Von Europa profitieren: Forschungsdatenmanagement an der Universität Leeds

LifelongJoints LogoTUHH, TuTech und Partner forschen im europäischen Projekt „LifelongJoints“ an neuartigen Materialien zur Erhöhung der Lebensdauer von künstlichen Gelenken. Von der TUHH ist das Institut für Biomechanik unter Leitung von Professor Michael M. Morlock beteiligt.

Professionelles Datenmanagement ist bei diesem Projekt ein essentieller Part, um den Übergang von Forschungsergebnissen zu potentiellen Produkten zu unterstützen. Unter den Projektpartnern fiel der Universitätsbibliothek Leeds die Aufgabe zu, die Erstellung des Datenmanagementplans (DMP) zu begleiten. Britische Universitäten sind deutschen Hochschulen im Datenmanagement in der Regel noch etwas voraus, da Datenmanagementpläne schon länger verbindlich eingefordert werden. Bereits 2005 wurde das Digital Curation Centre (DCC) gegründet, das seitdem Hochschulen beim Datenmanagement unterstützt.

University of LeedsAn der Universität Leeds wurde 2012/2013 das Projekt „Leeds Research Data Management Pilot (RoaDMaP)“ durchgeführt. Daraus resultierte u.a.:

  • die Forschungsdatenpolicy der Universität Leeds,
  • Beispielszenarien für das Datenmanagement in verschiedenen Disziplinen,
  • Unterstützung von DMPonline, dem Online-Tool vom DCC für die Erstellung von Datenmanagementplänen,
  • ein umfassendes Trainingsprogramm für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen,
  • die Einrichtung eines eigenen Forschungsdaten-Repositories im April 2015,
  • die dauerhafte Zusammenarbeit der Abteilungen Bibliothek, Rechenzentrum, Forschung, Recht und Finanzen sowie der Ethikkommission.

Im Rahmen der Projektkoordination durch die TuTech entstand die Möglichkeit des Wissenstransfers zu (Open) Data Management von Leeds an die TUHH. Am 21. und 22. April hatten Martin Bilz und Beate Rajski die Gelegenheit, mit Dr. Graham Blyth und seiner Kollegin Rachel Proudfoot sowie Dr. Angus Whyte vom DCC Erfahrungen aus Leeds und die Anwendbarkeit auf die Gegebenheiten an der TUHH zu diskutieren: LLJ supports transfer of knowledge on Open Data Management.