Neben der Session zu Dos und Don’ts gab es zahlreiche weitere Sessions…

Die Sache mit den Digitalveranstaltungen – Nachklapp zu „14 Monate online lehren und lernen – Dos and Don’ts zur Förderung eines aktiven Austauschs“

Am 11.06.2021 fand das stARTcamp meets HOOU online über Zoom unter dem Motto „Herausforderung angenommen? Wie Wissenschaft und Kultur soziale Verantwortung und Digitalisierung leben“ statt. Neben den Keynotes von Ina Schmidt („Wie wollen wir leben? Kulturelle Verantwortung als soziale Praxis“) und Kerstin Kuchta (Vizepräsidentin für Lehre der TUHH, „Lernen mit Impact – soziale Verantwortung in der Bildung der Professionals von morgen“) boten auch die Sessions (z. B. zu Learning Circles oder Entwicklung eines Lernangebots zum Thema Küstenschutz) verschiedene Anlässe zum Austausch rund um Digitalveranstaltungen in Wissenschaft und Kultur. Die komplette Übersicht zu den Sessions steht aktuell noch hier oder hier zur Verfügung.

In diesem Nachklapp zum stARTcamp möchte ich einige Punkte festhalten, die wir in der Session „14 Monate online lehren und lernen – Dos and Don’ts zur Förderung eines aktiven Austauschs“ besprochen haben. Offen teilen möchte ich diese, weil ich natürlich auch neugierig bin, welche Erfahrungen, Dos und Don’ts weitere Lernende und Lehrende in den vergangenen Monaten gesammelt haben.

1. Warum so wenig aktive Teilnahme?

Gerade zu Beginn des ersten Pandemie-Semesters (April 2020) war es laut Teilnehmer:innen der Session nicht ungewöhnlich, dass man sich in der Dozierendenrolle ein wenig alleine im digitalen Raum gefühlt hat. Die Kameras waren meist aus, aktive Beiträge von Teilnehmer:innen über Audio eher die Ausnahme. Entgegenwirken sollten anfangs u. a. gemeinsame Meeting-Regeln (jede Form von Beitrag zur Veranstaltung ist willkommen, wir erkunden gemeinsam auf Augenhöhe neue Möglichkeiten des Miteinanders). Eine große Veränderung war aber zunächst nicht wahrzunehmen.

Interessant sind natürlich vor allem die Gründe. In unserer stARTcamp-Session haben wir über einige Ursachen gesprochen, die z. B. über kleinere Umfragen und Feedbacks in den Veranstaltungen gesammelt wurden.

1.1 „Es fühlt sich unangenehm an“ 

Studierende gaben – gerade durch den recht kurzfristigen Umschwung auf komplette Digitallehre – an, dass sich der Einblick ins Privatleben ohne „Filter“ (also Einblicke für alle Teilnehmer:innen größerer Veranstaltungen) „unangenehm“ anfühlt. Konkret wurde hier u. a. erwähnt:

  • Wenn z. B. etwas Falsches gesagt wird, könnte dies auch in sozialen Netzwerken wie jodel verbreitet werden. 
  • Der Einblick in die eigenen Räumlichkeiten fühlt sich nicht richtig an. Zum einen, weil nicht immer aufgeräumt ist, aber auch weil Studierende zunächst nicht für alle zu viel aus Privatleben und privaten Umständen offen teilen möchten (Hobbys, Fotos, etc.).
  • Studierende mussten und müssen nicht selten kreativ sein, um ungestört an Online-Veranstaltungen teilnehmen zu können. Während bei Veranstaltungen vor Ort alle im gleichen Raum sitzen, mussten einige Studierende in den Digitalsemestern für mehr Ruhe z. B. aus dem Auto heraus teilnehmen, nach einem Umzug in eine neue Stadt vorübergehend wieder zurück ins Elternhaus ziehen oder auch bei Freunden und Bekannten unterkommen (hier wurden u. a. überlastete Internetleitungen oder fehlende Anschlüsse angegeben), damit die technische Infrastruktur Semester-tauglich ist. Wenig förderliche Umstände für aktiven Austausch also.
  • Angemerkt wurde auch die Befürchtung, dass vor allem in Phasen der Inaktivität (z. B. „komische“ Gesichtsausdrücke oder Bewegungen, während man Vortragenden zuhört) GIFs oder Videos erstellt werden, die dann im Netz in Umlauf gebracht werden.

1.2 Unsicherheit 

Ein weiteres Thema unserer Session war „Unsicherheit“. Komplett digitale Lehre war für Lehrende und Lernende in dieser Form neu. Einige Studierende wollten zunächst aus der Beobachterperspektive ein Gefühl für diese neue Form des Studierens gewinnen. Auch die Ausstattung an sich spielt für viele Studierende (aber auch Lehrende) nach wie vor eine Rolle. Allgemein lässt sich das Feedback, das zum Thema „Unsicherheit“ gesammelt und in der Session angesprochen wurde, in einige sehr grobe Subkategorien einteilen: „Technik“ sowie „Gruppendynamik, Arbeitsgewohnheiten und Sonstiges“.

