
Das Seminar Wissenschaftliches Arbeiten wird im Sommersemester 2016 jeweils am Dienstag, von 13.15 bis 16.30 h, alle 14 Tage stattfinden. Der erste Termin wird der 12. April 2016 sein. Weiterlesen
Laborbücher

Abb.: Alcohol by distillation via Flickr, Author: Arlen. Lizenz: CC BY NC (https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/)
Eine experimentelle Tätigkeit ist in den Natur- und Ingenieurwissenschaften Teil der Alltagspraxis beim wissenschaftlichen Arbeiten. Die Arbeit in einem Labor ist auch während der Ausbildung zum Ingenieur meistens unumgänglich und erfordert spezielle Verhaltens- und Arbeitsweisen. Das Schreiben eines Protokolls zu Experimenten muss schon im Praktikum während des Studiums geübt werden. In einer gerade vom Zentrum für Lehre und Lernen der TUHH herausgegebenen Broschüre (Die Spannung steigern. Laborpraktika didaktisch gestalten. 2015) findet sich eine „Checkliste zur Überarbeitung eines Protokolls“ (S. 42-43), die auch als Leitfaden für Studierende dienen kann.
In einer online im TUHH-Intranet verfügbaren „Einführung in die Laborpraxis“ („Basiskompetenzen für Laborneulinge“. Berlin: Springer 2009) bieten Bruno Kremer und Horst Bannwarth im Kapitel 5 „Protokollieren und Dokumentieren“ auch eine Einführung in die Nutzung von Laborbüchern:
„Die Protokollierung von Versuchsabläufen und -ergebnissen funktioniert natürlich nicht in Gestalt einer Zettelwirtschaft oder wachsenden Loseblattsammlung. Alle relevanten Daten trägt man in ein akribisch geführtes Protokollbuch ein. Dieser fallweise auch Labortagebuch oder Laborjournal genannte Informationsträger ist für jegliche kritische (Eigen-)Kontrolle der Arbeit ein gänzlich unentbehrliches Instrument. Ein Versuchsprotokoll bzw. Laborbericht bildet alle Teilschritte des experimentellen Arbeitens ab. Dieses Schriftstück ist also nicht nur die Rezeptur für einen Außenstehenden, der den betreffenden Versuch gedanklich oder auch praktisch nachvollziehen möchte, sondern hält alle entscheiden Schritte des gesamten experimentellen Tuns fest.“ (S. 59-60)
In jedem Labor ist daher das Führen eines Laborbuches (engl. laboratory notebook, Definitionen bei chemie.de und Wikipedia) Pflicht. Für Laien ist es oft schwer zu überblicken, wie ein solches geführt werden muss und welche Richtlinien es für den Umgang damit gibt. Einige der hier angegebenen Quellen bieten dafür Rezepte an. Der Umgang mit Laborbüchern ist teilweise durch den Gesetzgeber geregelt und von vielen Forschungsgruppen und Universitäten im speziellen noch einmal auf die eigenen „Richtlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ angepasst.
Es folgen zwei Zitate aus dem Werk von Hans Friedrich Ebel, Claus Bliefert und Walter Greulich: Schreiben und Publizieren in den Naturwissenschaften (5. Aufl. Weinheim: Wiley-VCH, 2006. Online im TUHH-Intranet). Im Kapitel 1 enthält es unter anderem die Abschnitte „Das Laborbuch“ und „Die Umwandlung von Laborbuch-Eintragungen in einen Bericht“.
„Laborbücher sind die Keimzellen der naturwissenschaftlichen Literatur. Ihr Wert leitet sich aus ihrer Authentizitat und Unverwechselbarkeit ab. […] Laborbücher haben daher dokumentarischen Wert, und sie wurden auch schon zu gerichtlichen Auseinandersetzungen herangezogen.“ (S. 16-17)
„Die Aufzeichnungen müssen, sollen sie authentisch sein, sofort zum Zeitpunkt der Beobachtung oder Durchführung eingetragen werden. […] Verlassen Sie sich niemals ohne Not auf das Gedächtnis: Es kann trügen!“ (S. 18)
Zum Umgang mit Laborbüchern gibt es eine Vielzahl von Informationen im Netz. Die Universität Bielefeld hat mit LabWrite ein Tool, „das durch alle Experimentierphasen des Laborpraktikums führt“.
