dies schwer möglich sein oder gar unmöglich, weil der Titel z. B. vergriffen ist, können Sie ausnahmsweise so verfahren: Belegen Sie das Zitat mit beiden Quellen. Zunächst wird die Quelle genannt, aus der das Zitat im Original stammt, danach die Quelle, in der Sie das Zitat gefunden haben (Sekundärquelle), Beispiel: (Maier 1956, S. 23; zit. n. Schulze 2008, S. 74) wobei Maier die Primärquelle ist und Schulze die Sekundärquelle. Eine Alternative ist auch auf den Autor oder die Autorin hinzuweisen, der oder die Sie durch das Zitat erst auf den anderen Autoren gebracht hat, indem Sie z. B. schreiben: Schulze (2008, S. 74) verweist auf Maier (1956), nachdem zu beachten ist, „dass die eigentliche Zentralaufgabe das Nachdenken ist“ (S. 23). Dies beinhaltet ebenfalls, dass Sie die Originalquelle besorgen, um dies zu überprüfen.
  • Fehler werden übernommen und durch: [sic!] gekennzeichnet, bei Ergänzungen durch Sie selbst durch: [Anm. d. Verf.] und bei einer [Satzumstellung] werden diese Satzteile ebenfalls in eckige Klammern gesetzt. Dies macht kenntlich, dass die Änderungen von Ihnen stammen.
  • Auslassungen werden mit […] gekennzeichnet, Einfügungen so [z.B. Satzergänzung zur Lesbarkeit] und Hervorhebungen wie Fett- oder Kursiv-Setzungen, werden durch die Einfügung [Herv. durch V.] ergänzt. Letzteres kann auch in der Quellenangabe direkt nach dem Zitat erfolgen.
  • Wenn übersetzt wird, muss der oder die ÜbersetzerIn mit angeführt werden, z. B. so: Aus dem Englischen von Diane Marten.
  • Auch für Abbildungen, Zeichnungen, Schemazeichnungen von Modellen etc. gilt: die Quelle ist anzugeben und bei einer Änderung: in Anlehnung an Quelle xy.
  • Sind in einem Literaturverzeichnis mehrere Veröffentlichungen eines Autors oder einer Autorin aus einem Jahr zu nennen, so werden diese durch das Anhängen von Kleinbuchstaben unterschieden; XY (2004a)… (2004b)… (2004c) etc.
  • Ist ein Autor oder eine Autorin unbekannt, so wird anstelle des Namens o.V. (ohne Verfasser) angegeben oder Anonymus.

2.14 Häufige Fehler

Häufige Fehler beim Zitieren sind folgende:

  • Fehlende oder nicht ausreichende Belegung der Aussagen (Zitate), im schlimmsten Fall keine Namensangabe. Weniger schlimm, aber umständlich für den Nachvollzug der Quelle wird es, wenn keine Seitenangabe gemacht wird
  • Es kommt zu häufiger Verwendung von Sekundärzitaten
  • Literatur wird nur oberflächlich recherchiert: wichtige Autoren werden nicht beachtet
  • Überwiegendes Zitieren aus Lehrbüchern statt aus Forschungsliteratur
  • Fehlende Integration hochrangiger Journals
  • Unvollständiges Literaturverzeichnis

Nach Meyer (2011, S. 24)

3 Wie belegen?

Obwohl es scheinbar unzählige Varianten von Zitierformen gibt (siehe hierzu auch Kapitel 5), lassen sich diese letztendlich auf „nur“ zwei Hauptmethoden zurückführen: die Kurzbelegmethode im Text und die Ziffernmethode.

3.1 Kurzbeleg im Text

Eine Möglichkeit, eine Quelle im Text anzugeben (zu belegen), ist die Angabe des Namens von AutorInnen, des Jahres der Veröffentlichung der Quelle und der Seitenzahl, von der das Zitat stammt. Dies wird auch Kurzbeleg genannt und findet unmittelbar im Anschluss an das Zitat statt oder im unmittelbaren Zusammenhang dazu. Beispiel (Arnold 2008, S. 31): Wenn der Autor im Text genannt wird, wird nur das Jahr und die Seitenangabe in Klammern gesetzt. Die ausführlichen Quellenangaben werden dann im Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit gemacht.

Weitere häufig gebrauchte Bezeichnungen für diese Methode sind Anglo-Amerikanische Belegmethode, Harvard-Methode oder Autor-Jahr-System (Zur Verwendung der zahlreichen verschiedenen möglichen Stile siehe im Kapitel Zitationsstile)

Er gibt verschiedene Varianten für die Schreibweise bei der Nennung von AutorIn und Jahr in der Kurzbelegmethode:

  • (Schulz 2003, S. 34); (Schulz, 2003, S. 34); (Schulz 2003: 34); (SCHULZ 2003, S. 34)

Im folgenden Beispiel ist oben der Beleg eines wörtlichen Zitats, unten der für eine Paraphrase:

Quelle: Diss. Jungmann 2009, S. 20

3.2 Weiteres Beispiel

Quelle: Dissertation Blees 2011, S. 8

3.3 Ziffer und Fußnote

Die zweite Belegmethode ist die der Anmerkungsziffer mit Kurzbeleg in einer Fußnote. Diese Methode wird auch Deutsche Belegmethode oder Anmerkungssystem genannt. Ein weiterer Name ist Oxford-System.

