Über Thomas Hapke

Former subject specialist for process engineering, biotechnology, environmental protection, natural sciences and mathematics. University Library of Hamburg University of Technology

Seminar im Wintersemester 2015/16

Ankuendigung Seminar Wissenschaftliches Arbeiten im Wintersemester 2015/16
Das Seminar Wissenschaftliches Arbeiten wird im Wintersemester 2015/16 jeweils am Donnerstag, von 13.30 bis 16.45 h, alle 14 Tage stattfinden. Der erste Termin wird der 22. Oktober 2015 sein.

Eine Anmeldung wird wie in den vorigen Semestern innerhalb eines bestimmten Zeitraumes von mehreren Tagen [Nachtrag 15.9.2015: Anmeldungszeiten wie für wohl die meisten Lehrveranstaltungen der Nichttechnischen Wahlpflichtfächer an der TUHH von 01.10.2015, 00:01 bis 09.10.2015, 23:59] über die Lernplattform Stud.IP möglich sein. Am Ende des Anmeldezeitraum, der vermutlich in der ersten Oktober-Hälfte sein wird, wird per Los über die Teilnahme und die Nachrückliste entschieden. Der Anmeldezeitraum richtet sich nach dem Prozedere, das möglichst für den gesamten Nichttechnischen Wahlpflichtbereich an der TUHH angewandt werden soll. Weiterlesen

Was gehört zum wissenschaftlichen Arbeiten?

Als kritisches Feedback im Rahmen des Seminars „Wissenschaftliches Arbeiten“ im Sommersemester 2015 wurde Folgendes geäußert:

„Ich hatte mir mehr Tipps und Hilfen erhofft, wie überhaupt ein wissenschaftliches Ergebnis erzielt werden kann. Dies in schriftliche Form zu bringen, hatte ich nicht als zentrales Problem […] gesehen. (Bs[p]w. Dokumentation, Kreativität, Vielseitigkeit, Fragestellungen finden und konkretisieren, etc.)“

Buchgrafik (Vignette) Ingenieurwesen. Aus: Amtlicher Katalog des Deutschen Reiches. Weltausstellung in Paris 1900

Buchgrafik (Vignette) Ingenieurwesen. Aus: Amtlicher Katalog des Deutschen Reiches. Weltausstellung in Paris 1900. © Foto: Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Fotograf/in: Anna Russ. Lizenz: Creative Commons BY NC SA

Zum wissenschaftlichen Arbeiten gehört natürlich viel mehr als im Fokus des Seminars steht. Das Finden von Fachinformation, der Umgang mit Informationsflut durch Literaturverwaltungs-Software, die auch das Zitieren und Publizieren erleichtert, sowie das Schreiben als Schwerpunkte des Seminars sind eher „Techniken und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens“ und vernachlässigen das konkrete wissenschaftliche Arbeiten spezifisch in den Ingenieurwissenschaften, also insbesondere ingenieurspezifische Forschungsmethoden und -praxis.

Hier folgen Hinweise auf weitere Ressourcen in Form von im TUHH-Intranet verfügbaren Online-Büchern – quasi als „Brücke“ (siehe Abbildung oben) zu vielleicht im Seminar vermissten Aspekten wissenschaftlichen Arbeitens in den Ingenieurwissenschaften:
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Rezepte von der 2. Kleinen Nacht des wissenschaftlichen Schreibens

2. Nacht des wissenschaftlichen Schreibens an der TUHH 2015 - Ankündigung
Die 2. Kleine Nacht des wissenschaftlichen Schreibens am 20. Mai 2015 bot für die mehr als 100 Teilnehmenden wieder vielfältige Anregungen für Studierende und Lehrende rund ums wissenschaftliche Schreiben und Arbeiten.

Erwartet und geboten werden bei diesem Thema immer wieder Rezepte, wobei jedes Rezept – auch in der Küche – immer nur so gut ist wie der jeweilige individuell vorhandene Kontext, der die agierende Person betrifft, die genutzte „Ausrüstung“, den fachliche Rahmen und vieles mehr. Rezepte sollten vor allem zur Reflexion über das eigene Verhalten anregen, zum „Sich selbst kritisch beim wissenschaftlichen Arbeiten über die Schultern schauen“. Oft hilft es auch zu wissen, dass es anderen auch nicht anders geht als einem selbst.