Mit Laborbüchern zusammenhängende Aspekte wissenschaftlichen Arbeitens
- Elektronische Laborbücher Weiterlesen
Review-Artikel zitieren
Eine Studierende, die vor mehreren Semestern am Seminar „Wissenschaftliches Arbeiten“ teilgenommen hat, stellte folgende Anfrage:
„Es geht um Artikel, deren Ergebnisse eine Literaturrecherche sind, d.h. sie machen nicht selbst einen Versuch, sondern tragen die Ergebnisse von vielen hundert Anderen zusammen und das Ergebnis ist dann ein Überblick.
Wie verwende ich so eine Quelle? Darf ich den Autor zitieren und die Ergebnisse von einem Dritten sozusagen daraus nehmen? Oder muss ich alle Quellen dieses Artikels zitieren?“
Beschrieben werden in dieser Anfrage sogenannte Review-Artikel: In Form eines Literaturüberblicks wird der Forschungsstand zu einem bestimmten Thema zusammengefasst. Es gibt übrigens sogar so etwas wie ein „wissenschaftliches“ Vorgehen, um so ein Review als sogenanntes systematisches Literatur-Review zu erstellen.

In manchen Datenbanken wie z.B. Web of Science können Recherche-Ergebnisse sogar extra auf diesen Dokumententyp eingeschränkt werden.
Solche Übersichtsarbeiten bzw. Reviews werden gern zitiert, weil man sich damit tiefergehende Literaturrecherchen eventuell ersparen kann. Dies führt also dazu, dass solche Artikel von anderen Autoren sehr oft zitiert werden. Zeitschriften, die oft solche Review-Artikel enthalten, haben hohe sogenannte Impact-Faktoren, die ein quantitatives Maß für die Bedeutung einer Zeitschrift darstellen können. Man sieht andererseits aber am Beispiel von Reviews auch, dass hohe Zitatraten nicht immer etwas über die wirkliche inhaltliche Qualität von Artikeln und Zeitschriften aussagen müssen.
Natürlich kann man also solche Review-Artikel zitieren, sollte man sogar. Findet man hier allerdings Ergebnisse Dritter, die für die eigene Fragestellung relevant sind, sollte man sich die originale Quelle beschaffen und diese dann auch selbst zusätzlich zitieren. Hier gilt also die wichtige Regel, Artikel nur zu zitieren, wenn man auch das komplette Dokument, den Volltext dieses Artikels, „in den Händen“ bzw. auf dem Bildschirm hat. Dass die einfache Übernahme eines Artikels in die eigene Literaturliste, ohne sich die eigentliche Quelle anzuschauen, schief gehen kann, zeigte ja schon ein anderer Beitrag in diesem Blog.
Und sollte der Artikel – aus welchen Gründen auch immer – nicht beschaffbar sein (auch nicht über Fernleihe!?), dann sollte man die wichtigen Ergebnisse aus dem Review-Artikel anführen und im Text zitieren, indem man beide Aufsätze, den Review-Artikel X und den dort zitierten Original-Artikel Y, angibt. Die Form dieser Angabe ist abhängig vom jeweiligen Zitierstil, z.B. „Autor Quelle Y zitiert nach Autor Quelle X“ oder „Autor Quelle Y nach Autor Quelle X“. Der Artikel Y muss dann in der Literaturliste im Allgemeinen nicht genannt werden.
Eine Kurzübersicht zum Thema Zitieren insgesamt bietet übrigens ein Handout, das auch die Studierenden des aktuellen Seminars bekommen haben.
