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PICA anbinden

Posted by Oliver Goldschmidt on 11. Oktober 2010 in Allgemein, vufind |


Die Anbindung von PICA ist notwendig, um die personenbezogenen Funktionalitäten wie z.B. eine Übersicht über die aktuellen Bestellungen oder die Gebühren in Vufind zu ermöglichen.

Kernproblem dabei ist die Authentifizierung. PICA verwendet eine eigene Authentifizierung. Um den bei Vufind mitgelieferten PICA-Treiber einsetzen zu können, benötigen Sie einen LDAP-Server mit den bibliotheksspezifischen Zugangsdaten (Ausweisnummer = Nutzername). Ist diese Voraussetzung nicht gegeben, schreiben Sie uns bitte eine Mail, uns liegt auch ein PICA-Treiber mit Authentifizierung gegen das Bibliothekssystem selbst vor. Dieser ist jedoch experimentell und kann aufgrund der proprietären Authentifizierung nicht frei verteilt werden.

Haben Sie einen LDAP-Server sieht die Sache einfacher aus. Konfigurieren Sie den LDAP-Zugang in der config.ini und die Sache ist fast erledigt.

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Verfügbarkeitsinformationen einholen

Posted by Oliver Goldschmidt on 7. Oktober 2010 in Allgemein, vufind |

Ein wesentliches Feature von Vufind ist, dass die Verfügbarkeitsinformationen sofort nach der Recherche angezeigt werden. Im Zusammenspiel mit PICA ist dabei problematisch, dass die Verfügbarkeitsinformationen nicht standardisiert aus dem Bibliothekssystem übergeben werden. Hier wird also noch eine Fremdsoftware benötigt, die die Verfügbarkeitsinformationen in ein standardisiertes Format überträgt, das der Vufind-Treiber versteht. Dieses Format nennt sich DAIA (Document Availability Information API).

Um DAIA für PICA einzurichten, benötigen wir einen zusätzlichen Server, der genau diese Umwandlung von PICA zu DAIA vornimmt. Generell kann ein beliebiger DAIA-Server verwendet werden, zum Beispiel phpDaia. phpDaia ist noch etwas experimentelle PHP-Software, die auf einem beliebigen Server eingerichtet werden kann (eine direkte Verbing zur PICA-Datenbank ist nicht notwendig, ebenso muss phpDaia nicht auf dem gleichen Rechner wie vufind oder gar PICA laufen).

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Unbekannte Medienformate

Posted by Oliver Goldschmidt on 6. Oktober 2010 in tub.find |

Die Typerkennung von Solrmarc ist, wie Vufind-Chefentwickler Demian Katz selbst sagt, verbesserungsbedürftig. Selbst in Villanova wird der Original-Java-Code nicht benutzt, sondern eine institutsspezifische Eigenentwicklung:

The default format behavior that comes with VuFind isn’t very robust. As you noticed, it only assigns one format per record, and it sometimes makes some bad decisions. At Villanova, we use a completely different custom script — I can share it if you are interested, though the code has several ugly hacks and some of it is probably institution-specific. I haven’t put any time into improving the out-of-the-box script since I suspect that this is almost always going to need to be tweaked to meet local needs… however, if anyone comes up with general enhancements to the basic version that would be of help to all users, I’m more than happy to update the trunk.

Eine allgemeine Lösung können wir auch nicht anbieten, dafür sind unsere Katalogisate (bzw. die des GBV, oder noch weiterreichend „die deutschen“) zu … nennen wir es mal „eigen“.