1.2.1 Technik

  • Viele Studierende gaben an, dass es privat an geeigneter Hardware-Ausstattung fehlt. Auch Tonprobleme bei Dozierenden (von denen man eher erwartet, dass eine gewisse Ausstattung wie geeignete Mikrofone, Laptops und Kameras vorhanden ist) haben dieses Gefühl verstärkt („Wie schlimm hört sich das dann erst bei mir an?“) oder zumindest die Motivation negativ beeinträchtigt.
  • Einige der genutzten Anwendungen seien neu und wurden kaum bis gar nicht eingeführt/ erklärt. 
  • Viele Studierende hatten zunächst auch gar keine Kameras oder Mikrofone, sodass Bild und Ton nicht für eine aktivere Teilnahme eingesetzt werden konnten. Man mochte dies aber auch nicht offen mitteilen.
  • Oftmals scheiterte es auch an der Internet-Verbindung oder den verwendeten Anwendungen für Online-Veranstaltungen. Videos hakten, der Ton wurde von Aussetzern und Störgeräuschen begleitet und man habe individuell in anderen Veranstaltungen schon Rückmeldungen erhalten, dass man einfach nicht gut zu verstehen sei (sinkende Motivation weiter mitzumachen).

1.2.2 Gruppendynamik, Arbeitsgewohnheiten und Sonstiges

Neben der Technik ging es in unserer stARTcamp-Session auch noch um andere Erkenntnisse. So gibt es Studierende, die für eine konzentrierte Teilnahme in Ruhe zuschauen „müssen“. Dies sei aber oft schon in der Präsenzlehre so gewesen. Eine permanent eingeschaltete Kamera sei auch eher hinderlich für den eigenen Fokus auf Inhalte, da man sich sonst zu beobachtet fühlt und daran auch stets denken müsse. Es sei auch „ungewohnt“, dass sich alle direkt in die Augen schauen könnten. In Präsenzveranstaltungen bestehe im direkten Vergleich die Möglichkeit ganz vorne (so nimmt man weniger wahr, was in den hinteren Reihen geschieht) oder in der letzten Reihe zu sitzen (so hat man selbst alles im Blick, aber es gucken einen nicht direkt alle an).

Auch habe sich recht schnell ein gewisser Gruppendruck in Online-Veranstaltungen entwickelt. Bis auf die Dozierenden seien andere Teilnehmer:innen kaum oder gar nicht zu sehen, sodass man sich nicht durch die eigene aktive Teilnahme über Kamera und Mikrofon in den Mittelpunkt stellen wolle, um nachher noch in einem „komischen Licht“ dazustehen. In einigen Veranstaltungen sei zudem auch kommuniziert worden, dass das Ausschalten von Kameras der Übertragungsqualität der ganzen Veranstaltung zugutekomme (und somit schaltet man die Kamera auch heute noch eher nicht an).

Gesprochen haben wir in der Session auch über die großen organisatorischen Herausforderungen der Studierenden. Gerade in den ersten Wochen oder Monaten wurden z. B. Überschneidungen bei den Terminen einzelner Online-Veranstaltungen beklagt. Auch Aufgaben wie Kinderbetreuung, Nebenberuf zur Finanzierung des Studiums und andere Verpflichtungen erforderten Multitasking während laufender Veranstaltungen. Eine mögliche aktive Teilnahme habe darunter gelitten bzw. war kaum möglich. Als Alternative wurde des Öfteren der Wunsch nach Aufzeichnungen von Inhalten geäußert. Mittlerweile habe sich aber zumindest in Bezug auf Tagesabläufe des digitalen Studiums eine gewisse Routine eingestellt. Die Kameras sind in vielen Veranstaltungen aber nach wie vor meistens ausgeschaltet. Aktive Beiträge über Mikrofon und andere Austauschmöglichkeiten (gemeinsame Whiteboards und Protokolle, Umfragebeteiligungen, Chats, etc.) haben zugenommen.

2. Don’ts: Was hat nicht zur Förderung von Aktivität beigetragen?

Neben den eingangs erwähnten „Regeln“ für ein besseres Miteinander in Online-Veranstaltungen wurden weitere Schritte (erfolglos) ausprobiert, um mehr Aktivität in die Veranstaltungen zu bekommen.

  • Direkte (teilweise willkürliche) Auswahl von Studierenden, die etwas zum aktuellen Thema beitragen sollen (Einforderung aktiver Teilnahme). 
  • Erläuterung aus Perspektive der Dozierenden, wie man diese stille, schwarze Wand über Wochen/ Monate wahrnimmt. Hier bestand zum Teil auch Ungewissheit auf Seiten Dozierender, ob man überhaupt von den Studierenden gehört oder gesehen wird.
  • (Unangemeldetes) zustoßen zu Breakout-Sessions der Studierenden, was zu einem gewissen Vertrauensverlust oder zumindest kurzfristig nicht angenehmer Atmosphäre aller Beteiligten untereinander führte (es wurde z. B. von einem versehentlichen Einstieg in eine Breakout-Session berichtet, die Gespräche in der Gruppe wurden direkt eingestellt und auf die Anwesenheit der Dozierenden hingewiesen).

