Paul Otlet versuchte in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts die Welt im Zettelkasten einzufangen. Seine „Suchmaschine mit Zetteln“, so der Spiegel (Schmundt, Hilmar: Vater der Zettelsuchmaschine. Spiegel Nr. 26. 23.06.2008, S. 140) (nach IBI-Weblog), nutzte ein Hilfsmittel seiner Zeit, um das Wissen der Welt in einer „Datenbank“ zu erfassen. Auch die New York Times berichtete darüber!

Mehr noch, sein Mundaneum, dessen Reste nun in Mons (Belgien) aufbewahrt werden, sollte neben einer Welt-Bibliothek in seinem Institut International de Bibliografie auch ein Welt-Museum, eine Welt-Universität, eine Welt-Enzyklopädie und die Vereinigung aller wissenschaftlichen Gesellschaften seiner Zeit umfassen.
Otlet entwickelte neben dieser Art von „Internet auf Papier“ auch erste Ideen, um mit technischen Mittel eine netz-artige Kommunikation zwischen Wissenschaftlern zu ermöglichen. Die TUHH-Bibliothek hat zwei Biografien zu Otlet in ihrem Bestand:
- L‘ homme qui voulait classer le monde : Paul Otlet et le Mundaneum / Francoise Levie. – Bruxelles : Les Impressions Nouvelles, 2006.
- The universe of information : the work of Paul Otlet for documentation and international organisation / W. Boyd Rayward. Moscow : All-Union Inst. for Scientific and Techn. Information (VINITI), 1975.
Einige seiner Schriften umfasst der Sammelband: International organisation and dissemination of knowledge : seceted essays / Paul Otlet. Amsterdam: Elsevier, 1990.
Die letzten beiden Werke stehen mittlerweile auch als Digitalisat zur Verfügung: The universe of information, International organisation and dissemination of knowledge.
