Über Beate Rajski

Fachreferentin. Digitale Dienste und Forschungsdaten

Sechs Tipps, um ORCID für sich arbeiten zu lassen

ORCID iDHerzlichen Glückwunsch, Sie haben sich für eine ORCID iD registriert! Der nächste Schritt ist die Erstellung Ihres ORCID-Profils. Wir können uns gut vorstellen, dass Sie weder Zeit noch Lust haben, ein weiteres System zu aktualisieren. Lassen Sie doch einfach die Organisationen und Plattformen, mit denen Sie bereits verbunden sind, die meiste der Arbeit für Sie tun.Wer weiß schon besser als diese, welche Informationen Sie dort hinterlegt haben?

Wir empfehlen Ihnen, diese sechs einfachen Schritte zum Aufbau eines zuverlässigen ORCID-Datensatzes zu verwenden – während Sie kaum einen (digitalen) Finger krümmen!

1. Zugehörigkeit zu Ihren Institutionen

Verwenden Sie Ihre ORCID iD in Systemen, denen Sie vertrauen, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Dies kann zum Beispiel die TUHH-Kontaktdatenbank sein oder ein Manuskript-Einreichungssystem. Gute ORCID-Integrationen werden Sie bitten, sich bei Ihrem ORCID-Konto anzumelden, um Ihre iD zu überprüfen. Dazu werden Sie um Erlaubnis gebeten, Daten austauschen zu dürfen. Sagen Sie in dem Fall ja! Dadurch können Informationen zu Ihrem ORCID-Datensatz hinzugefügt oder aktualisiert werden. Die Erlaubnis zum Zugriff auf Ihr ORCID-Profil können Sie jederzeit widerrufen, wenn es sein muss.

2. Automatische Updates bei neuen Publikationen

Erlauben Sie Crossref und DataCite – den großen DOI-Agenturen für wissenschaftliche Publikationen – Ihr Profil zu aktualisieren, wenn Sie einen neuen Artikel oder Datenset veröffentlichen. Crossref wird – sobald Ihr Artikel akzeptiert ist – Sie per Mail um Erlaubnis fragen. Wenn die Mail kommt, melden Sie sich bei ORCID an und geben Sie Ihre Zustimmung zum automatischen Update. Bei DataCite können Sie das Auto-Update unabhängig von einer anstehenden Publikation aktivieren. Einfach ein DataCite Profil anlegen und die Erlaubnis zum Auto-Update erteilen. Danach werden neue Publikationen mit Ihrer ORCID iD automatisch in Ihr Profil geschrieben. Crossref oder Datacite erscheinen dabei als Quelle für diese Information. Und Ihr Profil ist häufig schon aktuell, bevor der Artikel selbst online ist.

3. Verknüpfen Sie vorhandene Publikationen

Dafür gibt es die ORCID Search & Link Tools. Bisher stellen elf ORCID Member Organizations Schnittstellen bereit, mit denen Sie schnell und einfach Veröffentlichungen in Ihr ORCID Profil integrieren können. Sie können Ihre Informationen aus den großen Datenbanken über Crossref Metadata Search, ResearcherID oder ScopusID übernehmen, aus disziplinspezfischen Datenbanken wie Europe PubMed Central und Ihre Bücher über ISNI. Wählen Sie dafür Search & Link unter Add Works im Works Abschnitt in Ihrem ORCID-Eintrag. Dort verbinden Sie sich mit der Datenbank Ihrer Wahl und erlauben ihr, auf Ihre eigenen ORCID-Daten zuzugreifen und diese zu aktualisieren. Im nächsten Schritt wird Ihnen eine Liste von Publikationen angezeigt, die mit Ihren ORCID-Informationen gesucht wurden. Sie können dann einfach die Publikationen, die wirklich von Ihnen stammen, markieren und übernehmen. Die Publikationen werden unter Angabe der Quelle sofort in Ihr ORCID-Konto transferiert.

4. Verbinden Sie Ihre Forschungsförderung

Nutzen Sie hierfür das UberResearch Search & Link Tool. Es funktioniert im wesentlichen genauso wie Search & Link für Publikationen, nur dass Sie hierüber Förderungen und Auszeichnungen übernehmen können. Klicken Sie auf Search & Link im Funding-Abschnitt Ihres ORCID-Eintrags, wählen Sie den UberWizard für ORCID aus und geben Sie ihm wie bei den Publikationen die Zustimmung, auf Ihren Eintrag zuzugreifen und Förderungen zu ergänzen. In Ihrem ORCID-Konto wird bei diesen Daten als Quelle UberResearch angezeigt.