Die Nacht begann mit einem Zitat von Judith Wolfsberger:

„Wissenschaftliches Schreiben ist eine hoch komplexe Angelegenheit, die man nur langsam und Schritt für Schritt lernen kann. Dazu braucht es einerseits brauchbare Methoden und andererseits den raum, etwas auszuprobieren. Lernen ist nur möglich, wenn es erlaubt ist, Fehler zu machen.“
(Judith Wolfsbgerger: Frei geschrieben : Mut, Freiheit und Strategie für wissenschaftliche Arbeiten. 3. Aufl. Wien: Böhlau, 2010, S. 145)

Festzuhalten ist mit Wolfsberger auch: „Schreiben ist ein Handwerk, es kann erlernt werden. Der Schreibfluss kann durch bestimmte Methoden gefördert werden und durch Praxis aufrechterhalten werden.““ (S.18)

Raum zum Schreiben bei der Kleinen Nacht 2015
Alle Impulsvorträge boten vielfältige Rezepte zum „Mitnehmen“ während der Kleinen Nacht, hier eine Auswahl an Beispielen und nicht zufällig wird der „rote Faden“ immer wieder erwähnt (!):

  • Anne Rose Sanderink und Christoph Wendt wiesen auf mögliche Fallstricke beim wissenschaftlichen Schreiben hin und gaben u.a. folgende Hinweise: Weiterlesen

Seminar im Sommersemester 2015

Das Seminar Wissenschaftliches Arbeiten wird im Sommersemester 2015 jeweils am Dienstag, von 15:45 bis 19.00 h, alle 14 Tage stattfinden. Der erste Termin wird der 7. April 2015 (Dienstag nach Ostern!) sein.

Wie in den vorigen Semestern wird es einen Anmeldezeitraum von mehreren Tagen in der Lernplattform Stud.IP geben, an dessen Ende per Los über die Teilnahme und die Nachrückliste entschieden wird. Der Anmeldezeitraum ist vom 09.03.2015, 12:00 h bis 22.03.2015, 23:59 h. Dieser orientiert sich damit weitgehend an den Anmeldeverfahren der anderen Veranstaltungen bei den „Nichttechnischen Wahlpflichtfächern“ (NTW).

Sind Sie ausgelost worden, bestätigen Sie bitte Ihren Seminarplatz bis zum 25. März per Email. Bitte beachten Sie, dass Ihr Platz für Studierende auf der Warteliste freigegeben wird, wenn Sie keine Bestätigungsmail schreiben.

Erfahrungsgemäß wird nach dem Lostermin einige Tage „heftig nachgerückt“, ehe die endgültigen Besetzungen für die 30 Plätze feststehen. In den letzten Semestern hatte man durchaus auch als 20. oder 30. der Warteliste noch ein Chance auf Teilnahme am Seminar, da nicht alle Ausgelosten und auch nicht alle Wartenden dann ihre eigene Chance wahrnehmen wollten bzw. konnten.

Die Veranstaltung wird also alle 14 Tage jeweils 4 Stunden stattfinden. Hier noch einmal eine Übersicht über die Termine:

  1. Donnerstag, 7.4.2015, 15:45 bis 19.00 h im Gebäude H (SBC5), Raum H0.09
  2. Donnerstag, 21.4.2015, 15:45 bis 19.00 h im Gebäude H (SBC5), Raum H0.09
  3. Donnerstag, 5.5.2015, 15:45 bis 19.00 h im Gebäude H (SBC5), Raum H0.09
  4. Donnerstag, 19.5.2015, 15:45 bis 19.00 h im Gebäude H (SBC5), Raum H0.09
  5. Donnerstag, 2.6.2015, 15:45 bis 19.00 h im Gebäude H (SBC5), Raum H0.09
  6. Donnerstag, 16.6.2015, 15:45 bis 19.00 h im Gebäude H (SBC5), Raum H0.09
  7. Donnerstag, 30.6.2015, 15:45 bis 19.00 h im Gebäude H (SBC5), Raum H0.09

Eine Beschreibung der Veranstaltung finden Sie auch in der Modulbeschreibung, ansonsten bieten die Beiträge dieses Weblogs einen guten Überblick über die Themen! 😎

Systematisches Literatur-Review

Ein bewertender Literaturüberblick oder Review zu einem bestimmten Thema oder zu einer definierten Forschungsfrage ist eine wichtige Voraussetzung am Beginn jedes wissenschaftlichen Arbeitens und Forschungsprojektes. Anhand von Literaturquellen wird quasi die „Geschichte“ einer thematischen Fragestellung bewertend beschrieben bzw. „erzählt“. „Telling a research story“ ist dann auch der Titel eines Ratgebers zum Verfassen von Reviews.