Dabei wird direkt nach dem Zitat eine Anmerkungsziffer in Form einer Hochzahl (die Zahl kann auch auf der Grundlinie stehen, das ist vom Stil abhängig) eingefügt, die fortlaufend durchnummeriert wird. Auf der gleichen Seite wird das Zitat in einer Fußnote in Kurzform mit der Angabe von Namen, Jahr und Seite belegt.

Auch hier werden die ausführlichen Quellenangaben im Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit gemacht.

Quelle: Diss. Janzik 2011, S. 89

3.4 Weiteres Beispiel Ziffernmethode

Quelle: Dissertation Faika 2014, S. 9

Interessant: hier gibt es keine Belege in Fußnoten auf der Seite. Diese befinden sich stattdessen alle im Literaturverzeichnis. Eine der zahlreichen Varianten…

Sowohl Kurzbeleg- als auch Ziffernmethode gibt es in zahlreichen Varianten. Literaturverwaltungsprogramme haben ca. 11.000 verschiedene Zitationsstile „gesammelt“. In der folgenden Grafik sind beide Zitierhauptmethoden zur besseren Übersicht noch einmal einander gegenübergestellt:

Zwei Hauptzitiermethoden (Grafik Detlev Bieler, Lizenz: CC BY 4.0)

3.5 Vor- und Nachteile 1: Deutsche Belegmethode (Anmerkungsziffer und Fußnote)

Vorteile:

  • Der Lesefluss im Text ist besser, da der Text nicht durch Quellenangaben zerrissen wird und da nicht immer zum Literaturverzeichnis am Ende geblättert werden muss
  • Das Vergessen von Literaturangaben passiert weniger häufig
  • Belege und Erläuterungen sind auf der gleichen Seite in der Nähe der Zitate zu finden

Nachteile:

  • Die Anmerkungen benötigen Platz auf der Seite, der sonst für Text zur Verfügung stünde
  • Die Quellenangaben müssen so zweimal gemacht werden, in den Anmerkungen und im Literaturverzeichnis

3.6 Vor- und Nachteile 2: Anglo-amerikanische Belegmethode (Kurzbeleg im Text u. Literaturverzeichnis, auch Harvard-Zitierweise genannt)

Vorteile:

• es spart Schreibarbeit, da die Quellenangaben nur einmal am Ende im Literaturverzeichnis zu machen sind

• es wird kein Platz benötigt für u.U. zahlreiche Anmerkungen auf der Seite

Nachteil:

  • Der Lesefluss im Text ist schlechter, da die Quellenangaben darin erst „überlesen“ werden müssen

3.7 Und Abbildungen?

Natürlich können auch Abbildungen zitiert werden. Allerdings nur, wenn dies für die wissenschaftliche Arbeit nötig ist, also nicht nur zur Verschönerung 😉 . Ganz wichtig ist bei der Zitierung von Abbildungen daher die Bezugnahme auf diese und deren Kommentierung im Text.

Ein zitiertes Bild sollte eine fortlaufende Nummerierung aufweisen (idealerweise mit Angabe des Kapitels oder Abschnittes) . Es ist besonders wichtig, die Quellenangabe direkt unter der Abbildung aufzuführen. Dies bedeutet, dass die Quelle immer unter der Abbildung angeben werden sollte, selbst wenn im Text z.B. mit dem Fußnotensystem gearbeitet wird: (Sandberg 2012, S. 106)!

Bei übernommenen Grafiken, die abgeändert werden, ist zusätzlich zur Quelle der Hinweis zu geben:

  • In Anlehnung an…Abb. 1: …, eigene Bearbeitung nach … (Quelle)

Ansonsten sollte ein Hinweis auf die eigene Darstellung gegeben werden, falls dies der Fall ist. Dadurch wird sichergestellt, dass klar wird, dass die Quellenangabe nicht vergessen wurde. Zudem ist es notwendig, ein separates Abbildungsverzeichnis zu erstellen. Dies gilt auch für Tabellen, für die ein Tabellenverzeichnis erforderlich ist.

3.8 Abbildungen, Beispiel 1

Quelle: Diss. Jungmann 2011

Hier unter der Abbildung zu sehen: Bildbezeichnung, fortlaufende Nummerierung und die Quellenangabe.

3.9 Abbildungen, Beispiel 2

Quelle: Stephan 2009

Bei übernommenen Grafiken, die abgeändert werden: Quelle und Hinweis: In Anlehnung an…

Abb. 1: (Titel der Abbildung), eigene Bearbeitung nach … (Quelle)

3.10 Abbildungen, Beispiel 3

Diss. Janzig 2011 S. 65

4 Literaturverzeichnis – Formatierungsbeispiele

Zu einer wissenschaflichen Arbeit und dem Belegen von Quellen gehört schließlich deren Nachweis in einem Literaturverzeichnis. Nachfolgend sind die wichtigsten Formate verschiedener Literaturarten vorgestellt.