Dass etwas nicht funktioniert, heißt glücklicherweise nicht, dass es aus diesen Erfahrungen und Versuchen keine „Learnings“ gibt. So haben wir in der Session über unterschiedliche Erkenntnisse für die eigenen Lehr-Lern-Konzepte gesprochen, die den aktiven Austausch stützen. 

3. Dos: Was hat zu mehr Aktivität beigetragen?

Einige der besprochenen „Kniffe“:

  • 1. Spielerische Vorstellung technischer Möglichkeiten:
    Damit Studierende aktiv an einer Veranstaltung teilnehmen können, sollten mögliche Optionen der jeweiligen Videokonferenzanwendung spielerisch eingeführt werden (z. B. Anregungen für die Nutzung von Emojis als Feedbackmöglichkeit – „Bevor wir loslegen würde ich zunächst gerne mal schauen, wie es bei Ihnen heute mit der Motivation aussieht: wählen sie doch zum Einstieg einmal das passende Emoji für die eigene Tagesform“).

 

  • 2. „In der Kürze liegt die Würze“:
    Inputs sollten nicht zu lange dauern. Stattdessen können Diskussionen und Aufgaben in „digitalen Murmelgruppen“ die Dynamik einer Veranstaltung sehr positiv prägen. Gruppen berichten dann im Plenum (vorher wurde festgelegt, dass die Gruppe Sprecher:innen auswählt oder per bereitgestellten Zufallsgeneratoren wie einem Glücksrad oder anderen Auswahlmöglichkeiten bestimmt).

 

  • 3. Möglichkeit gemeinsamer Protokolle anbieten:
    Gemeinsame Protokolle haben sich vor allem auch für die gemeinsame Sammlung von Fragen bewährt. Auf diese kann nach Themenblocks oder auch im Nachgang von Veranstaltungen (schriftlich) eingegangen werden. So werden auch Fragen und Beiträge stiller Mitarbeiter:innen in gewisser Form gewürdigt.

 

  • 4. Unterschiedliche Formen von Abfragen nutzen:
    Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Umfragen gestaltet werden können. Neben Standardumfrage-Tools kann mit unterschiedlichen Skalen und Whiteboards oder einer Kombination aus Folien und Umfragetool experimentiert werden. Die Studierenden nehmen eine abwechslungsreiche Gestaltung gut an, z. T. wurde hier auch berichtet, das Studierende Feedback für weitere Umfragemöglichkeiten und -ideen äußerten.

 

  • 5. Eigene Überzeugung/ Begeisterung für Aufgaben und Inhalte:
    Wir haben in unserer stARTcamp-Session auch darüber gesprochen, dass eine gewisse Begeisterung für Inhalte und Aufgaben sich eher auf Studierende überträgt. Wenn von vorneherein bei verwendeten Materialien und Aufgabenstellungen Zufriedenheit und Überzeugung fehlen, so ist diese auch nicht bei Lernenden zu erwarten. Ist das Thema „Plagiate“ in der Wissenschaft z. B. erst einmal nicht für alle wirklich interessant, so können Fälle und Diskussionen rund um Beispiele aus dem Alltag vieler Studierender das Thema zugänglicher gestalten und den Austausch anregen. Statt „Welche Plagiatsfälle in der Wissenschaft sind bekannt?“ kann dieses Thema auch auf Themen außerhalb der Wissenschaft erweitert werden (Gespräche zu Themen wie Artikelklau im Videospieljournalismus oder im Musikbereich führten hier oft zu sehr aktiven Diskussionen zu Merkmalen und Auswirkungen, die sich somit viel verständlicher auf die Wissenschaft übertragen lassen).

 

  • 6. Persönliche Erfahrungen sind spannender und greifbarer als trockene Theorie:
    Der Austausch zwischen Lernenden und Lehrenden kommt den Erfahrungen Sessionteilnehmer:innen nach eher nicht zustande, wenn lediglich das theoretische Standardprogramm für eine Veranstaltung runtergespult wird. Viel interessanter können persönliche Erfahrungen zu Methoden und Anwendungen sein (sofern sich das für ein Thema anbietet). Wenn im Rahmen einer Veranstaltung z. B. bestimmte Vorgehensweisen (strukturierte, individuelle Informationsrecherche), Methoden (Lösung von Schreibblockaden, Einblick in eigene Erfahrungen im Rahmen von Arbeit oder Studium) oder genutzte Anwendungen (z. B. Open-Source-Anwendungen zum gemeinsamen Schreiben) vorgestellt werden. Umgekehrt interessiert mich auch immer die Perspektive der Studierenden. Was wird wie genutzt und warum? Ist das eventuell auch etwas, was für uns alle vielleicht praktikabler ist? Da die Studierenden sich in den eigenen Arbeitsprozessen und -gewohnheiten gut auskennen, besteht eine gewisse Sicherheit (Ich weiß wie mein System, meine Anwendung, meine Methode für mich am besten funktioniert) und dementsprechend ist die Scheu des Teilens hier geringer als bei anderen Themen.

