Vor 100 Jahren: Kein Markt mehr „Am Irrgarten“

Lokale Bekanntheit bekam das Gelände „Am Irrgarten“ seit dem Jahre 1901. Es ging um die Verlegung des Marktplatzes vom Sand zum Irrgarten. geschriebene Harburgensien Das als „Verschönerungsplatz“ bezeichnete Gelände wäre sowieso ein Tummelplatz der „bösen Jungen, die darauf nur Lärm und Unfug machten und den Anwohnern die Fenster entzwei werfen“. War die Eingabe zunächst nur von wenigen Heimfeldern unterschrieben, so brachte auch die Petition 1907 mit etwas über 2.400 Unterschriften keine Änderung.
Erst auf Initiative des Bürgervorstehers Hermann Maul wurde 1910 beschlossen, den freien Platz „Am Irrgarten“ versuchsweise für die Sommermonate für den Markt freizugeben.

Allerdings wurde diese Regelung 1913 aufgehoben, da „Am Irrgarten“ nur wenige Händler ihre Ware anboten. Diese wenigen Angaben sind der ausführlichen Darstellung in Max Truels: Geschriebene Harburgensien. Hamburg-Harburg: Verl. d. Harburger Anzeigen u. Nachrichten, 1986 auf S. 109-111 entnommen.

Über Harburg hinaus bekannt wurde die Straße und das Gelände noch einmal Ende 1959, als dort die Metallplastik „Zwischen den Welten II“ von Berto Lardera aufgestellt wurde; heute befindet sich diese Skulptur im Teich auf dem Campus der TU Hamburg-Harburg.