Seminar im Sommersemester 2017


Das Seminar Wissenschaftliches Arbeiten wird im Sommersemester 2017 jeweils am Dienstag, von 13.15 bis 16.30 h, alle 14 Tage stattfinden. Der erste Termin wird der 11. April 2017 sein. Nach der Pfingstwoche beginnt der 14-tägliche Rhythmus am 13. Juni 2017.

Eine Anmeldung wird wie wohl für die meisten Lehrveranstaltungen der Nichttechnischen Wahlpflichtfächer an der TUHH vom 18. März 2017, 00:01 h, bis 28. März 2017, 23:59 h, über die Lernplattform Stud.IP möglich sein. Am Ende des Anmeldezeitraum wird am 29. März 2017 um 00:01 h per Los über den vorläufigen Platzerhalt und die Warteliste entschieden. Für den Platzerhalt ist die Teilnahme in der ersten Sitzung entscheidend. Als Studierende werden Sie gebeten, sich bei Nichtteilnahme auszutragen.

Erfahrungsgemäß wird nach dem Lostermin einige Tage „heftig“ nachgerückt und umsortiert. Auf der Warteliste befindliche Studierende könnten einen vorläufigen Platz erhalten. Ggf. lohnt sich ein Erscheinen zur Sitzung auch für nicht zugelassene Teilnehmende, die vorn auf der Warteliste stehen. Erst nach dem ersten Termin stehen die endgültigen Besetzungen für die 30 Plätze fest. In den letzten Semestern hatte man durchaus auch als 20. oder 30. der Warteliste noch ein Chance auf Teilnahme am Seminar, da nicht alle Ausgelosten und auch nicht alle Wartenden dann ihre eigene Chance wahrnehmen wollten bzw. konnten.

Die Veranstaltung wird also alle 14 Tage jeweils 4 Stunden stattfinden. Hier noch einmal eine Übersicht über die Termine:

  1. Dienstag, 11.4.2017, 13.15-16.30 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  2. Dienstag, 25.4.2017, 13.15-16.30 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  3. Dienstag, 9.5.2017, 13.15-16.30 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  4. Dienstag, 23.5.2017, 13.15-16.30 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  5. Dienstag, 13.6.2017, 13.15-16.30 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  6. Dienstag, 27.6.2017, 13.15-16.30 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  7. Dienstag, 11.7.2017, 13.15-16.30 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09

Eine Beschreibung der Veranstaltung finden Sie auch im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis, ansonsten bieten die Beiträge dieses Weblogs einen guten Überblick über die Themen! 😎

Sich systematisch informieren – das Beispiel Verfahrenstechnik

Immer wieder taucht die Frage nach einem Leitfaden oder einer kurzen Übersicht auf, wie man systematisch nach Informationen suchen sollte und sich dabei sicher zu sein, nichts Wichtiges zu übersehen.

Für den jährlich stattfindenden Projektierungskurs Verfahrenstechnik des betreffenden Studiendekanats an der TUHH wurde dieses Jahr ein (englischsprachiges) Handout erstellt. Dieses versucht auf einer Seite in linearer Form – ausgehend von allgemeinen Informationsmitteln zur Orientierung und als Hintergrundinformation bis hin zu detaillierten Quellen des Nachweises aktueller Forschung – die wichtigsten spezifischen Informationsquellen zur Verfahrenstechnik an der TUHH vorzustellen. Auch eine Poster-Version, die inhaltlich etwas umfangreicher ist, steht zur Verfügung. Manche der Inhalte sind sicher auch für andere ingenieurwissenschaftliche Fachgebiete von Relevanz.

Die hier dargestellte Linearität des Rechercheprozesses wird beim praktischen wissenschaftlichen Arbeiten sicher selten so praktiziert. Die Praxis ist deutlich iterativer und sprunghafter. Oft muss man ad hoc in Abhängigkeit vom praktischen Experiment bestimmte Stoffdaten oder Sicherheits-Informationen ermitteln, dann werden immer mal wieder Hintergrund-Informationen benötigt oder man wird zu bestimmten neuen Aspekten, die beim Forschen neu auftauchen, bei Google Scholar nicht fündig und muss dann doch noch einmal in speziellen Fachdatenbanken nach Ergebnissen aktueller Forschung recherchieren.