 

  • 7. Experimentierfreude und Entspanntheit:
    Das spontane Ausprobieren von Themen, Inhalten und Werkzeugen, die Studierende in Veranstaltungen einbringen, ist nicht selten auch mit einer gewissen Form von „Risiko“ verbunden. Gerade die Technik oder auch die eigene Übersicht hakt dann doch mal gerne beim Vorführen. Erwähnt werden kann die Methode „Dozent ferngesteuert“. Studierende können sich hier aktiv einbringen, ohne den eigenen Bildschirm zu teilen (was z. T. nicht gerne gemacht wird oder auch aus organisatorischen Gründen nicht möglich sein kann). Als Beispiel sei hier die erarbeitete Lösung einer Rechercheaufgabe (hier führen oftmals viele Wege ans Ziel) erwähnt. Die Studierenden lotsen die Dozierenden durch das eigene Vorgehen, während die Dozierenden den eigenen Bildschirm teilen. In diesen Situationen ist auch eine gewisse Entspanntheit notwendig (ungewisse Schritte, Zugangsbeschränkungen, etc.). Das Vorleben eines recht entspannten Umgangs mit solchen Situationen trägt durchaus dazu bei, dass bereits erwähnte Hemmnisse wie „unangenehme“ Gefühle oder „Unsicherheit“ sich legen und eine anregende, positive Arbeitsatmosphäre entsteht (Fehler/ Probleme können uns allen mal passieren), die zu mehr Aktivität führen kann.

 

  • 8. Offenheit und Mensch im Blick:
    Gesprochen haben wir in der Session auch über den offenen, hilfsbereiten Umgang miteinander, möglichst auf Augenhöhe. Wenn man aus Perspektive von Dozierenden also Offenheit für Fragen rund um Veranstaltungsinhalte und Hilfsbereitschaft signalisiert, kommen hier zunehmend durchaus auch Fragen, die eine umfassendere Beratung erfordern. Auch wenn dies mehr Zeitaufwand bedeutet, so kann dies am Ende durchaus dazu führen, dass die unterstützten Studierenden sich zu Aktivposten im Rahmen von Veranstaltungen entwickeln. Selbst Schneeballeffekte sind keine Seltenheit (studentische Beiträge führen meist zu weiteren studentischen Beiträgen), Veranstaltungen und Diskussionen erfordern so weniger Leitungsaufwand.

 

  • 9. Denkpausen einräumen:
    Simpel und irgendwie doch so schwer: eine Kollegin sprach beim stARTcamp an, dass das Einräumen von Denkpausen bei Fragerunden in Online-Veranstaltungen oftmals vergessen oder vernachlässigt wird. Diese stillen Phasen sollten ertragen und nicht nach wenigen Augenblicken durch Hilfestellungen oder vorgegebene Antworten übergangen werden. Andernfalls kann aus Studierendenperspektive auch der Eindruck entstehen, dass grundsätzlich gar keine aktive Auseinandersetzung mit Fragestellungen erforderlich sei, da die Antwort gleich mitgeliefert wird („Die Antwort wird sowieso gleich vorgegeben, da kann ich mir die Mühe sparen.“).

4. Zusammengefasst

Unsere kleine Austauschsession beim stARTcamp hat Spaß gemacht (vielen Dank auch nochmal an die Runde!). Ein Kollege merkte in meinen Augen völlig richtig an, dass viele der aufgeführten Diskussionspunkte abseits technischer Herausforderungen keine exklusiven Herausforderungen von Online-Lehr-Lern-Angeboten seien. Für mich kann hier somit über die eigenen Digitalangebote hinaus auch viel für eine eventuell zukünftig wieder stattfindende Präsenzlehre und Hybrid-Modelle abgeleitet werden. Spannend ist neben (nicht unbedingt neuen) Gründen für fehlende aktive Teilnahme am Austausch in digitalen Veranstaltungen aber vor allem die in den letzten Monaten zunehmende Experimentierfreude bei vielen Lehrenden und Lernenden. Diese lässt – egal ob physisch vor Ort, hybrid oder digital – hoffen, dass viele Gedanken, Methoden und Ideen auch zukünftig erhalten bleiben und weitergedacht werden. 

Welche Erfahrungen habt ihr in den vergangenen Monaten bei Onlineveranstaltungen gesammelt? Was sind eure Dos und Don’ts? Teilt es uns doch gerne über die Kommentarfunktion mit. 

 

CC BY 4.0
Weiternutzung als OER ausdrücklich erlaubt: Dieses Werk und dessen Inhalte sind – sofern nicht anders angegeben – lizenziert unter CC BY 4.0. Nennung gemäß TULLU-Regel bitte wie folgt: Die Sache mit den Digitalveranstaltungen – Nachklapp zu „14 Monate online lehren und lernen – Dos and Don’ts zur Förderung eines aktiven Austauschs“ von Florian Hagen, Lizenz: CC BY 4.0. Der Beitrag steht auch als Markdowndatei und PDF zum Download zur Verfügung.
Kalenderblatt

Monatsnotiz April/ Mai 2021 – Open-Access-Veranstaltungen, Zotero für iOS, Podcastempfehlung

In den vergangenen Wochen gab es viele Veranstaltungen rund um Open Access. Unser Bachelorseminar „Wissenschaftliches Arbeiten“ ist im April ins Sommersemester 2021 gestartet und ich habe einige Tools und Anwendungen ausprobiert. Auch eine neue Podcast-Empfehlung rund um „Openness“ gibt es in dieser Monatsnotiz.

