Die Siedlung Denickestraße, welche sich an der Denickestraße rechte Hand von der Thörlstraße über die Weusthoffstraße bis zum Eißendorfer Pferdeweg und in den Schüslerweg erstreckt, geht auf einen städtebaulichen Wettbewerb aus dem Jahre 1956 zurück. Das seit 1951 in Bürogemeinschaft arbeitende Architektenehepaar Ingeborg und Friedrich Spengelin war für ihren Entwurf, der einen stark verdichteten Flachbau vorsah, ausgezeichnet worden. Allerdings stieß dieser Entwurf in der Öffentlichkeit und in der Verwaltung auf Vorbehalte.

Die Anpassung des Bebauungskonzeptes konzentrierte sich auf größere Abstände bei den Winkelhäusern und damit einer Reduzierung ihrer Anzahl gegenüber dem ursprünglichen Entwurf. Nach zweijähriger Überarbeitung, ohne das Prinzip des verdichteten Flachbaues aufzugeben, wurde das Projekt von der Deutschen Wohnungsbaugesellschaft mbH Harburg (heute SAGA) in die Realität umgesetzt und erlangte in den späten 50er Jahren als „Mustersiedlung des sozialen Wohnungsbaus“ einen großen Bekanntheitsgrad.
Weitere Details sind nachzulesen in: Dirk Schubert; Hans Harms: Wohnen in Hamburg: ein Stadtführer zu 111 ausgewählten Beispielen. Hamburg: Christians, 1989, S. 401ff (Stadt, Planung, Geschichte ; 11)
