Über Inken Feldsien-Sudhaus

Direktorin der Universitätsbibliothek

JA zum UrhWissG im Bundestag

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Heute hat der Bundestag mit dem neuen UrhWissG – Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz – eine grundlegende Reform des Urheberrechtes für Forschung und Lehre verabschiedet. Damit wird Vieles besser, Einiges wurde verschlechtert – es ist eben ein Kompromiss. Was bedeutet das jetzt konkret für die Lehre an der TUHH?

Das UrhWissG ermöglicht „erlaubnisfrei“ – ohne dass Dozenten aufwändig prüfen müssen, ob ein „angemessenes Lizenzangebot“ eines Anbieters vorliegt – Teile von Werken (im Umfang von max. 15 %) oder einzelne Aufsätze aus Fachzeitschriften über die Lernplattform den Studierenden zur Verfügung zu stellen. Es ist auch klar geregelt, dass für diese Nutzung eine pauschale Vergütung oder eine repräsentative Stichprobe der Nutzung für die nutzungsabhängige Berechnung der angemessenen Vergütung vorgegeben ist. Leider wurde in der parlamentarischen Abstimmung die Einschränkung eingefügt, dass diese Regelung nicht für Beiträge aus Zeitungen oder Publikumszeitschriften gilt, was insbesondere in den Sozial- und Geisteswissenschaften von Nachteil ist. Und nach vier Jahren wird evaluiert, ob diese Regelungen nicht zu sehr Urheber und Verlage benachteiligen.

Das Gesetz tritt zum 01.03.2018 in Kraft: Bis zu diesem Zeitpunkt müssen Hochschulen und Verwertungsgesellschaft Wort eine Übergangsregelung finden, da die zur Zeit gültige Vereinbarung zum 30.09.2017 endet.

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Verlinken statt Hochladen – digitale Texte aus Stud.IP

Wenn Hochladen nicht erlaubt ist, dann gibt es eine Alternative zum Bereitstellen von Dateien in Stud.IP: die Verlinkung auf digitale Texte!

Da die TUHH dem Rahmenvertrag mit der VG Wort nicht beigetreten ist, dürfen Texte ab dem 01.01.2017 nicht über Stud.IP direkt zur Verfügung gestellt werden. Stud.IP bietet alternativ verschiedene Möglichkeiten der Verlinkung an. Der Vorteil ist dabei: Der Verlag kontrolliert selbst den Zugang. Sie können Buchkapitel oder Zeitschriftenaufsätze damit zur Verfügung stellen. Dafür werden sog. DOI (Digital Object Identifier) genutzt, die eine dauerhafte, eindeutige Referenzierung für die Publikationen darstellen. Weiterlesen

Texte in der Lernplattform ab 2017 – Update

Update:
HRK, KMK und VG Wort entwickeln gemeinsame Lösung zu digitalen Semesterapparaten
Pressemitteilung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vom 9. Dezember 2016

2016-12-01-17_28_37-lizenzstatus-stud-ip-3-4Bitte beachten Sie in Stud.IP / ILIAS:
Zum 01.01.2017 dürfen Texte, die nicht frei von den Rechten Dritter sind, nicht mehr über die Lernplattform zur Verfügung gestellt werden.

Die Hochschulen sind dem Vertrag zur Vergütung von Ansprüchen nach § 52a UrhG zwischen der KMK und der VG Wort nicht beigetreten. Deshalb dürfen Texte Dritter ohne erworbene Lizenz oder gesonderte Erlaubnis demnächst nicht mehr innerhalb der Lernplattformen genutzt werden. Jede Nutzerin, jeder Nutzer der Lernplattform ist persönlich verantwortlich, die Bestimmungen des §52a UrhG, einzuhalten! Weiterlesen

#OAWeek 2016: Berliner Erklärung als Support für Open Science

Auszug Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen

Die Technische Universität Hamburg (TUHH) hat  die „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ unterzeichnet. Die Berliner Erklärung ist einer der Meilensteine in der Open Access-Bewegung. Sie fordert einen freien und nachnutzbaren Zugang zu wissenschaftlichen Informationen. Dies umfasst Texte, Forschungsdaten, multimediale Objekte und Software. Die Unterzeichnung der TUHH findet im Rahmen der Internationalen Open Access-Woche vom 24. bis 30.10.2016 statt. Weiterlesen

#OAweek 2016: Ergebnisse der Forschungsdaten-Umfrage TUHH 2016

Im Sommer 2016 wurde an der TU Hamburg eine Online-Umfrage zu Forschungsdaten durchgeführt.