Wir benutzen seit neuestem auch ein eigenes Script zur Formaterkennung, das zumindest die Anzahl der unbekannten Medientypen beträchtlich verringert hat. Zusätzlich ermöglicht das Script, einem Medium mehrere Formate zuzuweisen, was eine genauere Facettierung ermöglicht. Zum Beispiel kann nach der Auswahl, dass nur elektronische Ressourcen angezeigt werden soll, noch verfeinert werden, dass nur e-Books angezeigt werden sollen. Oder eben elektronische Zeitschriften. Und so weiter. Das Script kann (wie alle unsere Besonderheiten) natürlich gerne nachgenutzt werden. Der Vufind-Importer benutzt standardmäßig allerdings eine kompilierte Version der Formaterkennung. Daher muss, wenn das personalisierte Script genutzt werden soll, eine Zeile in die import/marc_local.properties eingebunden werden:
format = script(format.bsh), getFormat, format_map.properties

Unser Script kann hier runtergeladen werden: format-import-tub.tar

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Korrigierter Import

Posted by Oliver Goldschmidt on 5. Oktober 2010 in tub.find |

Uns ist ein Fehler beim Import mit unserem bcl.bsh aufgefallen. Hatten Medien mehrere BKL-Klassifikationszuordnungen, so wurde stets nur die erste indiziert. Wir haben den Fehler korrigiert und stellen das aktualisierte Import-Script zur Weiterverwendung zum Download bereit.

bcl-import.tar

Eine weitere Verbesserung im Import wurde für die MARC-Kategorie 950 vorgenommen. In den GBV-Daten stehen hier in vielen Fällen Schlagwörter, die von Vufind im Standard nicht indiziert werden. Abhilfe schaffen die folgenden zwei Zeilen in der marc_local.properties:

topic = custom, getAllSubfields(600:610:630:650:653:950[a], " ")
topic_facet = 600x:610x:611x:630x:648x:650a:650x:651x:653a:655x:950a

Unseren TUBfind-Datenbestand haben wir soeben mit den neuen Einstellungen reindiziert, es sind jetzt also multiple BKL-Klassen pro Eintrag möglich und die eigenen Schlagworte aus Kategorie 950 sind ebenfalls indiziert.

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Datenimport

Posted by Oliver Goldschmidt on 4. Oktober 2010 in Allgemein, tub.find, vufind |

Nachdem die Software installiert ist und läuft, brauchen wir Inhalte. Sinnvoll ist es natürlich (als Bibliothek), die eigenen Bestandsdaten zu nutzen – so kann man am besten den Erfolg erkennen. GBV-Bibliotheken können sich z.B. per Z39.50 einen kleinen Auszug der eigenen Daten im MARC-Format aus dem CBS holen. Einen Gesamtabzug bekommt man auf diese Weise nicht – hier ist die Mithilfe der Verbundzentrale gefragt. Aber zum Probieren reichen erstmal kleinere Datenbestände durchaus aus.
So haben auch wir angefangen… Ein Script, um sich einen Auszug zu holen, steht zum Download zur Verfügung. Weitere Hinweise zur Nutzung des Scripts haben wir schon hier im Blog gepostet. Dort ist auch beschrieben, wie sich die BKL-Klassifikation in Vufind einbinden lässt.

Mit dem Datenabzug kann der Importer gefüttert werden. Hier sind je nach Belieben auch noch ein paar Änderungen vorzunehmen. Für GBV-Bibliotheken interessant ist die Einbindung der BKL. Diese wird im nächsten Teil der Serie beschrieben.
Zudem müssen die Signaturen korrekt importiert werden. Vufind verwendet standardmäßig eines der MARC-Felder 099ab, 090ab oder 050ab für den Signatur-Import. Im GBV muss hier ein anderes Feld (nämlich 900d) verwendet werden. Die Transformation unterscheidet sich allerdings auch vom vufind-Original, daher reicht es nicht, die Felder in marc.properties auszutauschen. Stattdessen muss in die marc_local.properties folgende Zeile eingetragen werden:
callnumber = script(gbv-callnumber.bsh), getFullCallNumber

Das Script gbv-callnumber.bsh muss ins Verzeichnis import/index_scripts kopiert werden.

Nun kann der erste Importerlauf gestartet werden.
# ./import-marc.sh >MARC-Datei>

Nachdem der Importer fertig ist, sollte vufind erste Suchergebnisse liefern. Beim Abschicken einer leeren Suchanfrage sollte der gesamte Bestand im Ergebnis angezeigt werden. Also einfach mal ausprobieren!

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