Die richtige Zeitschrift für meinen Artikel – Think Check Submit

Think Check Submit

Das Angebot an Zeitschriften ist riesig und z.T. auch unübersichtlich. Wie gehe ich sicher, dass ich für die Veröffentlichung meiner Forschungsergebnisse die richtige Auswahl treffe? In welchen Open-Access-Zeitschriften kann die Publikation über den DFG-geförderten Publikationsfonds TUHH gefördert werden?

Am Montag, den 16.07.2018, von 13:15 bis ca. 13:45 Uhr bietet die Bibliothek im Raum 0.004 hinter der Information im Rahmen der tub.talks die Möglichkeit zum persönlichen Austausch, zu der die tub. herzlich einlädt.

Wo finde ich seriöse Zeitschriftentitel bzw. Verlage?

  • Die Mitglieder der Open Access Scholarly Publishers Association (OASPA) verpflichten sich zu einem strengen Review-Prozess, um wissenschaftlichen Standards zu genügen.
  • Das Directory of Directory of Open Access Journals (DOAJ) verzeichnet qualitätsgeprüfte Open-Access-Journale. Die Kriterien für die Aufnahme wurden zum 01.01.2015 mit strengeren Standards versehen. Neben dem Review-Prozess muss ein Zeitschriftentitel auch verschiedenen formalen Kriterien genügen und z.B. über eine ISSN verfügen.
  • Standards für den Publikationsprozess – insbesondere beim Peer-Review – bietet das Committee of Publication Ethics (COPE). Auch veröffentlichen viele Zeitschriften ethische Regeln für Autoren.

Worauf sollte ich konkret bei der Zeitschriftenauswahl achten?

Die Seite Think Check Submit bietet eine Checkliste dazu an; einige Fragen davon sind:

Kennen Sie oder Ihre Kolleg/innen die Zeitschrift?

– Haben Sie in der Vergangenheit Artikel in der Zeitschrift gelesen?
– Können Sie die aktuellsten Artikel in der Zeitschrift einfach finden?

Können Sie den Verlag einfach identifizieren und kontaktieren?

– Wird der Verlagsname deutlich auf der Homepage der Zeitschrift angegeben?
– Können Sie den Verlag per Telefon, E-Mail oder Post kontaktieren?

Macht die Zeitschrift klare Angaben zu ihrem Peer-Review-Verfahren?

Werden die Artikel in Datenbanken indiziert, die Sie selber nutzen? z.B. Web of Science, Scopus?

Ist klar, welche Kosten anfallen werden?

– Erläutert die Webseite der Zeitschrift, wofür Zahlungen anfallen und wann diese in Rechnung gestellt werden?

Open Access fördert signifikant die Sichtbarkeit von Forschung. Aber Open Access ist auch zu einem neuen Geschäftsmodell geworden, das unseriöse Anbieter anlockt. Diese versenden breit gestreut Einladungen an die Wissenschaftscommunity mit zunächst günstigen Tarifen für die Publikation von Artikeln zum „Anfüttern“. Es gibt dann keinen Review-Prozess, aber hohe Artikelkosten. In anderen Fällen sind die Artikel nach kurzer Zeit nicht mehr verfügbar oder sie werden trotz Zahlung nicht freigeschaltet. Dazu kommt, dass diese Zeitschriften, auch Predatory Journals oder Raubjournale genannt, in den Datenbanken Web of Science und Scopus i.d.R. nicht ausgewertet werden. Wer eine wissenschaftliche Karriere machen will, für den ist das misslich. Es gibt übrigens ähnliche Mechanismen bei Kongresseinladungen!

Sie haben Fragen? Schicken Sie uns eine Mail an openaccess@tuhh.de

Ein Gedanke zu „Die richtige Zeitschrift für meinen Artikel – Think Check Submit

  1. Pingback: TUHH Universitätsbibliothek: tub.talks an der tub. (mit Kaffee) ;-) - Universitätsbibliothek

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