Veranstaltungen

13.04.2021: „DEAL Praxisaustausch“

Beim DEAL-Praxisaustaustausch zu Publikations- und Kostendatenmanagement ging es um Einblicke in die Umsetzung der systematischen Erfassung von Publikationsdaten und den damit verbundenen Zahlungsinformationen. Die Veranstaltung bot dabei Input-Beiträge und Breakout-Sessions für den Austausch unter Fachexpert:innen und Interessierten. Los ging es mit Bernhard Mittermaier (Forschungszentrum Jülich), der in seinem Impulsbeitrag den Open Access Monitor und die damit verbundenen verschiedenen Einsatzmöglichkeiten für unterschiedliche Einrichtungen vorstellte (Erfassung des Publikationsaufkommens in wissenschaftlichen Zeitschriften). 

Es folgte ein Beitrag von Agathe Gebert (Publikations- und Publikationskostenmonitoring bei GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften). Dieser gliederte sich in vier Leitfragen im Zusammenhang mit den Open-Access-Aktivitäten bei GESIS:

  • Wie entscheiden wir uns für Transformationsverträge?
    • u. a. Publikationsanalysen und Publikationshäufigkeit in bestimmten Publikationen.
  • Wie monitoren wir Publikationen?
    • u. a. Forschungsinformationssystem, OA-Monitor und Dashboards.
  • Wie monitoren wir Publikationskosten?
    • Orientierung am Leibniz-Fonds, sehr viele zentrale Rechnungen.
  • Welche Verbesserungen planen wir in den nächsten Jahren?
    • u. a. neue Buchungskontenansätze und Schulungen.

15.04.2021: Irene Barbers (Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich): „Monitoring von Publikationskosten“

Irene Barbers gab einen Einblick in den „Workflow Publikationsgebühren“ des Forschungszentrums Jülich. Gezeigt wurden im Rahmen des Vortrags auch das Open Access Barometer sowie der Open Access Monitor. Das Barometer bietet Daten zur Transformation von der Subskription hin zu Gold Open Access, ist Grundlage für Vertragsverhandlungen und verbindet unterschiedliche Kenngrößen wie Publikations- und Subskriptionswerte. Der Open Access Monitor dient der Erfassung des Publikationsaufkommens in wissenschaftlichen Zeitschriften. Sowohl die Folien als auch eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung stehen zur Verfügung.

22.04.2021: Benjamin Auberer (LMU München): „Etatverteilung nach dem DEAL“

Zentrales Thema des Beitrags von Benjamin Auberer waren die Herausforderungen der Open-Access-Transformation für die Etatverteilung bei Bibliotheken. Der Vortrag basiert
u. a. auf einer Masterarbeit, die im Sommer 2020 eingereicht wurde und greift eine allgemeine, überregionale Expertenstudie auf, die die Voraussetzungen und Bedingungen der Verankerung von Open Access in bibliothekarischen Etats untersuchte. An dieser nahmen zehn Erwerbungsleiter:innen sowie Open-Access-Verantwortliche teil. Die Ergebnisse wurden hinsichtlich folgender Fragen aufbereitet:

  • „Geht die Welt unter?“
  • „Braucht man noch Etatverteilung?“
  • „Anforderungen an das System?“
  • „Welche Anforderungen werden an die Einrichtungen gestellt?“

Für einen umfassenden Einblick stehen die Folien sowie die knapp 28 Minuten lange  Videoaufzeichnung zur Verfügung.

29.04.2021: Anja Oberländer (KIM Universität Konstanz) und Marco Tullney (TIB): „Gemeinschaftliche Open-Access-Finanzierung als Aufgabe für Bibliotheken“

Anja Oberländer und Marco Tullney luden zum Austausch über gemeinsame konsortiale Open-Access-Lösungen ein. In der Bibliothekslandschaft sind Konsortien vereinfacht zusammengefasst Zusammenschlüsse von Bibliotheken, die das Ziel des gemeinsamen Erwerbs von Nutzungsrechten (beispielsweise von Datenbanken und elektronischen Publikationen) verfolgen. Zum Einstieg der Veranstaltung wurde ein Überblick über viele Basisthemen von Open Access gegeben. So ging um die Open-Access-Transformation und die Auswirkungen auf Tätigkeiten und Budgets von Bibliotheken (z. B. Wie sollte mit Nicht-Open-Access-Veröffentlichungen umgegangen werden, wenn Open Access wirklich gefördert werden soll und Umgang mit der derzeitigen Abhängigkeit von Sondermitteln auf dem Weg zur Abdeckung über reguläre Erwerbungsetats). Neben den Herausforderungen rund um publikationsbasierte Abrechnungsmodelle spielt hier auch die nach wie vor bestehende Abhängigkeit zu großen, wissenschaftlichen Verlagen eine Rolle. Hervorzuheben ist an dieser Stelle die im Vortrag erwähnte Wichtigkeit der Vielfältigkeit der Open-Access-Landschaft. Es sollte nicht nur ein einziges Open-Access-Modell verfolgt werden (auch, um neue Abhängigkeiten zu meiden), sondern den zahlreichen unterschiedlichen Bedürfnissen in der Wissenschaftslandschaft entsprechend unterschiedliche Modelle und Entwicklungen betrachtet und unterstützt werden. Als Beispiel wurde in diesem Zusammenhang auch das Projekt KOALA (Konsortiale Open-Access-Lösungen aufbauen) als gemeinsame Open-Access-Lösung vorgestellt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung bietet der zur Verfügung gestellte Foliensatz sowie die knapp 38 Minuten lange Videoaufzeichnung.

22.04./ 23.04.2021: Open Access Barcamp

Dieses Jahr habe ich das erste Mal beim Open Access Barcamp teilgenommen. Die Veranstaltung wurde vom Team von open-access.net organisiert. Über Barcamps wurde im tub.torials-Blog u. a. auch in Beiträgen zum stARTcamp 2019 und dem Hamburger OERCamp 2020 berichtet. Dabei handelt es sich um Veranstaltungen, die im Gegensatz zu klassischen Konferenzen, wenig vorgegebenes Programm anbieten. Stattdessen agieren Teilnehmende als Teilgebende und schlagen selbst Themen oder Sessions vor, über die dann im Plenum tagesaktuell abgestimmt wird.

Beim Open Access Barcamp 2021 gab es so auf zwei Tage verteilt insgesamt fünf Sessionblöcke, in denen nach kurzen Inputs Austausch und Diskussionen entstanden. Bei der Darstellung des Sessionsplans habe ich mich von viola’s blog inspirieren lassen. Meine Teilnahme ist also mit einem „*“ gekennzeichnet:

Sessionblock 1

  • Feedback/ Austausch Weiterentwicklung der Open-Access-Plattform – Anforderungen aus der Community
  • Über den Tellerrand: Forschungsdaten und deren Publikation
  • Austausch: Anforderungen an Publikationssoftware

Sessionblock 2

  • Offener Austausch: Open-Access-Advocacy – Bewerbung von OA-Angeboten (*) an der eigenen Einrichtung
  • Diskussion: Open Access-Services vs. Subskriptionsangebote – auf welchem Auge sind wir blind? & Austausch: DEAL und Open-Access-Transformation an der Einrichtung kommunizieren

Sessionblock 3

  • Publikationsdaten-Management institutionelles Repositorium? Excel? Access?
  • Rechtsfragen in der OA-Beratung (*)

Sessionblock 4

  • OA Gender Publication Gap
  • Austausch Praktikerinnen zu Zweitveröffentlichungsservices (*)
  • Austausch zu scholar-led Publishing im Bereich Bücher

Sessionblock 5

  • Creative-Commons-Lizenzen bei Open-Access-Büchern – Wie geeignet sind sie?
  • Von der OAPolicy zur Open Science Policy
    Diamanten schürfen – Unterstützungsmöglichkeiten für Diamond OA (*)

Neben interessanten Session-Inhalten (so haben wir beispielsweise im Team Verlagsverträge „unter die Lupe“ genommen und über Bewerbungsmöglichkeiten von Open Access an den eigenen Einrichtungen gesprochen) und Austauschmöglichkeiten außerhalb der Sessions an virtuellen Thementischen (hier ging es in meinen Runden u. a. darum, welche Tools, Arbeitsprozesse und Zusammenarbeiten uns derzeit beschäftigen) waren für mich – zumindest mit derart vielen Teilnehmer:innen – die Erfahrungen mit der Videokonferenzanwendung Gather.town und dem virtuellen Whiteboard Miro neu.

Gather.town ermöglichte es, dass Teilnehmer:innen nach Erstellung eines Avatars durch virtuelle Konferenzhallen, Teeküchen und Sessionräume wandern und sich an Sitz- und Stehmöglichkeiten für Gespräche in kleineren Runden zusammenfinden konnten. Wie das ganze aussehen kann, habe ich weiter unten im Beitrag im Bereich „Tools und Anwendungen“ anhand anderer Veranstaltungen etwas detaillierter beschrieben.

Ein Screenshot der Gather.town-Veranstaltungsräumlichkeiten des Einführungsfoliensatzes beim Open Access Barcamp (nicht unter freier Lizenz).

