„So kann es nicht weitergehen“ oder „Der Publikationsmarkt ist kaputt.“ Das sind Sätze, die in der Wissenschaft auch an der TUHH immer wieder zu hören sind, wenn es um die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen geht. Wissenschaftler*innen werben deshalb für die Handlungsperspektive „Wissenschaftsgeleitetes Publizieren„. Mit der europäischen Plattform „Open Research Europe“ steht nun auch Wissenschaftler*innen an deutschen Forschungseinrichtungen ein konkretes und kostenfreies Angebot für Open-Access-Publikationen zur Verfügung, die durch ein strenges Peer-Review-Verfahren abgesichert sind.
Die Zeit ist reif – Perspektiven zum Wissenschaftsgeleiteten Publizieren
Mit diesem Film stellt die DFG einen Aspekt des Publikationswesens besonders in den Fokus: die Rückbindung des Publizierens, seiner Werkzeuge, Medien und Infrastrukturen an die Wissenschaft. Fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen sprechen über Gegenwart und mögliche Zukünfte eines dezidiert wissenschaftsgeleiteten Publizierens, gewähren dabei auch Einblick in ihre eigenen Aktivitäten auf diesem Feld. Der praxisgeschulte Blick zeigt: Die Herausforderungen sind groß. Zugleich gibt es vielversprechende Ansätze eines Publikationswesens, das nicht nur funktional ist, sondern in den Händen der Wissenschaft liegt und offen bleibt gegenüber den vielfältigen Anforderungen aus unterschiedlichsten Wissenschaftsfeldern.
Gefragt ist aktive Mitwirkung. Die Zeit ist reif für Engagement: von Wissenschaftsinstitutionen und einzelnen Wissenschaftler*innen, für ein Publikationswesen im Sinne der Wissenschaft.
Wir sind ja in einem Reputationssystem gefangen. Das kann man nur langsam verändern. Es muss eine langsame Veränderung des Mindsets stattfinden. Und es muss Verantwortung übernommen werden.
Prof. Dr.-Ing. Peter Pelz, Professor für Maschinenbau, TU Darmstadt
Open Research Europe (ORE): offene wissenschaftsgeleitete Plattform

ORE ermöglicht es Wissenschaftler*innen in ganz Europa, ihre Arbeiten offen und vertrauenswürdig zu veröffentlichen.
Deutschland beteiligt sich ab dem Jahr 2026 an der Open-Access-Publikationsplattform „Open Research Europe“. Damit steht allen Wissenschaftler*innen an deutschen Einrichtungen künftig die Option einer kostenfreien Open-Access-Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse unabhängig von einer Projektförderung zur Verfügung. Seit dem 22. Oktober sind Einreichungen möglich.
Bisher stand die Publikationsplattform nur Begünstigten aus den EU-Forschungsrahmenprogrammen offen. Mit der Ausweitung der Trägerschaft wird die Möglichkeit eröffnet, dass alle an deutschen Forschungseinrichtungen tätigen Wissenschaftler*innen, unabhängig von einer Projektförderung, die Plattform kostenfrei nutzen können. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ist für Deutschland Vertragspartner im Verbund, die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) übernimmt die Durchführung auf nationaler Ebene in ihrer Funktion als Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft. Hiermit soll eine nachhaltige, souveräne, an wissenschaftlichen Bedarfen ausgerichtete Publikationskultur unterstützt werden. Die technische Umsetzung erfolgt durch das CERN.
Interessiert? Join the ORE launch webinar on 1 December: https://indico.cern.ch/event/1727414/overview
- Who is now eligible
- Why you should choose ORE
- What variety of outputs are accepted
- How the submission process works and
- What ORE’s transparent peer review process looks like.
Agenda:
11.00 – 11.10: Welcome by the European Commission
11.10 – 11.20: Introduction to ORE’s new phase
11.20 – 12.10: Practical session on what and how to submit
12.10 – 12.30: Questions and answers
Weitere Informationen zur Open Research Europe



