Wir verabschieden Inken Feldsien-Sudhaus

26 Jahre! Vom 1. Juni 1995 bis zum 31. Juli 2021 hat Inken Feldsien die Universitätsbibliothek der TU Hamburg geleitet. Jetzt geht sie in den Ruhestand. Wir wünschen ihr dafür alles erdenklich Gute und sagen Danke für die Jahre unter ihrer Leitung.

Inken Feldsien-Sudhaus

Als ausgebildete Architektin (Dipl.-Ing.) von der TU Braunschweig war sie auch eine professionell ausgebildete Planerin. Dies war eine wesentliche Kompetenz, um die Bibliothek und ihre Mitarbeiter:innen aktiv und sicher durch die verschiedensten Veränderungsprozesse zu führen.

1995 war die Bibliothek noch geprägt von der aufwändigen Aufbauphase des Buchbestandes. Nur vier Jahre zuvor war sie von provisorischen Räumlichkeiten in ihren Bibliotheksneubau auf dem Campus eingezogen und konnte sich seitdem stärker für Bibliotheksnutzer und -nutzerinnen öffnen. Die Einführung eines IT-gestützten Bibliothekssystems für Ausleihe und Recherche stand an, begleitet von vielen Turbulenzen. Hier zeigten sich bereits die Stärken, die Inken Feldsien in die Entwicklung der Bibliothek einbrachte: Den Mut Entscheidungen zu treffen, das Interesse an Details, eine exzellente Vernetzung sowie eine frühe Entscheidung zugunsten einer digitalen Strategie der Bibliothek.

Für uns Mitarbeiter:innen bedeutete dies im Gegenzug ein hohes Maß an Vertrauen gepaart mit der Wertschätzung unseres Wissens, flachen Hierarchien und vor allem der Möglichkeit, neue Ideen auszuprobieren. Viele für die TUHH sinnvolle digitale Services konnte die Bibliothek so früher als andere einführen. Und auch viele Mitarbeiter:innen sind der Bibliothek über Jahre treu geblieben, obwohl oder vielleicht eher weil ständig neue persönliche Herausforderungen auf dem Weg zur digitalen Transformation der Bibliothek anstanden.

Inken Feldsien hat sich dabei selten geschont und am wenigsten, wenn es um die Unterstützung anderer ging. Zum Beispiel bei ihrem Engagement für die Ausbildung oder bei ihrem Einsatz bei der Umstellung auf SAP, durch den unsere Lieferanten von Zahlungsausfällen weitgehend verschont blieben. Auch ihrer Leidenschaft als Architektin blieb sie treu. Von 2006 bis 2020 engagierte sie sich ehrenamtlich in der LIBER Architecture Working Group der europäischen Bibliotheken.

26 Jahre sind lang und wir könnten noch so vieles würdigen. Inken Feldsien hinterläßt eine Bibliothek, die trotz ihrer geringen Größe bei vielen Themen gut aufgestellt ist. Dazu gehört auch das Zukunftsthema Open Science, wo zu der jahrelangen Unterstützung für Open Access längst Forschungsdatenmanagement und Forschungsinformation hinzugekommen sind. Wir hoffen, wir können unseren Weg auch in ihrem Sinne gut weitergehen.

Alles Gute liebe Inken Feldsien!

Blumen für Frau Feldsien