Seminar im Wintersemester 2015/16

Das Seminar Wissenschaftliches Arbeiten wird im Wintersemester 2015/16 jeweils am Donnerstag, von 13.30 bis 16.45 h, alle 14 Tage stattfinden. Der erste Termin wird der 22. Oktober 2015 sein.
Eine Anmeldung wird wie in den vorigen Semestern innerhalb eines bestimmten Zeitraumes von mehreren Tagen [Nachtrag 15.9.2015: Anmeldungszeiten wie für wohl die meisten Lehrveranstaltungen der Nichttechnischen Wahlpflichtfächer an der TUHH von 01.10.2015, 00:01 bis 09.10.2015, 23:59] über die Lernplattform Stud.IP möglich sein. Am Ende des Anmeldezeitraum, der vermutlich in der ersten Oktober-Hälfte sein wird, wird per Los über die Teilnahme und die Nachrückliste entschieden. Der Anmeldezeitraum richtet sich nach dem Prozedere, das möglichst für den gesamten Nichttechnischen Wahlpflichtbereich an der TUHH angewandt werden soll. Weiterlesen
Was gehört zum wissenschaftlichen Arbeiten?
Als kritisches Feedback im Rahmen des Seminars „Wissenschaftliches Arbeiten“ im Sommersemester 2015 wurde Folgendes geäußert:
„Ich hatte mir mehr Tipps und Hilfen erhofft, wie überhaupt ein wissenschaftliches Ergebnis erzielt werden kann. Dies in schriftliche Form zu bringen, hatte ich nicht als zentrales Problem […] gesehen. (Bs[p]w. Dokumentation, Kreativität, Vielseitigkeit, Fragestellungen finden und konkretisieren, etc.)“

Buchgrafik (Vignette) Ingenieurwesen. Aus: Amtlicher Katalog des Deutschen Reiches. Weltausstellung in Paris 1900. © Foto: Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Fotograf/in: Anna Russ. Lizenz: Creative Commons BY NC SA
Zum wissenschaftlichen Arbeiten gehört natürlich viel mehr als im Fokus des Seminars steht. Das Finden von Fachinformation, der Umgang mit Informationsflut durch Literaturverwaltungs-Software, die auch das Zitieren und Publizieren erleichtert, sowie das Schreiben als Schwerpunkte des Seminars sind eher „Techniken und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens“ und vernachlässigen das konkrete wissenschaftliche Arbeiten spezifisch in den Ingenieurwissenschaften, also insbesondere ingenieurspezifische Forschungsmethoden und -praxis.
Hier folgen Hinweise auf weitere Ressourcen in Form von im TUHH-Intranet verfügbaren Online-Büchern – quasi als „Brücke“ (siehe Abbildung oben) zu vielleicht im Seminar vermissten Aspekten wissenschaftlichen Arbeitens in den Ingenieurwissenschaften:
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Rezepte von der 2. Kleinen Nacht des wissenschaftlichen Schreibens

Die 2. Kleine Nacht des wissenschaftlichen Schreibens am 20. Mai 2015 bot für die mehr als 100 Teilnehmenden wieder vielfältige Anregungen für Studierende und Lehrende rund ums wissenschaftliche Schreiben und Arbeiten.
Erwartet und geboten werden bei diesem Thema immer wieder Rezepte, wobei jedes Rezept – auch in der Küche – immer nur so gut ist wie der jeweilige individuell vorhandene Kontext, der die agierende Person betrifft, die genutzte „Ausrüstung“, den fachliche Rahmen und vieles mehr. Rezepte sollten vor allem zur Reflexion über das eigene Verhalten anregen, zum „Sich selbst kritisch beim wissenschaftlichen Arbeiten über die Schultern schauen“. Oft hilft es auch zu wissen, dass es anderen auch nicht anders geht als einem selbst.
