0

tub.find goes VuFind3

Posted by Oliver Goldschmidt on 30. Juni 2016 in Technik, tub.find |

paia-funktionenNachdem wir tub.find mehr als zwei Jahre auf VuFind 1 betrieben und im Februar diesen Jahres das Upgrade zu VuFind 2 vorgenommen hatten, hat der nächste Sprung nicht ganz so lange gedauert: Seit heute läuft tub.find auf VuFind-3-Basis. Die Änderungen sind nicht so weitreichend wie beim letzten mal. Vor allem hat sich die Integration des Nutzerkontos verbessert, die jetzt unmittelbar in die tub.find-Oberfläche integriert ist. So lassen sich Übersichten über die eigenen Ausleihen jetzt direkt in tub.find abrufen und auch Bestellungen kommen ohne einen „Systemsprung“ aus, wie er bislang immer notwendig war (auch wenn dieser seit Februar nicht mehr ganz so auffällig war).

Technisch steckt hinter dieser Integration der Dienst PAIA, der die erforderlichen Daten aus dem Bibliothekssystem holt und standardisiert an VuFind weiterreicht. Wir nutzen dazu den PAIA-Service der Verbundzentrale des GBV.

Wir freuen uns auch weiterhin über Hinweise auf mögliche Problemstellen bzw. Fehlermeldungen!

Schlagwörter: ,

2

TUBfind goes VuFind 2

Posted by Oliver Goldschmidt on 1. Februar 2016 in Technik, tub.find, vufind |

tubfind2Fast sechs Jahre lang haben wir TUBfind auf Basis von VuFind 1.x betrieben. Seit heute haben wir auf die „neue“ Softwarebasis VuFind 2 (die nun auch schon 2 1/2 Jahre alt ist) umgestellt.

Die wesentlichen Änderungen liegen im Hintergrund: VuFind 2 räumt mit den Erblasten Smarty und PEAR auf und basiert vollständig auf dem Zend-Framework in Version 2. Ein Umstieg auf Zend 3 ist in Vorbereitung, wird aber voraussichtlich nicht so gravierende Änderungen an VuFind mit sich bringen, so dass zu erwarten ist, dass TUBfind künftig wieder besser up to date gehalten werden kann und dass auch vor dem Hintergrund weiterer PHP-Upgrades die Lauffähigkeit gewährleistet werden kann. Wir können davon z.B. durch eine schnellere Übernahme neuer Features profitieren. Auch wird die Zusammenarbeit mit der internationalen Community durch das Upgrade wieder möglich: VuFind 2 wird gemeinschaftlich auf der Plattform github entwickelt, was das Einspielen neuer Erweiterungen durch andere Communitymitglieder deutlich erleichtert.

Auch unsere für TUBfind 2 angepassten Quelltexte werden wie bisher über github zur Verfügung gestellt, so dass auch lokale Änderungen transparent für alle Interessenten nachnutzbar sind.

Sicher gibt es an ein paar Stellen weiterhin Verbesserungsbedarf oder -möglichkeiten, und wir werden uns nach dem Umstieg natürlich nicht zur Ruhe setzen. Wir freuen uns immer über Hinweise auf mögliche Problemstellen bzw. Fehlermeldungen!

0

Rezeption zu VuFind und die VZG auf Twitter

Posted by Oliver Goldschmidt on 18. November 2015 in vufind |

Auf Twitter gab es im Nachklang zu meinem Posting VuFind und die VZG ein wenig Feedback, das hier dokumentiert ist:

 

Zu dem FAG-TI-Protokoll wurde verschiedentlich die Frage gestellt, ob es Antworten zum Fragenkatalog unserer Bibliothek gibt. Das hat der Stefan Farrenkopf als Protokollant bereits bei der Veröffentlichung beantwortet:


oder

Schlagwörter: , ,

6

VuFind und die VZG

Posted by Oliver Goldschmidt on 13. November 2015 in vufind |

Inzwischen ist öffentlich bekannt, dass die Verbundzentrale des GBV (VZG) eine eigene Discovery-Lösung anbietet, die Anfang 2016 unter der Open Source Lizenz AGPL veröffentlicht werden soll. Gerald Steilen von der VZG hat diese Eigenlösung erstmals Mitte Oktober 2015 vor der Facharbeitsgruppe Technische Infrastruktur des GBV und Anfang November auch in Kiel vorgestellt.

In den genannten Folien und im Protokoll der FAG-Sitzung finden sich einige Punkte, die wir so nicht stehenlassen möchten.

Die Kompatibilität zwischen verschiedenen vufind 2.x Versionen behindere die Übertragung von Eigenentwicklungen bei Upgrades. […] Herr Steilen berichtet, dass die Vorbereitung des Einsatzes von vufind 2 an anderen Standorten mit einem erheblichen Personalaufwand verbunden war; an der UB Leipzig ca. 1 Personenjahr Vorbereitung, im BSZ ca. 1,5 Personenjahre.