Ich empfand diese Umsetzung sehr motivierend. Mitunter kam richtiges Konferenzfeeling auf und die ganze Organisation hat in meinen Augen sehr gut funktioniert. Ging man in den Konferenzräumlichkeiten doch mal verloren, so hat einen nach wenigen Augenblicken das Organisationsteam wieder auf den richtigen Weg gebracht. Wie Viola Voß bereits in ihrem Beitrag einen Kollegen zitierte: „Heute gehe ich nicht mit Zoom-Fatigue-Kopfschmerzen nach Hause, sondern mit einem Lächeln im Gesicht.“

Die Planung der Sessions und auch die Dokumentation erfolgte über ein Miro-Whiteboard. Aktuell kann hier auch noch in die einzelnen Dokumentationen geschaut werden. Vorstellen kann man sich so ein Whiteboard als „unendliche“ Fläche, in der Teams in Echtzeit gleichzeitig arbeiten können. Im Rahmen des Barcamps konnte so auf den Session-Plan zugegriffen, Dokumente angeschaut oder im Rahmen einzelner Themenräume virtuelle Notizzettel für Austausch und Diskussion angepinnt werden. Die Dokumentation der Sessions wurde Teilnehmenden im Nachgang noch zur Verfügung gestellt.

In Miro-Whiteboards kann stufenlos rein- und ausgezoomt werden.

Zusätzliche Impressionen zum Open Access Barcamp gibt es auch über #OABarcamp21.

Blogbeitrag Open Science Barcamp

Im Februar hat unser Projektteam „Modernes Publizieren“ am Open Science Barcamp 2021 (#oscibar) teilgenommen. In einem Sammelbeitrag mit vielen anderen Teilnehmer:innen schauen wir zurück auf Themen der Veranstaltung vom 16. Februar 2021. Inhalte sind u. a. Wissensungerechtigkeit, (Wieder-)Verwendung von Forschungsdaten, Unterstützung offener Wissenschaftler:innen, Single-Source-Publishing und Publikationsstrukturen. Auch der komplette Session-Plan und die jeweiligen Dokumentationen sind über den Beitrag abrufbar. Weiteres zum Open Science Barcamp gibt es auch in der Februar-Monatsnotiz.

Seminar Wissenschaftliches Arbeiten

Im April ging es endlich wieder los mit dem Bachelorseminar Wissenschaftliches Arbeiten. Neben allgemeinen Themen wie formalen Anforderungen und einer Kurzvorstellung von Anwendungen für das gemeinsame Arbeiten (im Seminar kann individuell oder in Teams eine wissenschaftliche Arbeit geschrieben werden) ging es bisher um die Auseinandersetzung mit der Ideenfindung (Themen sind frei wählbar), Exposé und Fragestellung, Recherchemöglichkeiten, Literaturverwaltung, Lese- und Notizmethoden (einige offene Kurzusammenfassungen und Skripte sind verlinkt). Neu ist im Rahmen unseres Seminars auch, dass zu vielen Veranstaltungen neben Skripten im Nachgang eine „Gesammelte Notiz“ erstellt wird, welche die wesentlichen Inhalte, Fragen und dazugehörige Antworten nochmals kurz zusammenfasst.

Tools und Anwendungen

An Tools und Anwendungen gibt es einige, die ich in den letzten Wochen ausprobiert habe. Nicht bei allen Anwendungen handelt es sich um Open-Source-Lösungen. Nichtsdestotrotz möchte ich auch diese kurz erwähnen.

Gather.town (Online-Konferenztool für interaktiven Austausch)

Gather.town habe ich bereits im Kontext des Open Access Barcamps erwähnt. Hier möchte ich nun etwas genauer zeigen wie das ganze aussehen kann und funktioniert. Ausprobiert habe ich Gather.town u. a. im Rahmen von Sitzungen mit dem Team Modernes Publizieren. Im Gegensatz zu Videokonferenzanwendungen wie BigBlueButton oder Zoom ist man hier mit Avataren in virtuellen Räumen unterwegs. Der eigene Avatar wird nach Erstellung über die Pfeiltasten auf der Tastatur durch den Raum bewegt (alternativ mit den Tasten „W“, „A“, „S“ und „D“). Bei interaktiven Objekten (beispielsweise Tagesordnungen in Form eines aufgehängten Zettels oder ein Video) kann mit der Taste „X“ interagiert werden. Es gibt darüber hinaus noch viele weitere Optionen (automatische Verfolgung anderer Personen, Änderung der Informationen zum eigenen Avatar, etc.), die meinen bisherigen Erfahrungen nach bisher im Rahmen größerer Veranstaltungen immer sehr gut verständlich einleitend erklärt wurden.

Ein Teamtreffen in Gather.town.

Am der linken Seite des Browsers ist eine Chat-Option zu sehen. Hier kann eingestellt werden, ob mit allen Personen („everyone“), im näheren Umfeld befindlichen Avataren („nearby“) oder nur bestimmten Personen gechattet werden soll. Ebenfalls auf der linken Browserseite befindet sich die Teilnehmer:innen-Liste. Hier können wir also sehen, wer sich gerade alles im Raum befindet. Für mich einer der größten Vorteil gegenüber anderen Videokonferenzsystemen: Ein wenig kehrt die Flexibilität von Face-to-Face-Kommunikation zurück. Man kann sich Personen zuwenden, sich in Gruppen mit gleichgesinnten spontan an einen (virtuellen) Tisch setzen (oder alternativ natürlich den Strand ;-)) und einfach durch Räumlichkeiten streifen – so wie zumindest ich das auch gerne bei Präsenzveranstaltungen mache.

