Sich informieren – Tipps zum Überleben

Nie nur einer Informationsquelle vertrauen

  • Neben Google und Wikipedia auch Datenbanken und (oft elektronische) Ressourcen von Bibliotheken zum Finden von Fachinformation nutzen – z.B. Fach-Datenbanken für die Recherche nach Zeitschriftenaufsätzen und Kongressbeiträgen.
     

Sich orientieren vor dem Suchen.

  • Enzyklopädien und andere Nachschlagewerke, virtuelle Fachbibliotheken sowie Fachgruppen-Regale in den Lesesälen bieten erste Orientierung zum Einarbeiten in ein Thema. Fachreferenten in Bibliotheken bieten fachspezifische Beratung zum Finden von Fachinformation.
     

Werden Sie beim Recherchieren nach Login oder Kreditkarte gefragt, denken Sie an die Bibliothek, …

  • wenn Sie den Volltext eines bestimmten Zeitschriften-Aufsatzes finden wollen! Eventuell ist die Zeitschrift nur als gedruckte Ausgabe im TUHH-Bestand vorhanden. Oder die elektronische Ausgabe, auf die im TUHH-Intranet zugegriffen werden kann, liegt an anderer Stelle als auf dem Verlags-Server.

     
    Von Bibliotheken verwaltete Linking-Dienste bzw. Linkresolver als Nachweissysteme zur Verfügbarkeit wissenschaftlicher Publikationen unterstützen Sie beim Finden von Volltexten.

„Bulls*** in, bulls*** out.“

  • Beim Recherchieren über die verwendeten Suchbegriffe und deren Variationen und Synonyme nachdenken. Zu allgemeine Suchbegriffe bringen zu viele Treffern, von denen nur ein geringer Teil nützlich sein wird, mit zu spezifischen Begriffen wird wichtige Information eventuell übersehen.
     

Beim Finden schon an die spätere Weiterverarbeitung bzw. die spätere Publikation denken.

Sich auf dem Laufenden halten …

Allgemeine Schlüsselkompetenzen nutzen.

  • Jederzeit auf Veränderungen gefasst sein.
  • Die eigenen Kompetenzen und Grenzen kennen.
  • Ungewissheit und Unsicherheit ertragen.
  • Nicht zu früh aufgeben.
  • Sich bewusst sein, dass jede Tatsache eine Tat-Sache ist, jedes Informationsprodukt von
    jemandem Bestimmten mit einem gewissen Zweck erstellt wurde.
Nachdenken über Information und das eigene Informationsverhalten

Die Bedeutung und Nutzung von Begriffen wie Veröffentlichung, Autor, Dokument, Zeitschrift, oder Bibliothek ändern sich in der elektronischen Welt der Information. Fragen des geistigen Eigentums und des Urheberrechts wachsen in einer “Cut-and-paste”-Umgebung. Richtige Zitieren ist wichtig. Fragen der Informationsethik und -politik (Plagiatsproblematik, kommerzieller und freier Zugang, Datenschutz und Privatsphäre) werden immer wichtiger. Gibt es eine ‚digitale Spaltung‘? Denken Sie an die Bewahrung von Information und die kulturelle Überlieferung. Was wird mit elektronischen Dokumenten in 30 oder 50 Jahren passiert sein?

Trotz Informationsüberfluss ist nur ein begrenzter Teil frei im Internet verfügbar. Der Zugang zu kommerziellen Informationsquellen für die Forschung (Datenbanken, Volltexte von Zeitschriften) erfolgt nur gegen Zahlung von Lizenzgebühren. Oft steht der Zugang in Intranets von Universitäten und Firmen offen. Genereller „Freier Zugang (Open access)“ zu wissenschaftlichen Publikationen zumindest für Forschungs- und Ausbildungszwecke ist wünschenswert (Beispiel: Zeitschrift „PLOS biology„).

Ansprechpartner: Thomas Hapke

Lesetipps

  • The world of biotechnology information – Seven points for reflecting on your information behavior, Appendix I. In: Buchholz / Kasche / Bornscheuer: Biocatalysts and enzyme technology. 2.ed. Weinheim: WILEY-VCH, 2012.
  • Blaxter, L., Hughes, C., Tight, M. How to research. 4. ed. Open Univ. Press, Buckingham, 2010.
  • Paradis, J. G.. Zimmerman, M.L. The MIT guide to science and engineering communication. 2.ed. MIT Press, Cambridge, Mass., 2002.
  • Osif, B.A., (Ed.), Using the engineering literature, 2nd edn. CRC Press, Boca Raton, Fla, 2012
  • Wagner, B. Finding Physical Properties of Chemicals: A Practical Guide for Scientists, Engineers, and Librarians Science and Technology Libraries, 2001 (published 2003, revised 2009, 2011, 2014), 21, No. 3/4, 27-45, available online

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