4.1 Monographie und Sammelband

Im Folgenden sehen Sie Beispiele für die Quellenangaben von verschiedenen Publikationsformaten. Abwandlungen sind dabei möglich und richten sich nach den Vorschriften des jeweiligen Zitationsstiles. Die wesentlichen Bestandteile bleiben aber gleich. Bei den ersten drei Formaten ist den Umsetzungsbeispielen zum besseren Verständnis die Formatvorgabe vorangestellt. Einige Besonderheiten sind fett hervorgehoben.

Monographie
Name, Vorname (evtl. als Initial) (Jahr): Titel (Untertitel durch Punkt getrennt). (ggf. Auflage) Ort d. Publikation: Verlag. Seite(n)

Bortz, Jürgen und Nicola Döring (2002): Forschungsmethoden und Evaluation. Für Human und Sozialwissenschaftler. 3., überarb. Aufl. Springer-Lehrbuch. Berlin: Springer. S.  173.

Sammelband bzw. Beitrag in einem Sammelband
Bei einem Beitrag aus einem Sammelband müssen sowohl der Beitrag als auch der Sammelband selbst aufgeführt werden. Zuerst werden AutorInnen des Beitrages genannt, dann folgt in dieser Nennung der Sammelband, erkennbar an dem „in“ vor der darauffolgenden Nennung der AutorInnen bzw. HerausgeberInnen des jeweiligen Sammelbandes:

Name, Vorname (evtl. als Initial) (Jahr): Titel des Aufsatzes, in: Name des Herausgebers des Sammelbandes (Hrsg.): Titel des Werkes (des Sammelbandes), evtl. Bandnummer. Erscheinungsort: Verlag, Seiten

HERSTATT, C.; SANDER, J. G. (2004b): Einführung: Virtuelle Communities, in: C. Herstatt, J. Sander (Hrsg.), Produktentwicklung mit virtuellen Communities: Kundenwünsche erfahren und Innovationen realisieren. Wiesbaden: Gabler, S.1–16. (Anm.: Hier sind die Namen z.B. in Kapitälchen gesetzt, eine der zahlreichen Varianten)

4.2 Zeitschriftenbeitrag und Hochschulschrift

Zeitschriftenbeitrag
Das „in“ kennzeichnet auch die Nennung eines Beitrages/Artikels in einer wissenschaftlichen Zeitschrift. Nach den Namen von AutorInnen und dem „in“ folgt die Angabe des Namens der Zeitschrift:

Name, Vorname als Initial (Jahr): Titel des Aufsatzes, in: Name der Zeitschrift, Jahrgang, evtl. Heftnummer, Anfangs u. Endseite.

WISWEDE, G. (1988): Ökonomische Psychologie – Psychologische Ökonomie: Probleme und Befunde wirtschaftspsychologischer Forschung, in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, 108(4), S. 503–592.

Hochschulschrift
Lettl, C. (2004). Die Rolle von Anwendern bei hochgradigen Innovationen: Eine explorative Fallstudienanalyse in der Medizintechnik. Dissertation. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag.

4.3 Graue Literatur und Internetquelle

Graue Literatur
THOMKE, STEFAN (2002): Innovation at 3M Corporation, Working Paper, Harvard Bu School, 2. Auflage,   Cambridge (MA).

Internetquelle
Wildt, Johannes, Mathias Heiner und Andrea Krelaus (2009).  hochschuldidaktik-on-line. Hrsg. Von Hochschuldidaktisches Zentrum der Technischen Universität Dortmund. Dortmund. url: www.hd-on-line.de (besucht am 2009. 12. 12). S. 53.

5 Zitationsstile

5.1 Beispiel 1

Wie schon zuvor erwähnt, gibt es mehr als 10.000 verschiedene Zitationsstile. Es folgen einige Beispiele. In der linken Spalte steht der Name der Zeitschrift, gefolgt von der Markierung des Belegs im Text und rechts die Vorschau aus dem Literaturverzeichnis:

Methode: Kurzbeleg im Text

Quelle: Citavi Zitierstilübersicht.pdf 2010, S. 8 (Anm.: leider ist dies schön übersichtliche PDF nicht mehr erhältlich.

5.2 Beispiel 2

Quelle: Citavi Zitierstilübersicht.pdf 2010, S. 4
Quelle: Citavi Zitierstilübersicht.pdf 2010, S. 5

5.3 Beispiel 3

Hier noch ein Blick in ein Literaturverzeichnis einer Dissertation, Die nachnamen der Autor*innen sind in Kapitälchen gesetzt, der Vorname wird als Initiale abgekürzt. Nach der Jahreszahl folgt ein Doppelpunkt. In der vierten Quelle ist das Wörtchen „in“ zu sehen, woran erkennbar ist, dass es sich um einen Zeitschriftenbeitrag handelt:

Quelle: Diss. Janzik 2011

5.4 Beispiel 4

Hier ein etwas seltenerer Stil, hier ist der erste Name der beiden Autoren mit dem Nachnamen zuerst angeführt, beim zweiten Autor erst der Vor- und dann der Nachname, ab der zweiten Zeile sind die Zeilen eingerückt, nach der Jahreszahl folgt ein Punkt:

Quelle: Diss. Jungmann 2011

5.5 Beispiel 5

Quelle: Diss. Drewko 2013

Aufgrund der Vielzahl an Zitierstilen ist es wichtig, die Vorgaben z.B. einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift oder auch, im Falle einer Promotion, eines Institutes rechtzeitig zu erfragen. Gerade hierfür ist die Nutzung eines Literaturverwaltungsprogrammes zu empfehlen. Quasi auf Knopfdruck lassen sich Zitierstile je nach Wunsch passend ändern.

