Wo gibt es eigentlich freie Bilder für mein offenes Bildungsmaterial?

Bei der Erstellung von Bildungsmaterialien ist es oft wichtig, visuelle Unterstützung in Form von Bildern mit einzubeziehen. Bei tub.torials versuchen wir diese in der Regel selbst zu erstellen. Unser Beitrags-Material stellen wir in verschiedenen Formaten inklusive Illustrationen in einem Gitlab-Repositorium zur Verfügung, auf welches wir regelmäßig am Ende im Lizenzhinweis hinweisen.

Download Bildungsmaterial

Unsere Beiträge und Materialien werden über ein Gitlab-Repositorium angeboten.

Nicht immer ist es jedoch möglich oder auch erforderlich , eigene Illustrationen und Zeichnungen für das zu erstellende offene Bildungsangebot anzufertigen. Zu beachten ist dabei jedoch, dass es mit einer einfachen Recherche über Suchmaschinen und der Verwendung des erstbesten Treffers nicht getan ist. Das jeweilige Material muss auch für unseren Einsatzzweck entsprechend lizensiert sein. Vor allem Public-Domain- und Creative-Commons-Angebote sind bei der Erstellung von offenen Bildungsressourcen für uns also relevant. Lehrende und Lernende können auf diese kostenlos für Austausch, zur einfachen Nutzung und zum Remixen bei der Erstellung eigener Inhalte zurückgreifen.

Da wir verhältnismäßig oft bei Gesprächen rund um offenes Bildungsmaterial nach unseren „Lieblingsanlaufstellen“ für freies Bildmaterial gefragt werden, wollen wir in diesem Beitrag unsere fünf am häufigsten verwendeten Suchangebote für freie Illustrationen teilen (alphabetische Sortierung):

  1. CC Search
    Nach Eingabe eines Suchbegriffes sucht CC Search innerhalb Bibliotheks-, Museums- und Fotoangeboten (aktuelle Quellenliste) nach frei lizenzierten Bildmaterial. Über „Filter“ lassen sich zahlreiche Sucheinschränkungen wie die Lizenz vornehmen.
  2. Flickr (Creative Commons)
    Flickr bietet eine Kategorie für Bilder an, die unter CC-Lizenz veröffentlich wurden. Hier wird auch die Bedeutung der jeweiligen Lizenz beschrieben. Bilder mit CC-Lizenz lassen sich auch suchen, in dem nach Eingabe eines Suchbegriffes im Dropdown-Menü zu Lizenzen „Alle Creative Commons“ ausgewählt wird.
  3. OERHoernchen
    Über OERHoernchen lassen sich neben offenen Bildungsmaterialien auch gezielt Medien suchen. Angebote wie „Flickr“, „Google“ und „YouTube“ werden über die Mediensuche durchsucht. Über „Lizenzfilter“ lässt sich die Suche individualisieren.
  4. Unsplash
    Bei Unsplash haben wir uns schon viel Inspiration geholt. Während mittlerweile leider keine CC0-Lizenz mehr verwendet wird, lassen sich Bilder dennoch durchaus für das eigene Lehr-Lernmaterial nutzen. Besonders praktisch: direkt unter dem Suchschlitz werden aktuell im Trend liegende Suchbegriffe aufgeführt, die zum Stöbern einladen.
  5. Wikimedia Commons
    Die Wikimedia-Commons-Datenbank umfasst mittlerweile weit mehr als 62 Millionen freie Mediendateien, die mit CC- oder Public-Domain-Lizenz versehen wurden. Neben Bildern sind beispielsweise auch Sound- und Videodateien verfügbar.

Auch Angebote wie Europeana (Kollektionen europäischer Bibliotheken), Bing (nach Eingabe eines Suchbegriffs Einschränkung über „Lizenz“) oder Google (nach Eingabe des Suchbegriffs unter „Einstellungen“>“Erweiterte Suche“>“Nutzungsrechte“) sind unserer Meinung nach eine gute Möglichkeit für die Suche nach freien Illustrationen und digitalen Objekten.