5. Verbinden Sie Ihre bestehenden Profile mit Ihrem ORCID Record

Haben Sie bereits eine ResearcherID oder ein ScopusID Profil? Wie sieht es mit Kudos, Loop, Mendeley und Publons aus? Diese Systeme ermöglichen die Verknüfpung mit ORCID. Auch wenn jeder Dienst diese Verknüpfung etwas anders umsetzt, ist bei allen gleich, dass Sie die iDs verbinden können. Dafür müssen Sie Zugriff auf Ihre ORCID-Daten zulassen. Wenn Sie dabei Publikationsdaten aus den Profilen übernehmen, brauchen Sie sich keine Sorgen um Dubletten zu machen. ORCID gruppiert Publikationen mit identischem Identifier. Bei Publikationen ohne Identifier können Sie dies, wenn Sie möchten, manuell vornehmen.

6. Verbinden Sie Ihre ORCID iD mit Ihrem TU-Login

Sparen Sie Zeit und Logins. Sie können ORCID über Shibboleth mit Ihrem TU-Login verknüpfen und danach das Single-Sign-On nutzen. Auch eine Verbindung zu Facebook oder Google Accounts ist möglich. Damit reduzieren Sie das Risiko, Ihre Zugangsdaten zu vergessen und sichern sich weitere Loginmöglichkeiten für ORCID. Weitere Infos.

Woche für Woche integrieren weitere Dienste ORCID. Achten Sie einfach auf das grüne ORCID iD Icon, auf den Seiten, die Sie nutzen.

Dieser Text wurde zuerst auf ORCID von Alice Meadows veröffentlicht und für die TUHH angepasst und übersetzt.

Zotero 5.0 ist da

Zotero Icon

Gestern wurde das Literaturverwaltungsprogramm Zotero in der Version 5.0 veröffentlicht. Damit wird auch gleichzeitig das technisch bedingte Ende von Zotero als Firefox Add-on eingeleitet. Im Laufe des Jahres werden deshalb alle, die das Add-on verwenden, zum Wechsel auf die Stand-alone Variante aufgefordert. Die komfortable Verbindung zum Browser wird durch den Zotero Connector gewährleistet. Den gibt es nicht nur für Firefox, sondern auch für Chrome, Safari und Opera.

Get Zotero
Was bringt Zotero 5.0 sonst noch mit? Zum einen „My Publications“: Einfach eigene Veröffentlichungen zusammenstellen und auf der eigenen Zotero-Profilseite anzeigen lassen. Auch neu ist die Integration von News-Feeds sowie das vereinfachte Hinzufügen von Zitierstilen. Weitere Änderungen stehen im Change Log.

Links:

Wer hat Angst vor CC-Lizenzen?

Open Access bedeutet, zumindest im engen, erstrebenswerten Sinn, nicht nur den kostenlosen Zugang zu wissenschaftlichen Veröffentlichungen, sondern auch die Möglichkeit, sie frei weiterzuverbreiten und nachzunutzen. Um so ärgerlicher ist es, dass einige Verlage diese freie Nachnutzbarkeit in ihren als solche bezeichneten Open-Access-Publikationen aktiv behindern. Weiterlesen

FAIRe Forschungsdaten


Data Sharing and Management Snafu in 3 Short Acts“  der NYU Health Sciences Library (Autorinnen Karen Hanson, Alisa Surkis and Karen Yacobucci), 2012.Ein Daten-Drama in drei Akten: Eine Medizinerin liest einen Aufsatz und möchte daraufhin prüfen, ob die dort verwendeten Daten für ihre eigene Forschungsarbeit relevant sein können.

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Collect, Write, Publish – Eine Werkzeugkiste

Premiere: Heute startet – organisiert von der Graduiertenadademie der TU Hamburg und der Bibliothek – eine Reihe mit Kurzworkshops rund um Werkzeuge für den Forschungsprozess, die für Promovierende an der TUHH relevant sind.

Papierknäuel

Anmeldungen sind über die Graduiertenakademie möglich. Weiterlesen

Die TU tritt dem Unirahmenvertrag nicht bei

Die TU Hamburg wird dem Rahmenvertrag zur Vergütung von Ansprüchen nach § 52a UrhG zwischen Kultusministerkonferenz und der VG Wort zum 1. Januar 2017 nicht beitreten. Sie folgt damit der Empfehlung der Landeshochschulrektorenkonferenz.

Was haben die Hochschulen gegen den neuen Rahmenvertrag?

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Tag der Bibliotheken – „in/trans/formation“

24.10.2016

Pressemeldung dbv Landesverband Hamburg zum Tag der Bibliotheken 2016

Zum Tag der Bibliotheken und aus Anlass des 70jährigen Jubiläums der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Department Information, geben Hamburger Bibliotheken, alle Mitglieder im Landesverband des Deutschen Bibliotheksverband, am 24. Oktober 2016 Einblicke hinter die Kulissen ihrer Arbeit. Mit dabei sind unter anderem die Commerzbibliothek, die Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky, die Universitätsbibliothek der TU Hamburg u.v.m. Die Angebote der Bibliotheken, z.B. kleine Führungen oder Ausstellungen, finden Sie im Detail unter www.hamburger-bibliotheken.de Weiterlesen