Vorbild und Ausgangspunkt bei der Erstellung des Handouts war ein Poster von Crystal Boyce der amerikanischen Illinois Wesleyan University, „Chemistry Lab Poster“ (2016). Das Handout und das Poster stehen in diesem Blog genauso wie das Original unter der Creative Commons Lizenz CC_BY-NC-SA International License zur Verfügung. Die verwendeten Cliparts, die nicht im Ursprungsposter auftauchen, stammen von openclipart.org und haben die Lizenz CC0, sind also Public Domain. Letzteres gilt auch für die weiteren verwendeten Abbildungen.

Offenheit als wissenschaftliche Tugend #OAweek2016

Offenheit in Bezug zu Wissen und damit Wissenschaft kann so definiert werden:

„Wissen ist offen, wenn jedeR darauf frei zugreifen, es nutzen, verändern und teilen kann – eingeschränkt höchstens durch Maßnahmen, die Ursprung und Offenheit des Wissens bewahren.“

Plakate zum Thema Offenheit tub.-710x399

Dokumentiert sind die vielfältigen Aspekte der Offenheit von Wissen z.B. in einer (virtuellen) Posterausstellung der TUHH-Bibliothek. Wissenschaftseinrichtungen und Bibliotheken weltweit nutzen die gerade stattfindende Open-Access-Woche um für das Ziel des Publizierens via Open Access zu werben, für das Ziel wissenschaftliche Informationen für alle Menschen weltweit frei zugänglich zu machen, kostenlos und möglichst frei von technischen und rechtlichen Barrieren.

Wissenschaftliches Arbeiten setzt eigentlich von Natur aus auf Offenheit des freien Wissensaustausches. Ein wichtiges Kennzeichen von Wissenschaft ist die Kommunikation. WissenschaftlerInnen, die ihre Forschungsergebnisse nicht publizieren und damit öffentlich machen, sind nicht wirklich Teil der weltweiten Wissenschaftsgemeinschaft.

So kann Offenheit als Tugend und Teil wissenschaftlicher Integrität, d.h. einer ethisch begründeten Haltung bzgl. des eigenen Handelns als Wissenschaftler, angesehen werden. Gerade in der jüngsten Zeit des digitalen Wandels sind Offene Wissenschaft oder Open Science als Oberbegriffe für das Ziel populär geworden, Wissenschaft leichter zugänglich für alle zu machen. Gerade eine globale digitale Welt, die an Nachhaltigkeit orientiert ist, ist immer mehr auf Offenheit angewiesen.

Wirkliche Intersubjektivität, nach Holm Tetens eines der fünf anzustrebenden Ideale von Wissenschaft ((vgl. Tetens: Wissenschaftstheorie. 2013, S. 17-28, hier S. 24ff), ist nur durch Offenheit möglich. Sie umfasst ein kooperatives, arbeitsteiliges Vorgehen, manchmal über mehrere Generationen hinweg. Die vier weiteren Ideale von Wissenschaft nach Tetens sind übrigens die Ideale der Wahrheit, der Begründung, der Erklärung und des Verstehens sowie der Selbstreflexion.

Seminar im Wintersemester 2016/17

Vorlesungsankündigung Wintersemster 2016/17en
Das Seminar Wissenschaftliches Arbeiten wird im Wintersemester 2016/17 jeweils am Donnerstag, von 13.30 bis 16.45 h, alle 14 Tage stattfinden. Der erste Termin wird der 27. Oktober 2016 sein.

Eine Anmeldung wird wie wohl für die meisten Lehrveranstaltungen der Nichttechnischen Wahlpflichtfächer an der TUHH voraussichtlich Anfang Oktober vom 3. Oktober 2016, 00:01 h bis 13. Oktober 2016, 23:59 über die Lernplattform Stud.IP möglich sein. Am Ende des Anmeldezeitraum wird am 14. Oktober2016 um 00:01 h per Los über den vorläufigen Platzerhalt und die Warteliste entschieden. Für den Platzerhalt ist die Teilnahme in der ersten Sitzung entscheidend. Als Studierende werden Sie gebeten, sich bei Nichtteilnahme auszutragen. [Dieser Absatz wurde am 16.9.2016 aktualisiert!]