Die Nacht begann mit einem Zitat von Judith Wolfsberger:
„Wissenschaftliches Schreiben ist eine hoch komplexe Angelegenheit, die man nur langsam und Schritt für Schritt lernen kann. Dazu braucht es einerseits brauchbare Methoden und andererseits den raum, etwas auszuprobieren. Lernen ist nur möglich, wenn es erlaubt ist, Fehler zu machen.“
(Judith Wolfsbgerger: Frei geschrieben : Mut, Freiheit und Strategie für wissenschaftliche Arbeiten. 3. Aufl. Wien: Böhlau, 2010, S. 145)
Festzuhalten ist mit Wolfsberger auch: „Schreiben ist ein Handwerk, es kann erlernt werden. Der Schreibfluss kann durch bestimmte Methoden gefördert werden und durch Praxis aufrechterhalten werden.““ (S.18)

Alle Impulsvorträge boten vielfältige Rezepte zum „Mitnehmen“ während der Kleinen Nacht, hier eine Auswahl an Beispielen und nicht zufällig wird der „rote Faden“ immer wieder erwähnt (!):
- Anne Rose Sanderink und Christoph Wendt wiesen auf mögliche Fallstricke beim wissenschaftlichen Schreiben hin und gaben u.a. folgende Hinweise: Weiterlesen
2. Kleine Nacht an der TUHH
- Konzentriertes Schreiben
- Impuls-Vorträge
- Workshops
- Beratung
- Ablenkung
- Getränke und Snacks vom ASTA
Am 20. Mai 2015, 15 – 22 Uhr zum zweiten Mal an der TUHH: „Kleine Nacht des wissenschaftlichen Schreibens“
- Programm-Flyer
- Anmeldung über Stud.IP
- Weitere Infos zum Programm!
Seminar im Sommersemester 2015
Das Seminar Wissenschaftliches Arbeiten wird im Sommersemester 2015 jeweils am Dienstag, von 15:45 bis 19.00 h, alle 14 Tage stattfinden. Der erste Termin wird der 7. April 2015 (Dienstag nach Ostern!) sein.
Wie in den vorigen Semestern wird es einen Anmeldezeitraum von mehreren Tagen in der Lernplattform Stud.IP geben, an dessen Ende per Los über die Teilnahme und die Nachrückliste entschieden wird. Der Anmeldezeitraum ist vom 09.03.2015, 12:00 h bis 22.03.2015, 23:59 h. Dieser orientiert sich damit weitgehend an den Anmeldeverfahren der anderen Veranstaltungen bei den „Nichttechnischen Wahlpflichtfächern“ (NTW).
Sind Sie ausgelost worden, bestätigen Sie bitte Ihren Seminarplatz bis zum 25. März per Email. Bitte beachten Sie, dass Ihr Platz für Studierende auf der Warteliste freigegeben wird, wenn Sie keine Bestätigungsmail schreiben.
Erfahrungsgemäß wird nach dem Lostermin einige Tage „heftig nachgerückt“, ehe die endgültigen Besetzungen für die 30 Plätze feststehen. In den letzten Semestern hatte man durchaus auch als 20. oder 30. der Warteliste noch ein Chance auf Teilnahme am Seminar, da nicht alle Ausgelosten und auch nicht alle Wartenden dann ihre eigene Chance wahrnehmen wollten bzw. konnten.
Die Veranstaltung wird also alle 14 Tage jeweils 4 Stunden stattfinden. Hier noch einmal eine Übersicht über die Termine:
- Donnerstag, 7.4.2015, 15:45 bis 19.00 h im Gebäude H (SBC5), Raum H0.09
- Donnerstag, 21.4.2015, 15:45 bis 19.00 h im Gebäude H (SBC5), Raum H0.09
- Donnerstag, 5.5.2015, 15:45 bis 19.00 h im Gebäude H (SBC5), Raum H0.09
- Donnerstag, 19.5.2015, 15:45 bis 19.00 h im Gebäude H (SBC5), Raum H0.09
- Donnerstag, 2.6.2015, 15:45 bis 19.00 h im Gebäude H (SBC5), Raum H0.09
- Donnerstag, 16.6.2015, 15:45 bis 19.00 h im Gebäude H (SBC5), Raum H0.09
- Donnerstag, 30.6.2015, 15:45 bis 19.00 h im Gebäude H (SBC5), Raum H0.09
Eine Beschreibung der Veranstaltung finden Sie auch in der Modulbeschreibung, ansonsten bieten die Beiträge dieses Weblogs einen guten Überblick über die Themen! 😎
Systematisches Literatur-Review
Ein bewertender Literaturüberblick oder Review zu einem bestimmten Thema oder zu einer definierten Forschungsfrage ist eine wichtige Voraussetzung am Beginn jedes wissenschaftlichen Arbeitens und Forschungsprojektes. Anhand von Literaturquellen wird quasi die „Geschichte“ einer thematischen Fragestellung bewertend beschrieben bzw. „erzählt“. „Telling a research story“ ist dann auch der Titel eines Ratgebers zum Verfassen von Reviews.