Coolors (Farbgenerator) für Foliensätze und mehr

Ich habe mal wieder ein wenig in den HOOU-Materialien der TUHH gestöbert. Dabei handelt es sich um eine Linkliste für Illustrationen, Videos, Sounds und mehr, dass für die Erstellung von offenen Lernangeboten und Materialien genutzt werden kann. Eine sehr schöne Sammlung. Gestoßen bin ich dabei auf Coolors. Coolors ist ein Farbgenerator, der im Grunde für alle Anliegen nützlich sein kann, wo die Farbabstimmung eine Rolle spielt. Bei mir ist es oftmals so, dass ich einige Ideen für Foliensätze habe, mich meine Farbabstimmung an sich dann aber selten vollkommen zufrieden stimmt. Ich lande dann wieder bei eher „sicheren“ Farbabstimmungen, die klassisch und dezent wirken (z. B. unterschiedliche Kombinationen von Grautönen mit Weiß). Mit Coolors können schnell gut aufeinander abgestimmte Farbpaletten gefunden werden. Vorstellen kann ich mir hier auch einen Nutzen für die Erstellung von Webseiten, Logos, Icons oder Bilderserien in Social-Media-Kanälen von Bibliotheken.

Zotero iOS (Mobile Literaturverwaltung/ Beta)

Zotero ist eine Literaturverwaltungsanwendung. Eine Kurzeinführung dazu gibt es in diesem Beitrag in Text- und Videoform. Aktuell befinden sich in der Beta-Testphase u. a. ein integrierter PDF-Reader und eine iOS-App. Beides funktioniert im Zusammenspiel bereits jetzt schon hervorragend. Bislang synchronisiert der PDF-Reader bei mir ohne Probleme unabhängig vom verwendeten Gerät. Notizen und Anmerkungen, die also auf Tablet oder Smartphone erstellt werden, sind für die spätere Weiterverarbeitung direkt am Rechner abrufbar für die Weiterverarbeitung und umgekehrt.

Derzeit im Beta-Test: ein integrierter PDF-Reader.

Derzeit im Beta-Test: ein integrierter PDF-Reader.

Auch für meinen individuellen Workflow (Literatur unterwegs über mobile Geräte recherchieren, anlesen und mit wenig Aufwand in die eigene Literatursammlung überführen) sehe ich hier bereits in der Testphase viele robuste Verbesserungen. Diese und weitere Funktionen sollen Bestandteil der kommenden Zotero-Version 6 sein, für die eine Veröffentlichung in 2021 geplant ist. Wer an der Beta teilnehmen möchte, erhält auf den Zotero-Seiten weitere Informationen.

Zotero mobil: Menüansicht in der iOS-App

Zotero mobil: Menüansicht in der iOS-App.

Chat-Angebot der Bibliothek

Ausprobiert habe ich in den vergangenen Wochen Mibew. Mibew ist eine Open-Source-Chatanwendung die simpel zu bedienen ist – so wie man das von vielen Chats eben kennt. Nutzer:innen können somit beispielsweise schnell und effizient Antworten auf bestimmte Fragen, Empfehlungen und weitere Unterstützung erhalten. Hintergrund ist die kontinuierliche Entwicklung neuer und verbesserter Service-Angebote der TU-Bibliothek. Weiteres dazu gibt es im Beitrag Der neue Bibliotheks-Chat. Ich bin auf jeden Fall schon auf Praxiseindrücke gespannt und finde es super, dass Nutzer:innen zukünftig auf einen weiteren Kommunikationskanal dank dem Engagement der Benutzungsabteilung der TU-Bibliothek zurückgreifen können.

Podcasts

Auch Podcast-Empfehlungen dürfen in dieser Monatsnotiz nicht fehlen. Besonders gut gefallen haben mir die kurzen Einblicke in den Wissenschaftsalltag, die Open Science Stories von Heidi Seibold bietet. In kurzen, bisher maximal zwölf Minuten langen, Geschichten geben Wissenschaftler:innen Einblicke in persönliche Erfahrungen und Eindrücke rund um Offenheit in der Wissenschaft. Nicht „nur“ informativ, sondern auch wirklich emotional und spannend. So gibt beispielsweise Heidi Seibold selbst in der Episode „Open Science is science done right“ Einblicke in den Abschied von Freunden und Familie, um den Weg in die Wissenschaft anzugehen, während Claudia Frick in „Open Peer Review“ von einem Begutachtungswerkzeug der Open-Science-Bewegung am Beispiel eigener Publikationen berichtet. Hier wird neben all den Vorteilen auch über berechtigte Ängste gesprochen, die offene Wissenschaft mit sich bringen kann. Sehr empfehlenswert!

 

CC BY 4.0
Weiternutzung als OER ausdrücklich erlaubt: Dieses Werk und dessen Inhalte sind – sofern nicht anders angegeben – lizenziert unter CC BY 4.0. Nennung gemäß TULLU-Regel bitte wie folgt: „Monatsnotiz April/ Mai 2021 – Open-Access-Veranstaltungen, Zotero für iOS, Podcastempfehlung“ von Florian Hagen, Lizenz: CC BY 4.0. Der Beitrag steht auch als Markdowndatei und PDF zur Verfügung.
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