Welche Angebote nutzt Ihr für die Suche nach freien Illustrationen? Teilt es uns gerne in den Kommentaren mit.

CC BY 4.0
Weiternutzung als OER ausdrücklich erlaubt: Dieses Werk und dessen Inhalte sind – sofern nicht anders angegeben – lizenziert unter CC BY 4.0. Nennung gemäß TULLU-Regel bitte wie folgt: Wo gibt es eigentlich freie Bilder für mein offenes Bildungsmaterial?“ von Florian Hagen, Lizenz: CC BY 4.0. Der Beitrag kann als Markdowndatei runtergeladen werden.

Vier Wochen Onlinelehre – ein kurzer Einblick ins Seminar Wissenschaftliches Arbeiten

Seit knapp einem Monat läuft unser Seminar Wissenschaftliches Arbeiten im Sommersemester 2020. Doch statt Whiteboard, Beamer und persönlichem Austausch vor Ort findet die Kommunikation ausschließlich digital statt. Was festgehalten werden kann: der regelmäßige Gang in die Seminarräume und der spontane Plausch mit Studierenden und Kolleg_Innen auf den Fluren der Hochschule, in der Mensa, auf dem Campus oder in der Bibliothek fehlt. Gleichzeitig lässt sich aber feststellen, das der schnelle Umstieg auf Online-Lehre (aus Lehrendenperspektive) gut geklappt hat.

Mit drei Lehrenden (Detlev Bieler, Thomas Hapke, Florian Hagen) betreuen wir im Sommersemester 60 Bachelor-Studierende bei Prozessen wie der Themenfindung, Informationsrecherche und der Auseinandersetzung mit bewährten Kernprinzipien von Wissenschaft.

Umstellung von Präsenz- auf Onlinelehre (Florian Hagen, CC BY 4.0).

Transformation und regelmäßiger Austausch

In den vergangenen Semestern hat die tub. das Seminar Wissenschaftliches Arbeiten als wöchentliches und zweiwöchiges Angebot parallel für je 30 Teilnehmende angeboten. Mit der kurzfristigen Umstellung auf das digitale Semester an der TUHH haben wir uns schnell auf eine Zusammenlegung der beiden Veranstaltungen entschieden. Mehr als 110 Studierende hatten sich im April auf einen Platz beworben. Die Nachfrage war noch größer als in den vergangenen Jahren. Genau wie die erforderlichen Abstimmungsprozesse unter den Lehrenden.

  • Wer bietet welche Inhalte in welcher Form an?
  • Was steht uns für die Umsetzung überhaupt an Material, Hard- und Software zur Verfügung?
  • Gibt es vorzubereitende Aufgaben für Lehrende und Studierende für das wöchentliche virtuelle Treffen?
  • Gibt es konkret geäußerten Bedarf der Studierenden?

Da digital aktuell so viel kommuniziert wird wie noch nie, wollen wir durch unsere regelmäßigen Absprachen zu Inhalten und Materialform in Videokonferenzen den unnötigen Informationsüberfluss möglichst gering halten. Über Jitsi, Nextcloud, Zoom und Co stimmen wir uns dazu ab. Die Vorbereitung kostet – wie wohl bei den meisten Kolleg_Innen – viel Energie. Allerdings ist die Vorfreude auf die Studierenden auch immer sehr groß, so dass sich diese Anstrengungen bisher glücklicherweise immer erst „rechtzeitig“ zum Wochenende bemerkbar machen.

Die Materialvielfalt ist groß. Neben den (angepassten) „Standardfolien“ bieten wir den Studierenden u.a. an:

Die Inhalte folgen dabei Grundsätzen der openTUHH Policy für Offenheit und Lehre: Aufgreifen und ausprobieren von Themen und Trends in der Lehre, um gemeinsam mit unseren Studierenden herauszufinden: was für Lerngewohnheiten haben wir. Was funktioniert gut? Was eher nicht?

