Bewertung von Forschung durch Zitatanalysen

Unter dem Titel „Vermessung der Wissenschaft“ ist gerade ein Beitrag von Ulrich Herb in der Online-Zeitschrift Telepolis erschienen:

Da Verwirtschaftlichung und Privatisierung der Hochschulen voranschreiten, nimmt auch der Stellenwert der Bewertung von Hochschulen und Instituten zu.

Auch das Joint Committee on Quantitative Assessment of Research der International Mathematical Union (IMU) hat einen Bericht mit dem Titel Citation Statistics veröffentlicht, in dem die Nutzung von Zitier-Daten für die Bewertung von Forschung problematisiert wird.

Im TUHH-Intranet kann die Datenbank Web of Science für Recherchen zur quantitativen Bewertung von Forschung genutzt werden. Hier kann ermittelt werden, wie häufig ein Zeitschriftenaufsatz von anderen zitiert wurde, wobei die Datenbasis der Datenbank hauptsächlich auf die wichtigsten englisch-sprachigen Zeitschriften beschränkt ist. So fließen also Zitierungen in den meisten deutschsprachigen Zeitschriften oder in Kongress-Bänden nicht ein.


Im Auftrag des Wissenschaftsrats wird nach seinen „Empfehlungen zu Rankings im Wissenschaftssystem“ zur Zeit eine Pilotstudie Forschungsrating durchgeführt, von der erste Ergebnisse für die Fächer Soziologie und Chemie vorliegen. Zitierungsanalysen wurden hier in Abhängigkeit vom Fach teilweise auch berücksichtigt!

Der Wissenschaftsrat hat beschlossen, das Verfahren für ein Forschungsrating weiterzuentwickeln und die Lehren aus der Pilotstudie anhand zweier weiterer Fächer in die Tat umzusetzen. Dafür wird er voraussichtlich eine Geistes- und eine Technikwissenschaft wählen.

Als Ergänzung hier noch Folien eines Vortrages von Kollegen der Informationsvermittlungsstellen der Max-Planck-Gesellschaft (Dr. Benjamin F. Bowman, Dr. Werner Marx) zum Thema Forschungsevaluierung.