Es ist richtig, dass der Sprung von VuFind 1.x zu VuFind 2.x sehr groß ist und und viel Arbeit kostet. Diese Erfahrung machen auch wir gerade. Das „Problem“ liegt in der großen strukturellen Änderung, die sich beim Sprung von VuFind 1.x zu VuFind 2.x ergeben hat – das gesamte Framework wurde dabei ausgewechselt. Dass es aber auch innerhalb von VuFind 2.x zu Problemen kommen soll, ist nicht nachvollziehbar. Wenn man sich bemüht, sich nicht zu stark vom Kern zu entfernen, sind Upgrades aus meiner Erfahrung unproblematisch. Die Planung für VuFind 3 läuft derzeit eher auf kleinere Änderungen hinaus, die für den Umstieg aller Voraussicht nach nicht so gravierende Folgen hätten.

PHP 5.3, die aktuelle Basis von vufind 2.x, sei veraltet und erhält seit Ende 2013 keinen Support mehr.

Dieses Missverständnis steht nicht nur im FAG-Protokoll, es findet sich auf den Vortragsfolien aus Kiel auf Folie 49 und in den Folien aus Göttingen auf Folie 8.
Falsch ist, dass VuFind 2.x auf PHP 5.3 basiert. Eine Software hat üblicherweise Mindestvoraussetzungen. Die Mindestvoraussetzung, VuFind 2.x zu betreiben, ist PHP 5.3. Das bedeutet NICHT, dass die Software unter aktuelleren Versionen nicht lauffähig ist. Unter PHP 5.5 läuft VuFind 2.x problemlos und die Community wird sich bemühen, die Lauffähigkeit auch weitergehend zu gewährleisten. Die Originalfolien, aus denen die abgebildete Tabelle entnommen ist, sind an der Stelle leider (aus dem Kontext gerissen) auch etwas missverständlich, ich verstehe sie aber als allgemeinen Aufruf, VuFind 3 auf PHP7 auszulegen und zu testen.

Schwächen von vufind 2 wurden auch auf dem 4. vufind Anwendertreffen behandelt und finden ihren Ausdruck in zwei Stellungnahmen, die aktuelle Herausforderungen der vufind 2 Entwicklung und dessen produktiven Einsatzes adressieren.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass bei einem Anwendertreffen Schwächen einer Software thematisiert werden und daraus Weiterentwicklungsmöglichkeiten bzw. Wünsche für die kommende Softwareversion herausgearbeitet werden. Das gilt natürlich auch für OpenSource-Produkte. Bei einer der im Protokoll erwähnten „Stellungnahmen“ handelt es sich um eine Wunsch- bzw. Vorschlagsliste für die Weiterentwicklung von VuFind, die von der deutschen VuFind-Community kooperativ über Etherpad zusammengestellt und an die VuFind Mailingliste verteilt wurde (http://sourceforge.net/p/vufind/mailman/message/34527895/). Diese wurde auch auf dem VuFind Summit in Villanova in Amerika thematisiert und zu allen Punkten (mit einer Ausnahme) wurde Bereitschaft signalisiert, diese im Rahmen von VuFind 3.x anzugehen und zu beheben. Das sind also keine wirklichen Hürden, sondern (im Gegenteil) eher Argumente für die Aktivität der Community. Die deutschsprachige Community ist derzeit recht stark, es gibt zahlreiche VuFind-Anwender, die sich auch aktiv in die Weiterentwicklung in Amerika einbringen. Insbesondere genannt seien in diesem Kontext die KollegInnen im finc-Konsortium, die KollegInnen von Swissbib, die KollegInnen aus dem BSZ und der UB Freiburg und nicht zuletzt auch wir (die TUB Hamburg). Es gibt einige weitere deutschsprachige Anwender, die sich aber teilweise noch mit einer aktiveren Partizipation etwas zurückhalten.

Wir möchten der Verbundzentrale auf keinen Fall das Recht absprechen, neue Wege zu gehen. Dies gehört im Gegenteil sogar zu unserer Erwartungshaltung. Und auch VuFind hat mal klein angefangen.
Dennoch bedauern wir, dass die Verbundzentrale die Probleme, die sie bei VuFind identifiziert hatte, nicht innerhalb der OpenSource Community von VuFind öffentlich thematisierte. Wäre es nicht besser gewesen, ein wenig transparenter mit den erkannten Problemen umzugehen, so dass die Community gemeinsam an deren Verbesserung hätte arbeiten können? Genau das ist es, was OpenSource Software ausmacht und was gerade im Fall von VuFind bislang ganz hervorragend funktioniert.

Nur mit einer aktiven Community kann sichergestellt werden, dass eine Open Source Software weiterlebt und sich weiter entwickelt. Diese Community existiert seit einigen Jahren für VuFind, gerade auch in Deutschland. Die VZG wird hier sicherlich fehlen. Hoffen wir, dass es genug aktive Anwender für zwei Open Source Discovery Lösungen in Deutschland gibt und dass zumindest auf Indexebene eine Kompatibilität auch weiterhin erhalten bleibt.

Schlagwörter: , ,

Copyright © 2010-2017 tub.find Blog All rights reserved.
This site is using the Desk Mess Mirrored theme, v2.5, from BuyNowShop.com.