Veranstaltungsablauf und Austausch mit den Studierenden

Für die gemeinsamen „Live“-Treffen haben wir zum Seminarstart auf die – auch von uns selbst zahlreich ausprobierten – Videokonferenztools verzichtet. Grund dafür sind u.a. Fragen und Probleme, die in unserer eigenen Testphase aufgetreten sind:

  • Was tun bei Überlasteten oder schlechten Leitungen und anderen Tonproblemen?
  • Welche Ausstattung steht Studierenden zur geplanten fixen Zeit zur Verfügung?
  • Wie sieht es mit der aktuellen sozialen Situation hinsichtlich Live-Formaten aus (Kinderbetreuung, Betreuung von Angehörigen, Wohnsituation, etc.).

Unser Material bieten wir über StudIP an. Die Studierenden können die Inhalte asynchron bearbeiten. Wir erhoffen uns dadurch zunächst, dass das Lernziel stressfreier erreicht werden kann.

Jeden Donnerstag treffen wir uns dann gemeinsam mit den Studierenden in der Zeit von 9:45 Uhr bis 11:15 Uhr in Mattermost. Mattermost ist ein Chattool, das an der TU seit 2016 im Einsatz ist.

Mattermostchat - Personen und Inhalte mit Filter bearbeitet

Austausch über Mattermost (Florian Hagen, CC BY 4.0).

Hier diskutieren wir vorzubereitende Aufgaben, organisatorische Fragen und inhaltliche Herausforderungen rund um das bereitgestellte Material. Eine sehr hilfreiche Videoeinführung zu Mattermost gibt es hier. Zudem sei dieser Beitrag im Insights-Blog empfohlen.

Als Lehrende treffen wir uns parallel zum Treffen in Mattermost in einer Videokonferenz. Hier stimmen wir uns beispielsweise ab, wer auf welche Fragen der Studierenden antwortet, um Redundanzen möglichst gering zu halten.

Ausblick

Auch wenn das Feedback durch die Studierenden bisher positiv ausfällt, so ist uns klar, das beispielsweise auch bei Chats von einem erhöhten Stressfaktor ausgegangen werden muss. Wenn über 60 Menschen gemeinsam in Textform aktiv sind, dann kann abseits technischer Herausforderungen zudem nur von nur geteilter Aufmerksamkeit ausgegangen werden. Der weitere Seminarverlauf ist daher auch abhängig von Wünschen und Bedürfnissen unserer Studierenden. So sind bei der individuellen Themenbearbeitung auch Beratungsgespräche über – an der TU zur Verfügung stehende Videokonferenztools -wie Jitsi möglich.

Vom Aufwand für Lehrende hat man in den vergangenen Wochen viel gelesen. Wir möchten in der aktuellen Entwicklung aber vor allem die Studierenden, ihre Eindrücke und und Wünsche für die Umsetzung digitaler Lehre zu Wort kommen lassen. In den kommenden Wochen und Monaten haben daher alle Studierenden des Seminars optional die Möglichkeit, ihre Eindrücke und Erfahrungen zur Online-Uni über Beiträge im tub.torials-Blog zu teilen.

Ansonsten stellt sich für uns die Frage: wie läuft es bei Euch und Ihnen bisher im Online-Semester aus Studierenden- und Lehrendensicht? Digitale Müdigkeit oder ist der Reiz des Neuen noch nicht verflogen? Wir freuen uns auf einen Austausch! 🙂

 

CC BY 4.0
Weiternutzung als OER ausdrücklich erlaubt: Dieses Werk und dessen Inhalte sind – sofern nicht anders angegeben – lizenziert unter CC BY 4.0. Nennung gemäß TULLU-Regel bitte wie folgt: Vier Wochen Onlinelehre – ein kurzer Einblick ins Seminar Wissenschaftliches Arbeiten“ von Florian Hagen, Lizenz: CC BY 4.0. Der Beitrag kann als Markdowndatei runtergeladen werden.
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