Forschungsdaten sind das Rückgrat unserer Forschung. Ergebnisse aus Messungen, Beobachtungen und Experimenten aber auch aus umfangreichen Berechnungen liegen als Daten in unterschiedlichen Formaten vor. Die Aufbereitung, Pflege, strukturierte Ablage und Archivierung sind für eine effiziente und innovative Forschung, die oft auf einen Vergleich mit vorherigen Ergebnissen und einer Weiterentwicklung beruht, unumgänglich. In Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgruppen und Universitäten wird der Austausch dieser Forschungsdaten, oft auch im Open Access, immer wichtiger.

Andreas Timm-Giel. Vizepräsident Forschung TUHH

Bisher fehlt es für das effiziente Management der Forschungsdaten und der Bereitstellung ausgewählter Daten im Open Access an der TUHH noch an geeigneter Unterstützung und Infrastruktur. Mit dieser Umfrage sollte daher die derzeitige Situation sowie die Bedarfe zum Umgang mit Forschungsdaten der wissenschaftlich Tätigen an der TUHH abgefragt werden. Der Bericht aggregiert die Ergebnisse: Weiterlesen

#OAWeek 2016: Finanzierung für Zeitschriftenartikel

Zeitschriften müssen sich finanzieren. Das ist für konventionelle Zeitschriften nicht anders als wie für reine Open Access Zeitschriften. Nur können letztere sich nicht über Abonnements bzw. die in unserem Bereich stark verbreiteten Zeitschriftenpakete (Big Deals) der großen Wissenschaftsverlage finanzieren. Weiterlesen

#OAweek 2016: Open Access Beratung an der TUHH

„Die TUHH ermutigt ihre Mitglieder und Angehörigen, in Open-Access-Publikationen zu veröffentlichen. Diese Publikationen sind damit frei zugänglich, soweit nicht ausdrückliche Vereinbarungen mit Verlagen und anderen dem entgegenstehen.“

Als das Präsidium der Technischen Universität im März 2013 Open Access öffentlich als strategisches Ziel benannte, war ihm gleichzeitig bewusst, dass dieses Ziel nur mit konkreter Unterstützung erreicht werden kann. Daher wurde an der TUHH eine offizielle Open Access Beauftragte eingesetzt. Diese Aufgabe nimmt seitdem Frau Feldsien-Sudhaus, die Direktorin der Bibliothek, wahr. Weiterlesen

Digitale Forschungsdaten für die Zukunft sichern

Forschungsdaten
Die TUHH ist eine Technische Universität, die sich dem Leitbild Technik für den Menschen verschrieben hat, und Forschung und Lehre auf hohem akademischen Niveau anbietet.

Für die zukünftige Weiterentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Kontext muss sich die TUHH auch der Diskussion über Open Access von Forschungsergebnissen und Forschungsdaten stellen. Open Access kann eine höhere Qualität der wissenschaftlichen Ergebnisse, eine bessere Sichtbarkeit und intensivere Diskussion innerhalb der wissenschaftlichen Community sowie eine bessere internationale Zusammenarbeit bewirken. Mittelgeber wie DFG und EU fordern bereits die weitgehende Verfügbarkeit der Forschungsergebnisse im Open Access. Das Land Hamburg hat gerade eine Vorstudie für das Hamburg Open Archive gestartet, welches die Plattform für Open Access in Hamburg werden soll. Weiterlesen

Keine Einzelmeldungen an die VG Wort …

STUD.iP E-Learning an den Hamburger Hochschulen

Lassen Sie sich nicht durch Pressemeldungen irritieren: Es gilt auch in 2016 die Pauschalvergütung für das in der Lernplattform genutzte urheberrechtlich geschützte Material gemäß §52a UrhG. Deshalb erfolgen in 2016 keine Einzelmeldungen an die VG Wort!

Heute Morgen sorgte ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung für Aufregung: