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Top-Publisher der TUHH in 2026 – Ergebnisse unserer Umfrage

Wo plant das wissenschaftliche Personal der TUHH 2026 zu publizieren? Wir haben gefragt, Sie haben geantwortet.

  1. Dies sind die Favoriten
  2. Wer hat sich an der Umfrage beteiligt?
  3. Warum fragen wir?
  4. Details zu Ihren Beweggründen
  5. Lob, Kritik, Anregungen und Wünsche
  6. Beratung und Unterstützung bei Ihrer Publikationsplanung

1. Dies sind die Favoriten

Im Rahmen unseres Surveys unter dem wissenschaftlichen Personal der TUHH stellten wir die Frage, welche wissenschaftlichen Verlagshäuser bzw. Publikationsdienstleister bei der Wahl eines Publikationsortes bevorzugt werden.1 Gemessen an der Zahl der geplanten Publikationen ergibt sich ein klares Ranking der fünf TUHH-Top-Publisher unter den Teilnehmer*innen der Umfrage:

  1. Elsevier BV – angegeben von 49 % der Befragten
  2. Springer Nature – 37 %
  3. Wiley-VCH – 28 %
  4. IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) – 21 %
  5. Taylor & Francis – 16 %

Als bedeutsam wurden weiterhin ACM (Association for Computing Machinery, 11 %) und ACS (American Chemical Society, 11 %), Frontiers (7 %), RSC (Royal Society of Chemistry, 6 %) und IOP (Institute of Physics, 5 %) eingestuft. Mit etwas geringerem Anteil fanden auch PLOS, Cambridge University Press und Emerald Publishing (je 4 %), AIP (3 %), MDPI und Optica (je 2 %) Erwähnung. Über die Option „Other“ wurden vereinzelt weitere Publisher genannt, darunter ASME, APS, Canadian Géotechnique, SAGE Publications und Dagstuhl Publishing.

2. Wer hat sich an der Umfrage beteiligt?

Vom 17. Dezember 2025 bis zum 16. Januar 2026 baten wir die Forschenden der TUHH in unserer anonymen Online-Umfrage um ihre Perspektive. Von den insgesamt 166 teilnehmenden Mitgliedern des wissenschaftlichen Personals haben 134 Personen den Fragebogen vollständig ausgefüllt.

Unter den Teilnehmer*innen der Umfrage befinden sich

  • 36 Professor*innen,
  • 18 Oberingenieur*innen,
  • 25 Postdocs und
  • 80 Doktorand*innen.

Die meisten Antworten erreichten uns aus den Dekanaten EIM (Elektrotechnik, Informatik, Mathematik) und M (Maschinenbau) mit jeweils 47 bzw. 50 ausgefüllten Fragebögen. Je 20 Personen aus den Dekanaten W (Management-Wissenschaften und Technologie) und V (Verfahrenstechnik und Chemie) füllten die Umfrage aus, 18 aus dem Dekanat B (Bauwesen) und eine Person aus dem Dekanat T (Technologie und Innovation in der Bildung).2

3. Warum fragen wir?

Bei unseren Erwerbungsentscheidungen legen wir verschiedene, z. T. kennzahlengestützte Kriterien an. Grundlagen unserer Entscheidungsfindung sind beispielsweise Kosten-Nutzen-Analysen im Sinne eines wirtschaftlichen Budgeteinsatzes, umfangreiche Prüfungen der festgehaltenen Nutzungsbedingungen oder das Erwerbungsprofil zur Sicherstellung einer möglichst ausgewogenen Abbildung unserer Forschungsschwerpunkte im Rahmen von Medienkauf und Medienlizenzierung.

Ein weiterer entscheidender Maßstab für eine bedarfsgerechte Informationsversorgung durch die Universitätsbibliothek ist der Abgleich unserer Publishing-Lizenzen mit den Prioritäten der Forschenden an der TUHH. Daher haben wir diese zum Jahresübergang 2025/2026 per Online-Survey befragt, bei welchen Publishern sie in diesem Jahr eine oder mehrere Publikationen ihrer Forschungsergebnisse planen.

Die Ergebnisse helfen uns dabei,

  • eine Publikationsprognose für die TUHH aufzubauen,
  • unsere Erwerbungsstrategie im Hinblick auf die Open-Access-Publikationsfinanzierung zu optimieren und
  • das Serviceportfolio der TUB insgesamt zu verbessern.

4. Details zu Ihren Beweggründen

Als entscheidende Kriterien für die Wahl des Publishers ergaben sich wenig überraschend die fachliche Reputation (95 % der Befragten strichen dies als wichtig bis sehr wichtig heraus) und die schnelle wie transparente Abwicklung des Publikationsprozesses (82 %).3 Der Mehrheit der Befragten (73 %) ist außerdem wichtig, dass die geplanten Artikel im Open Access erstveröffentlicht werden. Weitere Ergebnisse:

  • Während 64 % der Befragten Open-Access-Publikationswege ohne Autor*innengebühren als Entscheidungskriterium befürworten, tritt die Reduktion von Publikationskosten als relativ seltenes relevantes Movens auf (40 %).
  • Ungefähr die Hälfte (51 %) möchte mit ihrer Publikation einschlägige Fachgesellschaften stärken.
  • Nur eine Minderheit von 24 % der Befragten macht ihre Publikationsplanungen (auch) von der Gestaltung der Autor*innenverträge abhängig.

Ein wichtiger (deutscher wie internationaler) wissenschaftspolitischer Akzent bei der Weiterentwicklung des Publikationswesens liegt zurzeit auf dem Publikationsweg „Diamond Open Access“. Gemeint sind Publikationen, deren Kosten nicht von den Autor*innen selbst getragen werden (etwa in Form von APCs wie bei Gold-Open-Access-Publikationen), sondern von wissenschaftlichen Einrichtungen, Fachgesellschaften oder Förderorganisationen. Unter TUHH-Forschenden spielt dieser Weg den Umfrage-Ergebnissen zufolge eine zwar wachsende, aber insgesamt noch immer kleine Rolle: 11 % der Befragten sind entsprechende Plattformen – beispielsweise arXiv – in ihrem Forschungsfeld bekannt, die Hälfte der Befragten gab dazu ein klares „Nein“ zu Protokoll.

5. Lob, Kritik, Anregungen und Wünsche

Besonders hilfreich und instruktiv sind die Hinweise und Kommentare der Teilnehmenden zu unseren Unterstützungsleistungen im Bereich des wissenschaftlichen Publizierens, unseren Services im Allgemeinen und zur Lage des wissenschaftlichen Publikationswesens insgesamt. Alle diese Beurteilungen nehmen wir in die Verbesserung unserer Services auf, möchten für diese kompakte Ergebnispräsentation aber nur eine kleine Auswahl wiedergeben:

Lob (n=16)

  • „TUB is doing a great job – thanks, no further recommendations here!“
  • „I feel well supported by the library in general.“
  • „Ich habe bisher zwei- oder dreimal den Publikationsfonds genutzt und der Kontakt war immer toll!!“
  • „The journals I have published in have an Open Access agreement with the TUHH, this is very helpful and should be continued.“

Kritische Vermerke (n=6)

  • „Please increase awareness at TUHH to avoid publishing in journals of so-called predatory publishers (paper mills), such as MDPI and Frontiers.“
  • „I think most APCs are unreasonably expensive. A nice counterexample is the Quantum Journal, which has an APC of only 400 Euros. This shows that a lot of tax money is funnelled into the profits of many publishers.“
  • „The system is broken. For grant and job applications people look at reputation and publishers take advantage of this. I hate the system. Then there is the h-index issue leading to predatory journals where you can publish anything if you pay. The system needs a reboot.“

Anregungen und Wünsche (n=27)

  • Mehr Lesezugriffe und Publikationsfinanzierung in den Bereichen: „Anatomy or orthopaedics“; „all sub journals of Nature and Science“; „Bioprocess engineering, biotechnology, life sciences“; „Physical chemistry, Chemical Physics related and Magnetic Resonance Imaging related“; „APS Journals“; „The Géotechnique“.
  • „An actual overview of all journals for which TUB supports/finances open-access publishing would be very helpful.“
  • „Guidelines on how to, when and where to publish preprints of a paper, depending on the publisher.“
  • „Better promotion of the support for open-access publications.“

Herzlichen Dank für Ihre Offenheit!


  1. Da dieses Frage-Item eine Mehrfachauswahl enthielt, übersteigt die Gesamtheit der Antworten die Größe des Umfrage-Samples. Die entsprechende Grundgesamtheit n ist daher nicht aussagekräftig und in der Visualisierung ausgeblendet. ↩︎
  2. Die Ergebnisse sind ungewichtet und in relativen Zahlen angegeben. Da manche Fragebögen nicht vollständig ausgefüllt wurden, ergeben sich für die einzelnen Items unterschiedliche Grundgesamtheiten. Die jeweils 3 % fehlenden Antworten bei den Items „TUHH Study School Affiliation“ und „Academic career stage“ sind zum Zweck der Übersichtlichkeit ausgeblendet. ↩︎
  3. Die Spannweite der Grundgesamtheiten bezieht sich auf die sieben aufgeführten Einzel-Items. Im Freifeld erläutert eine Person, dass Transparenz deutlich höher rangiert, notfalls auch auf Kosten der Geschwindigkeit. ↩︎

6. Sie wünschen sich Beratung oder Unterstützung bei Ihrer Publikationsplanung? Sprechen Sie uns an!

Gerne möchten wir Sie auf unsere Informationsangebote zu den Themen Open-Access-Finanzierung und Publikationsberatung aufmerksam machen:

  • Nutzen Sie unsere Materialien und Services zum Online-Publizieren im Allgemeinen und zum Open-Access-Publizieren im Besonderen!
  • Die Förderbedingungen unseres Open-Access-Publikationsfonds finden Sie hier.
  • Informationen zu laufenden Verlagsvereinbarungen mit Open-Access-Komponente inkl. Hinweisen zu Autor*innen-Workflows haben wir hier für Sie zusammengestellt – unter Einbezug Ihrer Open-Access-Vorteile bei den Publishern Elsevier, Springer Nature und Wiley.
  • Schauen Sie jederzeit gerne ohne Voranmeldung bei unserer offenen Open-Access-Sprechstunde vorbei! Immer freitags in der Zeit von 10:00 Uhr bis 10:30 Uhr über Zoom (Kenncode: 190591).
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Offene Open-Access-Sprechstunde: Freitags in der Zeit von 10:00 Uhr bis 10:30 Uhr.
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Julian Schenke

Dr. Julian Schenke

Erwerbungsleiter

Tel: +49 40 30601 4491
E-Mail: julian.schenke@tuhh.de

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