Zugang zu Zeitschriften

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In einem Artikel auf Zeit Online erschien am 18. Juli 2013 ein Beitrag von Jan Ludwig mit dem Titel "Streiten bis zum Access":

„Mehr als 10.000 Euro für das Jahresabo einer Fachzeitschrift – das finden viele Forscher zu teuer. Sie fordern freien Zugang zum Wissen.“

Die umfangreiche Diskussion zu diesem Artikel verdeutlicht die vielfältigen Aspekte wissenschaftlichen Publizierens im Rahmen von Open Access. Folgender Link auf den gleichen Artikel bei Zeit Online macht auf das rechtliche Problem des Leistungsschutzrechtes aufmerksam. Die politische Diskussion um das Leistungsschutzrecht spiegelt sich auch im diesbezüglichen Wikipedia-Artikel wider.

Ende Juni hat der Bundestag zudem das Urheberrechtsgesetz geändert. In einer Pressemitteilung des Bundesministeriums der Justiz zu einem neuen Zweitverwertungsrecht für Wissenschaftler heisst es:

„Darüber hinaus wird ein unabdingbares Zweitverwertungsrecht für Autoren von wissenschaftlichen Beiträgen in Periodika eingeführt. Dies gilt für Beiträge, die im Rahmen der öffentlichen Förderung von Forschungsprojekten oder an einer institutionell geförderten außer-universitären Forschungseinrichtung entstanden sind. Der Autor der Beiträge erhält danach das Recht, seinen Beitrag nach einer Frist von zwölf Monaten seit der Erstveröffentlichung zu nicht gewerblichen Zwecken erneut im Internet öffentlich zugänglich zu machen.“

In einen Kommentar fasst Heinz Pampel vom Open Access Koordinationsbüro der Helmholtz-Gemeinschaft im Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ die Sicht der Wissenschaftsorganisationen zusammen:

„Enttäuschend ist, dass die Änderungswünsche der Wissenschaftsorganisationen und des Bundesrates am Zweitverwertungsrecht nicht berücksichtigt wurden.“

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