Onlineveranstaltungen dokumentieren

Online-Fortbildungen mit HedgeDoc und Greenshot dokumentieren

Möglichkeiten zur Erstellung von Screenshots gibt es viele. Nicht jede Option eignet sich aber, um Bildschirminhalte schnell zu erfassen und mit wenigen Handgriffen direkt in eine Dokumentation einzufügen. Mit der vorgestellten Vorgehensweise dokumentiere ich Videokonferenzen und Fortbildungen für interne Zwecke, ohne zwischen Fenstern springen zu müssen oder die Maus zu benutzen. Auch ein gemeinschaftlicher Konferenzbericht kann so zügig erstellt werden.

Einstellungen im Screenshot-Tool Greenshot

Derzeit verwende ich die Open-Source-Anwendung Greenshot für Screenshots. Mit dieser lassen sich verschiedene Formen von Screenshots (aktives Fenster, definierter Bereich, kompletter Bildschirm) erstellen. Die für mich sinnvollen Einstellungen habe ich in diesem Beitrag zusammen gestellt.

Screenshot automatisch in die Zwischenablage kopieren

Um Screenshots direkt in die TU-Installation von HedgeDoc – einem Editor für gemeinsame Markdown-Notizen in Echtzeit – einzufügen, müssen diese in der Zwischenablage sein. In Greenshot befindet sich diese Option im Einstellungsdialog auf der Registerkarte "Ziele".

Einstellungsdialog Greenshot
Einstellungsdialog Greenshot (Screenshot nicht unter freier Lizenz)

Wahl der Tastenkürzel

Um schnell arbeiten zu können, definiere ich zwei Tastaturkürzel:

  • Bereich fotografieren > Strg+N
  • Zuletzt gewählten Bereich fotografieren Strg+Umschalt+N

Für den ersten Screenshot wähle ich den gewünschten Bereich mit Strg+N aus. Weitere Screenshots kann ich dann mit Strg+Umschalt+N ohne Maus erstellen.

Einstellungen Tastenkürzel
Einstellungen Tastenkürzel (Screenshot nicht unter freier Lizenz)

Benachrichtigungen

Die Benachrichtigungen und den Ton beim Abfotografieren benötige ich nicht. Auch die Lupe finde ich entbehrlich. Alles kann in den Einstellungen unter dem Tab "Abfotografieren" deaktiviert werden.

Unterschiedliche Zusatzoptionen und -hinweise können deaktiviert werden
Unterschiedliche Zusatzoptionen und -hinweise können deaktiviert werden (Screenshot nicht unter freier Lizenz)

Vorgehen während einer (Online-)Konferenz

Oft arbeite ich mit zwei Bildschirmen. Auf einem läuft die Konferenz, auf dem anderen HedgeDoc. Beim ersten Screenshot stelle ich den Bildschirmausschnitt mit Strg+N ein. Alle Folge-Screenshots löse ich mit Strg+Umschalt+N aus. Mit Strg+V füge ich den Screenshot in das HedgeDoc Dokument ein. Dabei bleibe ich mit dem Focus im HedgeDoc und brauche weder die Maus, noch das Fenster zu wechseln.

Mit einem Monitor geht das auch. Dann ziehe ich das kleine HedgeDoc-Fenster nach links und habe das Konferenz-Fenster recht groß, aber nicht Bildschirm-füllend auf der rechten Seite.

Fenster-Anordnung bei Konferenzen
Fenster-Anordnung bei Konferenzen (Screenshot nicht unter freier Lizenz)

Rechte-Einstellungen in HedgeDoc

Um die Dokumentation nur innerhalb der Hochschule verfügbar zu machen, wähle ich in den Zugriffsrechten von HedgeDoc eine der folgenden Optionen:

  • Geschützt – nur angemeldete Nutzer können das Dokument sehen; nur ich kann bearbeiten) oder
  • Eingeschränkt – nur angemeldete Nutzer können das Dokument sehen und bearbeiten.
Rechte-Einstellungen in HedgeDoc
Rechte-Einstellungen in HedgeDoc (Screenshot nicht unter freier Lizenz)

Wie dokumentiert Ihr digitale Live-Veranstaltungen? Habt Ihr bestimmte Abläufe und Methoden für euch entwickelt, die beim Festhalten der wichtigsten Informationen helfen? Teilt eure Ansätze doch gerne über die Kommentarfunktion.