Erfahrungsgemäß wird nach dem Lostermin einige Tage „heftig“ nachgerückt und umsortiert. Auf der Warteliste befindliche Studierende könnten einen vorläufigen Platz erhalten. Ggf. lohnt sich auch ein Erscheinen zur Sitzung auch für nicht zugelassene Teilnehmende, die vorn auf der Warteliste stehen. Erst nach dem ersten Termin stehen die endgültigen Besetzungen für die 30 Plätze fest. In den letzten Semestern hatte man durchaus auch als 20. oder 30. der Warteliste noch ein Chance auf Teilnahme am Seminar, da nicht alle Ausgelosten und auch nicht alle Wartenden dann ihre eigene Chance wahrnehmen wollten bzw. konnten.

Die Veranstaltung wird also alle 14 Tage jeweils 4 Stunden stattfinden. Hier noch einmal eine Übersicht über die Termine:

  1. Donnerstag, 27.10.2016, 13.30-16.45 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  2. Donnerstag, 10.11.2016, 13.30-16.45 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  3. Donnerstag, 24.11.2016, 13.30-16.45 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  4. Donnerstag, 08.12.2016, 13.30-16.45 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  5. Donnerstag, 22.12.2016, 13.30-16.45 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  6. Donnerstag, 12.01.2017, 13.30-16.45 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  7. Donnerstag, 26.01.2017, 13.30-16.45 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09

Eine Beschreibung der Veranstaltung finden Sie auch im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis, ansonsten bieten die Beiträge dieses Weblogs einen guten Überblick über die Themen! 😎

„Schreiben ist nicht gleich Schreiben“

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Das waren die Punkte, die im Rahmen des Rückblicks zum Seminar „Wissenschaftliches Arbeiten“ im Sommersemester 2016 eine/r der Studierenden nach folgender Aufforderung aufgeschrieben hat: „Formulieren Sie zu irgend einem der Themen des Seminars eine Faustregel oder eine Idee, die Sie für sich selbst als besonders wichtig empfunden haben!“

Bei der Kleinen Nacht des wissenschaftlichen Schreibens am 11. Mai 2016 war speziell der erste Punkt auch ein Thema in der Podiumsdiskussion. Nadine Stahlberg vom Zentrum für Lehre und Lernen der TUHH hat davon kurz berichtet.

„Schreiben ist mehr als Aufschreiben.“ Zum wissenschaftlichen Schreiben gehören z.B. auch eine systematische Literaturrecherche sowie eine Bewertung und Auswahl der Quellen, die zum Thema adäquat sind. Schreiben lässt sich aber auch als „In-Form-Bringen des Denkens“ sehen. Es bringt das Denken in eine Form z. B. hinsichtlich der Gliederung, der Fachsprache und auch der Art und Weise etwa des Zitierens. Andererseits kann es auch das Denken In-Form-Bringen dadurch, dass das Denken durch das Schreiben trainiert wird. Schreiben ist also auch ein Prozess, um auf neue Ideen und Gedanken zu kommen, wie Ruth Schaldach, wissenschaftliche Mitarbeiterin vom Institut Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz, betonte.

Prof. Lödding vom TU-Institut für Produktionsmanagement und -technik sprach von „vielmaligem Umschreiben“ bei seinen eigenen ersten Schreiberfahrungen, wofür aus Sicht eines Ingenieurs vielleicht die „Hälfte der Zeit“ eigentlich auch gereicht hätte. Für Schreibtypen vom Typ Mehr-Versionen-Schreiber ist dies andererseits ganz normal, denn fast jedes Schreiben ist ein iterativer Prozess. Jede/r Schreibende bildet eigentlich eine individuell unterschiedliche Mischung verschiedener Schreibtypen, wie sie z.B. im Online Writing Lab der TU Darmstadt beschrieben werden.

Schreiben, so Lödding, ist Kommunikation und in der Industrie auch eine Art „Hygienefaktor“: Wer gut schreibt, von der oder dem prägt sich der Eindruck ein, dass die- oder derjenige auch gut arbeitet und damit Möglichkeiten (z.B. des Aufstiegs) bekommt, die anderen vielleicht versagt werden. Peter Müller-Baum, Geschäftsführer vom VDMA-Fachverband Motoren und Systeme, betonte, wie wichtig adressatengerechtes Schreiben sei, wobei eine klare Struktur und ein „Roter Faden“ besonders hevorzuheben wären.