6.1 Quellen dieses tub.torials

Bedorf, Thomas (2004): Hinweise zum wissenschaftlichen Arbeiten: Zitieren und Paraphrasieren.
http://www.fernuni-hagen.de/imperia/md/content/philosophie/textdokumente/bedorf_zitieren.pdf
Franck, Norbert; Stary, Joachim (2003): Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. 11. Aufl. Schöningh, Paderborn.
Meyer, Matthias (2011): Hinweise und Formvorschriften für das erstellen wissenschaftlicher Arbeiten. http://www.cur.tu-harburg.de/de/dateien/oeffentlich/hinweiseundformvorschriftencurmai2011.pdf
Rost, Friedrich (2007): Lern- und Arbeitstechniken für das Studium. VS Verlag für Sozialwissenschaften. Wiesbaden.4. Auflage.
Vertiefende Literatur, die in diesem tub.torial nicht zitiert ist:
Balzert, Helmut; Schröder, Marion; Motte, Petra (2011): Wissenschaftliches Arbeiten: Ethik, Inhalt & Form wiss. Arbeiten, Handwerkszeug, Quellen, Projektmanagement, Präsentation. W3L-Verlag, Herdecke.
Kruse, Otto (2010): Lesen und Schreiben. UTB, Stuttgart.
Limburg, Anika; Otten, Sebastian (2011): Schreiben in den Wirtschaftswissenschaften. Schöningh UTB, Stuttgart.
Rost, Friedrich (2012): Lern- und Arbeitstechniken für das Studium. Springer, Wiesbaden.
Sandberg, Berit (2013): Wissenschaftlich Arbeiten von Abbildung bis Zitat. Lehr- und Übungsbuch für Bachelor, Master und Promotion. Oldenbourg, München.
Stickel-Wolf, Christine; Wolf, Joachim (2013): Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken: erfolgreich studieren – gewusst wie! Springer, München.
Theisen, Manuel R. (2013): Wissenschaftliches Arbeiten, 16. Aufl. Vahlen, München.

6.2 Quellen der Beispiele

Blees, Christoph (2011): Eine Methode zur Entwicklung modularer Produktfamilien. Dissertation. Techn. Uni. Hamburg.
Drewko, Aleksandra  (2013):  Low-tech sustainable sanitation options for Ghana and Ethiopia –
economic, social  and technical aspects. Dissertation. Techn. Uni. Hamburg.
Faika, Daniela (2014): Modifikation magnetischer Nanoträger für den Einsatz in enzymatisch katalysierten Reaktionen. Dissertation. Techn. Uni. Hamburg.
Janzik, Lars (2011): Motivanalyse zu Anwenderinnovationen in Online-Communities. Wiesbaden. Springer.
Jungmann, Thorsten  (2011): Forschendes Lernen im Logistikstudium. Dissertation. Technische Universität Dortmund.
Meyer, Matthias (2011): Hinweise und Formvorschriften für das Erstellen wissenschaftlicher Arbeiten.
Pöppel, Ernst (2010) Der Rahmen. Ein Blick des Gehirns auf unser Ich. München. Hanser.
Schulthess, Marc (2012): Die Nutzung von Analogien im Innovationsprozess. Wiesbaden. Springer.
Scribbr: https://www.scribbr.de/richtig-zitieren/paraphrasieren/
Stephan, Michael (2009): Improvisationsfähigkeit, Kreativität & Offenheit als Herausforderungen innovativer Unternehmen. Jazz als Referenzkonzept für das Innovationsmanagement? Discussion Papers on Strategy and Innovation 09-03 Department of Technology and Innovation Management. Philipps-University Marburg.
Uni Wien Schreibberatung: https://ctl.univie.ac.at/angebote-fuer-studierende/waehrend-des-studiums/schreibberatung/
Zorn, Isabel  (2010): Konstruktionstätigkeit mit Digitalen Medien – Eine qualitative Studie als Beitrag zur
Medienbildung. Glückstadt. Hülsbusch


CC BY 4.0
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Stifte, Heft, Radiergummi auf dem Tisch

„Wenn ich nochmal Ersti wäre …“: 12 Tipps zum Semesterstart

Dein Studium beginnt und du weißt als Ersti gar nicht so genau, was dich erwartet? So ging es uns auch. Und rückblickend gab es einige Dinge, die wir dann doch schon gerne zu Semesterbeginn gewusst hätten. Denn so aufregend der Start ist, er kann auch ziemlich überwältigend sein: Anmeldungswirrwarr durchblicken, Stundenplan organisieren, die richtigen Veranstaltungsräume finden, Kommiliton*innen und Campus kennenlernen. In diesem Beitrag haben wir daher einige Tipps festgehalten, die wir uns geben würden, wenn wir nochmal Ersti wären:

1. Mache Orientierungsangebote mit und lerne Leute kennen

Ein alter Hut: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Neben einigen Kommiliton*innen, die recht schnell merken, dass das Studium doch nicht ganz das ist, was man sich erwartet hat, wirst du mit vielen der Menschen um dich herum die nächsten Jahre gemeinsam an Themen arbeiten und für Prüfungen lernen. Such dir also eine Gruppe, in der du dich wohlfühlst und mit der du dir gemeinsames Lernen vorstellen kannst. In deiner Gruppe sollte auch der eine oder andere Spaß beim alltäglichen Miteinander Platz haben. Kaum woanders wirst du so viele Menschen um dich haben, die ja letztlich wegen ähnlicher Interessen ihr Studium starten. Eine tolle Gelegenheit zum Netzwerken sind neben den Orientierungswochen auch weitere Angebote der Hochschule (Freizeitaktivitäten wie gemeinsamer Hochschulsport, Chor und Theater, aber auch Angebote von Bibliotheken und studentische Initiativen sowie natürlich Unipartys). Gerade in den frustigen Zeiten des Studiums wird dir ein einfacher Plausch „über Gott und die Welt“ wieder neue Motivation geben.

  • Tausche dich mit Gleichgesinnten aus
  • Verschaffe dir auf den Uni-Webseiten einen Überblick über Hochschulangebote wie Sport, Kultur und Weiterbildung

2. Bereite deinen Semesterstart vor

Die ersten Tage im Studium prasselt viel auf einen ein. Klar: Stundenpläne und Raumnummern hat man meist in digitaler Form per Smartphone, Tablet oder Laptop dabei. Aber es wird der Tag kommen, an dem dein Akku leer ist, die benötigte Webseite wegen Wartungsarbeiten offline geht, dein Internetprovider spontan seinen Dienst für einige Stunden „pausiert“ oder das Funkloch in Bus und Bahn dir einen Strich durch die Rechnung macht. Druck dir deinen Stundenplan daher am besten aus und erkunde vielleicht auch schon einmal vorher, wo welche Veranstaltung stattfindet. Die Uni kann einem zu Beginn schon wie ein kleines Labyrinth vorkommen, da solltest du dir potentiellen Stress sparen, wo es nur geht.

  • Stunden- und Raumplan als Backup ausdrucken
  • Mache dich mit dem Campus vor Ort oder über den virtuellen Campusplan vertraut

3. Fange früh an dich zu organisieren

In der Uni geht es in vielen Veranstaltungen nach einer kurzen Organisationseinheit recht schnell mit den ersten Inhalten los. Mache dir also schon zu Beginn ein paar Gedanken zu zentralen Ablagemöglichkeiten für Basisinformationen wie wichtige Mailadressen von Ansprechpartner*innen oder Sprechzeiten. Verschaffe dir auch ruhig schon mal einen Überblick über einige gängige Begrifflichkeiten der Hochschule und werfe einen Blick in die Studien- und Prüfungsordnungen. Wichtig sind aber vor allem zwei Punkte: Deadlines und Dokumentablage.

3.1 Notiere jede Deadline

Habe stets wichtige Termine im Auge. Wann auch immer also eine Deadline in Veranstaltungen genannt wird, schreib sie direkt auf! Verlass dich nicht alleine auf Messenger-Gruppen (hier kriegst du oft was mit, nicht selten ist es bei Terminen aber schon fast zu spät) und pflege von Beginn an deinen Kalender mit Abgabeterminen, Anmeldefristen und sonstigen Daten.

3.2 Organisiere deine Unterlagen und setzte dich am besten direkt mit Literaturverwaltung auseinander

Sorge rechtzeitig für einen guten Überblick über deine Unterlagen, egal ob digital oder analog. Lege dir eine kleine Ordnerorganisation zurecht, um auch in Situationen, wo dir gefühlt alles über den Kopf wächst, zu wissen, wo was zu finden ist. Wichtige Mailadressen können hier genauso landen wie Informationen zu Sprechzeiten, die schnell griffbereit sein sollten. Fang am besten auch gar nicht erst an Zettel über Tage und Wochen ungeordnet in der Tasche mit dir rumzuschleppen oder in irgendwelchen Papierstapeln querbeet zu „verstecken“. Sich aufzuraffen, hier nachträglich Ordnung reinzubringen, ist kein Spaß. Im Einzelfall ist das aber durchaus ok und normal. Auch wichtig: Vergebe eindeutige Ordner- und Dateinamen und lege am besten einige Regelungen für die Benennung fest. So sind diese auch zukünftig besser auffindbar. Namensbestandteile können zum Beispiel inhaltliche Stichworte, das Datum der Erstellung, der Bearbeitungsstand und eine Versionsnummer sein. Vielleicht lohnt sich hier auch schon ein Blick in Regelungen des Forschungsdatenmanagements.

Eigentlich ist das erste Semester auch schon ein guter Zeitpunkt, sich direkt mit dem Thema Literaturverwaltung vertraut zu machen. So sparst du dir den Aufwand der Einarbeitung später, wenn die ersten Hausarbeiten oder gar die Abschlussarbeit ansteht. Wenn du gar keine Lust hast, erste Praxiserfahrungen mit der Verwaltung von Fachliteratur zu sammeln, kannst du dir zunächst auch ein paar Projekte anlegen, in denen du Kochrezepte für das Unileben oder Informationen zu Hobbys strukturiert ablegst. Sortieren könntest du deine Dokumentablage für das Studium zunächst beispielsweise nach Semestern (damit kannst du aber auch später anfangen). Innerhalb des Semesters sortierst du nach dem jeweiligen Kurs und innerhalb des jeweiligen Kurses eventuell nach „Vorlesungsfolien“, „Aufgaben“ und „Abgaben“.

4. Lerne deine Lernbedürfnisse besser kennen

Manche Menschen lernen besser in ruhigen Räumen, andere in einer Umgebung mit regem Treiben und Musik. Probiere frühzeitig im Studium aus, wie gut auch ein Wechsel von Lernorten für die Motivation sein kann und suche dir einige Räumlichkeiten, in denen du dich wohlfühlst. Gerade in Prüfungsphasen ist nicht immer überall genug Platz und so ist es gut, wenn du neben den eher ruhigen Einzelplätzen in einer der Fachbibliotheken im Philturm mit toller Aussicht auch mal in voll besetzten Lernräumen der Stabi vom Eifer deiner Sitznachbarn „angesteckt“ wirst oder von den langen Öffnungszeiten im Rechtshaus oder auf dem TUHH-Campus profitieren kannst.

Wenn du verhältnismäßig viele Prüfungen vorbereiten musst, so gehe den Lernstoff nicht nur wieder und wieder im Kopf durch. Schreibe auch einfach mal analoge oder digitale Zusammenfassungen, zeichne dir visuelle Ankerpunkte und Eselsbrücken in deine Aufzeichnungen, erstelle Lernkarten oder nehme dich selbst auf, um dir bestimmte Kapitel einfach nochmal anhören zu können. Lass dich auch nicht beirren, wenn dir dein Lernsystem aufwendiger erscheint als bei deinen Kommiliton*innen. Wichtig ist: Fühl dich mit deinem ganz persönlichen Lernsystem wohl.

  • Beobachte dein Lernverhalten und finde heraus, was zu deinem Lernerfolg beiträgt (Wohlfühlfaktoren und Erfolgserlebnisse)
  • Probiere aus, welche Lernmethoden bei dir in welchen Situationen besser funktionieren als andere
  • Wirf einen Blick in Veröffentlichungen wie Mehr als 77 Tipps zum wissenschaftlichen Arbeiten, um Anregungen zu Themen wie Lesen, Schreiben und Ideenfindung zu erhalten

5. Führe ein Lern- und Ideentagebuch

Fang möglichst früh an eine Art Lern- und Ideentagebuch zu führen. Die Form ist dabei zunächst erst einmal recht egal. Als Struktur reicht für den Start eine digitale oder analoge lose Zettelsammlung in Mappen, Ordnern oder Heften. Wenn du später auf deine aufgeschriebenen Tipps, Ideen und dokumentierte Lernfortschritte zurückblickst, macht das nicht nur Freude. Einige Ideen wirst du Jahre später über ungeplante „Geistesblitze“ weiterverfolgen oder mit anderen Ideen kombinieren können. Und je früher du mit diesen „guten Gewohnheiten“ anfängst, desto mehr Sicherheit gewinnst du für dein Studium. Du wirst kaum noch Bedenken haben, etwas zu vergessen oder zu verpassen, und diese Form der Dokumentation hilft auch dabei, sich einfach mal den Druck aus dem Kopf zu schreiben. Mach dir auch bewusst, dass du letztlich für dich selbst studierst, der Mehraufwand ist es also wert. Da ein Studium ein Stück weit ein Prozess ist, bei dem man Interesse und Fertigkeiten erst nach und nach entdeckt und entwickelt, ist diese Form der Dokumentation eine gute Möglichkeit, möglichst viel aus den Semestern mitzunehmen und sich Chancen für später offen zu halten.