Insbesondere sogenannte systematische Literatur-Reviews sind in Fachgebieten wie Medizin, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften von Bedeutung, da hier oft für Praxis und Politik „evidenz-basiert“ über die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung berichtet werden soll. Aber auch in andere Themengebiete wie die Ingenieurwissenschaften dringt das Thema langsam ein (vgl. narratives Review zum Thema Reviews in parallelem Blog-Beitrag).
Für "Systematische Literatur-Reviews" ist charakteristisch, dass die Kriterien für die Auswahl der Quellen offen dargelegt wird. Auch das Vorgehen bei der Literatursuche wird ausreichend detailliert erläutert. Als Ergebnis des Reviews soll ersichtlich sein, was bekannt ist hinsichtlich der Fragestellung und was unbekannt ist bzw. wo noch Forschungsbedarf besteht.
Der im Folgenden beschriebene Ablauf eines Reviews ist das Ergebnis eines Eintauchens in die Literatur zum Thema Reviews. Hier werden in der Regel zwischen 5 und 10 Phasen unterschieden, die beim Abfassen eines Systematischen Literatur-Review durchlaufen werden. Der aus der Literatursichtung erarbeitete, hier folgende Vorschlag einer einzuhaltenden Abfolge von Schritten soll einen Rahmen und damit eine Hilfestellung zum Anfertigen eines Systematischen Reviews bieten.
- Vorbereitung des Reviews
Was ist der Anlass ein Review zu schreiben? Welcher Themenbereich?
- Fragestellung des Reviews
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Quellen im Original anschauen – ein Fallbeispiel
Eine sehr wichtige Regel beim Zitieren von fremden Arbeiten lautet:
- Quellen sollten möglichst im Original angeschaut werden!
Als Sekundärzitate bezeichnet man das Übernehmen von Inhalten, Angaben und wörtlichen Zitaten einer Publikation, die man selbst nicht vorliegen hat, die aber in einer Arbeit verwendet werden, die man selbst gelesen hat. Solche Sekundärzitate sollten vermieden werden!
Inhaltlich spricht gegen Sekundärzitate. dass der Autor, dessen Text man vorliegen hat, die eigenen Zitate in der Regel aus seiner Sicht und dadurch auch in spezifischer Auswahl wiedergibt. Manchmal können gar Daten falsch wiedergegeben werden.
Das folgende Beispiel eines Zitats eines Konferenzbeitrages eines TUHH-Autors zeigt, wie verbreitet Sekundär-Zitate sind und wie häufig Zitate – hier nur als einfache Zitierung einer Quelle – einfach abgeschrieben werden, ohne dass die Quelle überprüft wird.
Wie man schon auf Google Scholar bemerken kann, wird der folgende Konferenzbeitrag sehr häufig zitiert:
- Friedel, L. (1979). Improved Friction Pressure Drop Correlations for Horizontal and Vertical Two-Phase Pipe Flow, European Two-Phase Flow Group Meeting, Ispra, Italy, June, Paper E2.
Dies gilt selbst für aktuellste Aufsätze! Der Versuch diese Papier im Original zu bekommen, ist leider nicht ganz einfach. In der Regel muss dazu eine Fernleihe ausgelöst werden.
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