#OAWeek 2016: Finanzierung für Zeitschriftenartikel

Zeitschriften müssen sich finanzieren. Das ist für konventionelle Zeitschriften nicht anders als wie für reine Open Access Zeitschriften. Nur können letztere sich nicht über Abonnements bzw. die in unserem Bereich stark verbreiteten Zeitschriftenpakete (Big Deals) der großen Wissenschaftsverlage finanzieren.

Einige der Open Access Zeitschriften können ihre Kosten über Zuschüsse von Fachgesellschaften, wissenschaftlichen Einrichtungen oder Spenden decken. Viele Open Access Zeitschriften verlangen aber für die Veröffentlichung von Artikeln eine Publikationsgebühr (APC). Diese kann von wenigen Euros bis zu einem vielfachen dessen reichen. Für Wissenschaftsverlage kann also auch eine reine Open Access Zeitschriften durchaus lukrativ sein. Leider gibt es auch hier wie überall schwarze Schafe, die mit dem Versprechen auf eine schnelle Publikation, das schnelle Geld machen möchten. Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) und die Checkliste Think-Check-Submit helfen im Zweifelsfall die Spreu vom Weizen zu trennen. Und natürlich berät Sie hierzu auch das Open Access Team der Bibliothek.

Welche Möglichkeiten der Finanzierung der Publikationsgebühren gibt es?

Drittmittelprojekte

Projektförderer wie die EU mit HORIZON 2020 fordern immer häufiger die Veröffentlichung der Projektergebnisse als Open Access. Aber Sie sind vielleicht auch ohne die explizite Forderung daran interessiert, Ihre Ergebnisse ohne Bezahlschranken öffentlich zu machen.

Planen Sie deshalb bereits bei der Antragsstellung Mittel für Publikationsgebühren mit ein.

Hierüber können Sie in der Regel auch Hybrid-Open Access finanzieren, wodurch Sie einzelne Artikel in einer kostenpflichtigen Zeitschrift frei zugänglich machen können. Wenn Ihre bevorzugte Zeitschrift keine Open Access Option bietet, dann haben Sie bei den meisten Zeitschriften inzwischen die Möglichkeit, die Autorenversion Ihres Artikels ohne zusätzliche Kosten nach einer Embargofrist im Open Access Repository der TUHH online zu stellen. Im SHERPA/ROMEO-Verzeichnis sind die Policies für viele relevante Verlage hinterlegt.

Hinweis: Wenn Sie ein FP7-Projekt bereits abgeschlossen haben, dann können Sie für neue Open Access Publikationen jetzt noch Mittel beantragen.

Open-Access-Publikationsfonds der TUHH

Über die Bibliothek können Sie bereits seit 2013 die Publikationsgebühren für Artikel in Open Access Zeitschriften beantragen. Artikel, die hieraus bezahlt werden, dürfen brutto nicht teurer als 2.000 € sein und müssen in einer qualitätsgesicherten, reinen Open Access Zeitschrift erscheinen. Mit diesen Kriterien entsprechen wir auch den Anforderungen der DFG, die den Fonds an der TUHH mitfinanziert.

Weitere Informationen zur Beantragung:

Kosten-Transparenz

Wenn Sie Ihre Forschungsergebnisse Open Access verfügbar machen, dann möchten wir genauso transparent machen, welche Publikationsgebühren uns dafür entstanden sind. Deshalb melden wir unsere Zahlungen wie viele andere Universitäten und Forschungseinrichtungen an die Open APC Initiative: Open Data on APC Charges.

Treemap der APC-Zahlungen aus dem Open Access Publikationsfonds der TUHH