CC BY 4.0
Weiternutzung als OER ausdrücklich erlaubt: Dieses Werk und dessen Inhalte sind – sofern nicht anders angegeben – lizenziert unter CC BY 4.0. Nennung gemäß TULLU-Regel bitte wie folgt: Online-Fortbildungen mit HedgeDoc und Greenshot dokumentieren von Gunnar Weidt, Lizenz: CC BY 4.0. Beitragsbild „Konferenzdokumentation“ von Florian Hagen (CC0 1.0/Public Domain). Der Beitrag und dazugehörige Materialien stehen auch im Markdownformat und als PDF zum Download zur Verfügung.
Schreiben Musik

#Fundstück: Mit Musik aus der Schreibblockade – typedrummer

In der Kategorie ‚Fundstück‘ werden Tools, Services und andere Entdeckungen rund um den life cycle wissenschaftlicher Kommunikation in kurzen Texten vorgestellt.

Nun war es kürzlich wieder so weit. Schreibblockade. So viel zu Schreiben, aber die Motivation ließ an diesem Tag dann zunächst leider doch ganz schön auf sich warten. Einige meiner Tipps für solche Fälle habe ich im Beitrag „7 individuelle Tipps gegen Schreibblockaden“ aufgeschrieben. Aber ich finde es auch immer wieder toll, neue Dinge auszuprobieren. Und so habe ich nicht schlecht gestaunt, als Axel Dürkop (mit dem ich kürzlich im Rahmen der Open Access Week 2021 auch eine Audioaufnahme zu „It matters how we open knowledge“ veröffentlicht habe) an diesem Dienstagmorgen im Rahmen eines Zoom-Calls die Webseite „typedrummer“ erwähnte. Dabei ging es nicht einmal um das Thema fehlende Schreibmotivation. Aber genau diese hat sich bei mir nach kurzem Ausprobieren verabschiedet.

Manchmal ist Schreiben wie Musikmachen: man muss sich erst einmal richtig eingrooven (Abbildung von Florian Hagen, CC BY 4.0)

Mit Texten Musik machen

Die Nutzung von Typedrummer ist denkbar einfach. Wenn wir die Typedrummer-Webseite ansurfen, kann es auch schon losgehen. Ein Textfeld lädt uns direkt mit „type something!“ zum Schreiben ein. Nach einigen Anschlägen sind direkt die ersten Beats und Töne zu hören. Unsere Buchstaben werden im Handumdrehen in ein kleines Instrumental verwandelt. Bei mir wippten die Füße direkt im Rhythmus mit. Meine kleine Blockade verwandelte sich schnell in den herbeigesehnten Schreibflow. Einziges kleines „Manko“: Nach knapp zwei Sätzen ist das Textfeld voll. Gelungenere Textaufschläge müssen dann per Copy-and-Paste in der passenden Schreibumgebung gesichert werden. Danach kann es aber auch schon weitergehen. Mit einem Klick auf „load new samples“ kann das Schreiben mit zusätzlichen Tönen weitere Abwechslung bekommen. Selbst an eine kleine „Share“-Funktion wurde gedacht.

Mit typedrummer verwandeln sich Texte in kleine Musikstücke (Screenshot typedrummer, nicht unter freier Lizenz)

Programmiert wurde Typedrummer von Kyle Stetz, der hier auf seiner Webseite auch einige seiner Open-Source-Projekte teilt. Was haltet Ihr von Typedrummer? Hilft euch Musik in dieser oder anderer Form beim Schreiben? Teilt eure Erfahrungen oder Tipps gerne in den Kommentaren.


CC BY 4.0
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