Insbesondere sogenannte systematische Literatur-Reviews sind in Fachgebieten wie Medizin, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften von Bedeutung, da hier oft für Praxis und Politik „evidenz-basiert“ über die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung berichtet werden soll. Aber auch in andere Themengebiete wie die Ingenieurwissenschaften dringt das Thema langsam ein (vgl. narratives Review zum Thema Reviews in parallelem Blog-Beitrag).

Für "Systematische Literatur-Reviews" ist charakteristisch, dass die Kriterien für die Auswahl der Quellen offen dargelegt wird. Auch das Vorgehen bei der Literatursuche wird ausreichend detailliert erläutert. Als Ergebnis des Reviews soll ersichtlich sein, was bekannt ist hinsichtlich der Fragestellung und was unbekannt ist bzw. wo noch Forschungsbedarf besteht.

Der im Folgenden beschriebene Ablauf eines Reviews ist das Ergebnis eines Eintauchens in die Literatur zum Thema Reviews. Hier werden in der Regel zwischen 5 und 10 Phasen unterschieden, die beim Abfassen eines Systematischen Literatur-Review durchlaufen werden. Der aus der Literatursichtung erarbeitete, hier folgende Vorschlag einer einzuhaltenden Abfolge von Schritten soll einen Rahmen und damit eine Hilfestellung zum Anfertigen eines Systematischen Reviews bieten.

  1. Vorbereitung des Reviews
    Was ist der Anlass ein Review zu schreiben? Welcher Themenbereich?
     
  2. Fragestellung des Reviews
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Quellen im Original anschauen – ein Fallbeispiel

Eine sehr wichtige Regel beim Zitieren von fremden Arbeiten lautet:

  • Quellen sollten möglichst im Original angeschaut werden!
    Als Sekundärzitate bezeichnet man das Übernehmen von Inhalten, Angaben und wörtlichen Zitaten einer Publikation, die man selbst nicht vorliegen hat, die aber in einer Arbeit verwendet werden, die man selbst gelesen hat. Solche Sekundärzitate sollten vermieden werden!

Inhaltlich spricht gegen Sekundärzitate. dass der Autor, dessen Text man vorliegen hat, die eigenen Zitate in der Regel aus seiner Sicht und dadurch auch in spezifischer Auswahl wiedergibt. Manchmal können gar Daten falsch wiedergegeben werden.

Das folgende Beispiel eines Zitats eines Konferenzbeitrages eines TUHH-Autors zeigt, wie verbreitet Sekundär-Zitate sind und wie häufig Zitate – hier nur als einfache Zitierung einer Quelle – einfach abgeschrieben werden, ohne dass die Quelle überprüft wird.

Google Scholar Recherche nach Friedel "European Two-Phase Flow Group Meeting"

Wie man schon auf Google Scholar bemerken kann, wird der folgende Konferenzbeitrag sehr häufig zitiert:

  • Friedel, L. (1979). Improved Friction Pressure Drop Correlations for Horizontal and Vertical Two-Phase Pipe Flow, European Two-Phase Flow Group Meeting, Ispra, Italy, June, Paper E2.

Dies gilt selbst für aktuellste Aufsätze! Der Versuch diese Papier im Original zu bekommen, ist leider nicht ganz einfach. In der Regel muss dazu eine Fernleihe ausgelöst werden.
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PDF-„Friedhöfe“ beleben – mit Literaturverwaltung

Zitieren beim wissenschaftlichen Arbeiten - WordleLiteraturverwaltungsprogramme organisieren und verwalten Ihre in lokalen Verzeichnisssen abgelegten PDF-Dateien. Ausserdem bieten Sie Quellenangaben per Mausklick, dadurch kein Chaos, keine Vergessen und keine Plagiate. Aber was ist das richtige Programm für Sie? Welche Fragen sollten Sie sich stellen, bevor Sie sich für ein Programm entscheiden? Eine Checkliste hilft!

Die TUHH-Bibliothek empfiehlt Zotero und Citavi:

  • Zotero als freie Software für alle gängigen Betriebssysteme, die auch eine web-basierte Komponente hat.
  • Citavi als Windows-basiertes Standalone-Produkt mit einer Campus-Lizenz für die TUHH, das große Stärken bei der Wissensorganisation besitzt. Hier ist es innerhalb des Programms möglich, eine mit Kommentaren und Gedanken versehene Bibliografie zu erstellen!