  • Probier dich an einem eigenen System zur Dokumentation von Lernfortschritten und Ideen aus
  • Hol dir auch Inspiration zu einem eigenen Notizsystem über andere Ansätze, die beispielsweise in dieser Beitragsserie beschrieben werden

6. Plane von Anfang an vernünftige Zeitpuffer ein

Stell dir vor, du startest heute dein Studium. Um am ersten Tag pünktlich zu sein, hast du dir ganz fest vorgenommen, pünktlich loszufahren, um nicht auf den letzten Drücker anzukommen. Dazu hast du einige Tage zuvor auch noch eine „Trockenübung“ gemacht und bist die Strecke schon mal abgefahren. Alles lief reibungslos. In der Theorie also alles super, aber in Städten wie Hamburg solltest du immer einkalkulieren, dass die Bahn mal ausfallen kann. Und nicht selten macht der Busverkehr gleich mit. Sehr gut, wenn du im Notfall auf ein Stadtrad oder E-Scooter umschwenken kannst. Kalkuliere dir dafür aber auch noch Puffer ein. Denn mehr oder weniger klitschnass und abgehetzt das Uni-Abenteuer zu starten macht keine Freude. Wenn du stets versuchst, dir gleich einen „großzügigeren“ Zeitpuffer einzuplanen, wirst du auch bei Projekt- und Hausarbeiten weniger Probleme mit knappen Fristen bekommen. Und in Campusnähe lieber noch in Ruhe einen Kaffee zu gönnen ist allemal besser als noch aufgeregter und völlig aus der Puste im neuen Lebensabschnitt anzukommen.

7. Gönn dir Pausen und Belohnungen

Mit das Wichtigste im Studium: finde ein angemessenes Tempo für dich. Wenn du das Gefühl hast, dass es für heute reicht, solltest du dir eine Pause gönnen. Wichtig hierbei: sei ehrlich zu dir selbst, setze also keine zu kleinen Meilensteine und Aufgabenpakete, die nur wenige Augenblicke in Anspruch nehmen. Dabei solltest du dich für deinen Fleiß auch mal belohnen. Eine kleine Mittagspause und ein kurzer Spaziergang mit Kommiliton*innen über den Campus kann schon reichen, um ausgeruht und viel motivierter wieder ans Werk zu gehen. Vielleicht kannst du ja auch mal rausfinden, wie der eine oder die andere Studierende es hinbekommt, nach einem 10-Minuten-Powernap wie neu geboren wieder ans Werk zu gehen.

  • Belohne dich, wenn du es ehrlich verdient hast
  • Probiere aus, was dir beim Kraft tanken hilft (Spazieren, lockerer Plausch im Ca­fé um die Ecke oder auf dem Campus)

8. Sei sichtbar für Dozierende

Die Uni kann schon ein wirklich unpersönlicher Ort sein. Gerade wenn man frisch aus der Schule oder einer Ausbildung kommt. Du sitzt zum Teil mit Hunderten von Menschen in realen und virtuellen Räumen. Dozierende und Mitstudierende können so kaum wissen, wer du bist. Aktive Teilnahme an Veranstaltungen kann sich aber lohnen. Das hat auch nichts mit Schleimerei, sondern ehrlichem Interesse zu tun. Nach und nach lässt sich mit deinem Gesicht etwas verbinden. Anfangs bist du vielleicht noch der „Herr Kommilitone“, nach und nach kann es dann aber auch mal mit dem Namen klappen. Und ja, es fällt immer mal wieder schwer, den Arm zu heben. Nehme dein Studium und die Veranstaltungen aber als wirkliche Chance wahr, auch mal aus der eigenen Komfortzone auszubrechen. Und wenn deine Professor*innen das „Prinzip der offenen Tür“ leben, so nutze auch diese Chance. Ein netter Schnack auf Augenhöhe freut nicht nur dich und die Dozierenden. Bei dieser Form von „Networking“ können durchaus auch mal tolle Ideen für Projekte zustande kommen, was dein ganzes Studium nochmal attraktiver macht.

  • Spring über deinen Schatten und nimm aktiv an den Veranstaltungen teil
  • Nimm Angebote wie Sprechzeiten und offene Türen der Dozierenden an

9. Mache. Backups. Regelmäßig!

Achte IMMER darauf, deine Dateien möglichst regelmäßig zu sichern. Es wäre doch zu ärgerlich, jeden noch so kleinen, mühsam erarbeiteten Textfortschritt zu verlieren, den du dir gerade in einer deiner ersten Hausarbeiten erarbeitet hast. Und auch wenn du glaubst, dass dieser Tipp schon so einen Bart hat: Besonders bei neuen Anwendungen und Serviceangeboten ist es sinnvoll, nochmals fokussierter auf diese Kleinigkeit zu achten.

  • Speichere deine Arbeiten, Ideen und Notizen regelmäßig
  • An der TUHH kann dafür ggf. auch auf den Cloud-Dienst des Rechenzentrums zurückgegriffen werden. Ansonsten tut es im Notfall auch das Verschicken von Dokumenten an die eigene E-Mail-Adresse, wie im Beitrag Notiz-Selbstmanagement beschrieben

10. Nimm bei Bedarf Hilfe in Anspruch

In den letzten Schuljahren lief es eigentlich immer gut. Wenn du einmal deine Trägheit überwunden hattest, hast du auch gute Noten geschrieben. In der Uni kann es aber nach und nach häufiger mal Aufgaben, Foliensätze, Handouts und Skripte geben, die du nicht direkt verstehen wirst. Auch längeres Hinsetzen hilft dann nicht immer weiter. Das ist völlig normal. Scheue dich nicht nach Hilfe zu fragen. Entweder in deiner Lerngruppe oder auch in den Veranstaltungen. Das gilt auch für Tutorien – also eine Art Übungsgruppe, geleitet von höheren Studierenden – die ergänzend zu Vorlesungen wie Statistik angeboten werden. Es wird auch immer wieder Situationen geben, wo deine Hilfe gebraucht wird, so dass ihr euch immer im Wechsel untereinander helfen könnt.

