Vor 105 Jahren errichtet: Hastedts Feierabendhaus (Gazertstr. 60)

Foto: Jupitz/TUHH

Nur das Bronzerelief aus dem Jahre 1907 („Bernhardt-Berlin fec. 1907“) von „Senator Herr Wilhelm Hastedt (geb. 24. Aug. 1835 , gest. 12. Sept. 1904)“ und seiner „Frau Elise Hastedt, geb. Pistel (geb. 17. Dez. 1845 , gest. 13. Febr. 1906)“ erinnert noch an dieses Gebäude.

 

In seiner Heimatstadt Harburg a.d. Elbe hatte Friedrich Heinrich Wilhelm Hastedt 1867 eine Brauerei gegründet. Ab 1871 war er dort Bürgervorsteher und ab 1873 Senator. Von 1882 bis 1885 war er Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses und von 1887 bis 1893 war er Mitglied des Deutschen Reichstags für den Wahlkreis Harburg, Rotenburg in Hannover, Zeven und die Nationalliberale Partei.
Er wurde auf Harburgs Altem Friedhof begraben und in Harburg wurden der Hastedtplatz und die Hastedtstraße nach ihm benannt.

Aus dem Nachlass von Friedrich Wilhelm Hastedt wurde der Stadt Harburg eine Summe von 80.000 Mark zur Gründung eines Siechenhauses für alte gebrechliche Männer zur Verfügung gestellt. Das Gebäude sollte 1906 in unmittelbarer Nähe der städtischen Krankenanstalt errichtet werden. Das Feierabendhaus sollte 16 Zimmer für Pfleglinge enthalten, ferner eine Wohnung für einen verheirateten Verwalter, einen größeren Versammlungsraum sowie die notwendigen Nebenräume. (Quelle: Technisches Gemeindeblatt, Jg. 8 (1906) S. 348)

Ein Gedanke zu „Vor 105 Jahren errichtet: Hastedts Feierabendhaus (Gazertstr. 60)

  1. Ein sehr interessanter Beitrag über die unmittelbare Umgebung der TU. Danke!

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