Beide Programme erlauben einen schnellen Wechsel von Zitierstilen und die Verknüpfung mit Textverarbeitungsprogrammen wie LibreOffice oder Word.

Wenn Sie zum Ausprobieren der Programme eine Beispiel-Aufgabe aus dem Seminar lösen wollen, finden Sie diese hier unten. Eine „Lösung“ wird Ihnen auf Anforderung und nach Sendung Ihrer Ergebnisse an literaturverwaltung@tuhh.de gerne zugeschickt.


Aufgabe: Literaturverwaltung

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„Auf den Schultern von Riesen“

Robert Merton und Google Scholar

[Encyclopedic manuscript containing allegorical and medical drawings] Ca. 1410 Library of Congress, Washington, DC. Quelle: http://lccn.loc.gov/50041709

Ca. 1410. Quelle: Library of Congress, Washgt., DC.


Zwerge auf den Schultern von Riesen“, dieses Gleichnis, dessen Ursprung irrtümlicherweise oft Isaac Newton zugeschrieben wird, kann als ein Sinnbild für das „Wissenschaftliche Arbeiten“ gesehen werden. Selbst die Suchmaschine „Google Scholar“ nutzt diese Bild als Text unter dem Suchschlitz.

Alle Wissenschaft Treibenden agieren auf den Grundlagen und mit den Ergebnissen, die vorherige WissenschaftlerInnen gelegt bzw. publiziert haben. Schaut man sich in diesem Sinne Riesen der Wissenschaft genauer an, erkennt man, dass „die meisten Riesen aus ganz vielen Zwergen bestehen“.

Zum Zitat „Ein Zwerg, der auf den Schultern eines Riesen steht, kann weiter sehen als der Riese selbst“ hat der Wissenschaftssoziologe Robert K. Merton sogar ein ganzes Buch geschrieben – mit vielen Fußnoten, Zitaten und Quellenangaben, Querverweisen, Anekdoten und Irrtümern zur Geschichte des Gleichnisses vor und nach Newton.

„Auf den Schultern von Riesen und Zwergen“ heisst auch ein fiktiver Film-Dialog zwischen Aristotoles, Newton und Einstein im Rahmen einer Einstein-Ausstellung (Text dazu).

Seminar im Wintersemester 2014/15

Seminar Wissenschaftliches Arbeiten im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis
Das Seminar Wissenschaftliches Arbeiten wird im Wintersemester 2014/15 jeweils am Donnerstag, von 13.15 bis 16.30 h, alle 14 Tage stattfinden. Der erste Termin wird der 23. Oktober 2014 sein.

Wie in den vorigen Semestern wird es einen Anmeldezeitraum von mehreren Tagen in der Lernplattform Stud.IP geben, an dessen Ende per Los über die Teilnahme und die Nachrückliste entschieden wird. Der Anmeldezeitraum wird vermutlich in der ersten Oktober-Hälfte sein ist vom 24.09.2014, 00:01 h bis 30.09.2014, 23:59 h. Dieser richtet sich nach dem Prozedere, das möglichst für alle nicht-technischen Fächer angewandt werden soll.

Erfahrungsgemäß wird nach dem Lostermin einige Tage „heftig nachgerückt“, ehe die endgültigen Besetzungen für die 30 Plätze feststehen. Im Sommersemester 2014 hatte man durchaus auch als 20. oder 30. der Warteliste noch ein Chance auf Teilnahme am Seminar, da nicht alle Ausgelosten und auch nicht alle Wartenden dann ihre eigene Chance wahrnehmen wollten bzw. konnten.

Die Veranstaltung wird also alle 14 Tage jeweils 4 Stunden stattfinden. Hier noch einmal eine Übersicht über die Termine:

  1. Donnerstag, 23.10.2014, 13.15-16.30 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  2. Donnerstag, 06.11.2014, 13.30-16.45 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  3. Donnerstag, 20.11.2014, 13.30-16.45 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  4. Donnerstag, 04.12.2014, 13.30-16.45 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  5. Donnerstag, 18.12.2014, 13.30-16.45 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  6. Donnerstag, 15.01.2015, 13.30-16.45 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09
  7. Donnerstag, 29.01.2015, 13.30-16.45 h im Gebäude H (SBS95), Raum H0.09

Eine Beschreibung der Veranstaltung finden Sie auch im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis, ansonsten bieten die Beiträge dieses Weblogs einen guten Überblick über die Themen! 😎