  • Frage nach Hilfe, wenn du etwas nicht verstehst
  • Unterstütze andere, wenn du helfen kannst

11. Blicke über deinen eigenen Studiengang hinaus

Wenn es dein Studium oder dein Campus hergibt, so tausche dich auch mal mit Studierenden anderer Fachdisziplinen aus. Es ist spannend, Gespräche außerhalb der eigenen immer gleichen Fachthemen und -gruppen zu haben. So lernst du ganz andere Perspektiven auf Themen kennen und kannst sicher auch die eine oder andere tolle Freundschaft knüpfen.

  • Schau über den eigenen Teller- beziehungsweise Studienrand

12. Nicht jeder Tipp wird für dich passen

Im Grunde einer der wichtigsten Tipps: Es hat ja schon Tradition, dass Absolvent*innen und Studierende der höheren Semester viel „Insiderwissen“ teilen. Und das ist auch gut so. So wirst du schnell viel über die Möglichkeiten von Praxissemestern im Ausland, empfehlenswerte Kurse, Tutorien und Veranstaltungen lernen. Deine Mitstudierenden werden immer mal wieder unterschiedliche Meinungen zu Seminaren, Personen oder empfohlener Literatur haben. Und auch alle anderen Ratgeber*innen bringen immer ihre ganz individuellen Erfahrungen in eigene Ratschläge ein. Mach dir aber nach Möglichkeit immer ein eigenes Bild. Wenn es die Zeit hergibt, probiere dir sinnvoll erscheinende Lernmethoden aus. Interessiert dich ein Seminar, obwohl Kommiliton*innen sagen, dass aufgrund fehlender Anwesenheitspflicht gar kein Grund für einen Besuch der Veranstaltung spricht? Du wirst vor Ort sicher Gleichgesinnte treffen. Folge deinem Bauchgefühl, denn niemand weiß so gut wie du selbst, was dir wichtig ist, was du ausprobieren möchtest und was du für dein erfüllendes und erfolgreiches Studium brauchst. Ach ja und nicht jede Buchempfehlung musst du dir direkt ungesehen kaufen. Das Geld ist knapp und du hast auch noch eine Universitätsbibliothek an deiner Seite, die dir in Sachen Fachliteratur gerne zur Seite steht.

  • Nimm Ratschläge und Tipps dankbar an
  • Mache dir aber nach Möglichkeit immer selbst ein Bild von Inhalten, Methoden oder Personen, statt vorschnell jedem „Gerücht“ zu glauben

Wir hoffen, es waren einige Tipps dabei, die nicht nur unserem Ersti-Ich helfen könnten. Falls ihr selbst Tipps und Tricks für den Studienstart oder spätere Semester habt, so teilt diese doch gerne in den Kommentaren. Allen Studierenden wünschen wir an dieser Stelle einen möglichst angenehmen Semesterstart. Viel Spaß und Erfolg für die kommenden Wochen und Monate! Lasst euch von dem einen oder anderen Dämpfer nicht unterkriegen und schaut bei bibliotheksspezifischen Fragen auch gerne einmal in den Ersti-Blogbeiträgen zur Bibliotheksnutzung eurer TUB in der Rubrik Wissenswertes für Erstis vorbei.


CC BY 4.0
Weiternutzung als OER ausdrücklich erlaubt: Dieses Werk und dessen Inhalte sind – sofern nicht anders angegeben – lizenziert unter CC BY 4.0. Nennung gemäß TULLU-Regel bitte wie folgt: „Wenn ich nochmal Ersti wäre …“: 12 Tipps zum Semesterstart von Florian Hagen, Alexander Unteutsch und Ronja Schwardt, Lizenz: CC BY 4.0. Der Beitrag und dazugehörige Materialien stehen auch im Markdownformat und als PDF zum Download zur Verfügung. In einer früheren Version ist der Blogbeitrag „Wenn ich nochmal Ersti wäre …: 12 Tipps zum Semesterstart“ unter CC BY 4.0 am 11. Oktober 2021 im tub.torials-Blog veröffentlicht worden. Die Änderungen gegenüber dem Originalbeitrag werden nachfolgend aufgeführt. Hinweise zur Bearbeitung: Die Erzählperspektive wurde gegenüber der Originalversion von „Ich“ zu „Wir“ geändert, da zusätzliche Autor*innen an der vorliegenden Version beteiligt sind. Kapitel 3.2 wurde um zusätzliche Informationen zur Benennung von Ordnern und Dateien erweitert. Zusätzliche Tutorials zur Literaturverwaltung mit Zotero wurden in Kapitel 3.2 aufgeführt und verlinkt. Kapitel 9 wurde um konkretere Beispiele für Backups ergänzt. Der Text wurde an einigen ausgewählten Stellen umformuliert.
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