Alternativen zu Google (4)

Neben den Suchmaschinen kann man das Internet auch mit Hilfe von Verzeichnissen durchstöbern. Verzeichnisse sind im Gegensatz zu den maschinell erstellten Suchmaschinen-Indizes manuell zusammengestellte und meist kommentierte Linksammlungen. Ein bekanntes Projekt in diesem Kontext ist das Open Directory Project, das bereits 1998 von der Firma Netscape ins Leben gerufen wurde und unter Nutzerbeteiligung entstand (so ähnlich, wie heute Social-Bookmarking-Dienste wie del.icio.us oder Connotea arbeiten). Viele andere Webverzeichnisse basieren auf DMOZ (Abkürzung für „Directory Mozilla“), wie die Web-Adresse des „Open Directory“-Projektes lautet, so z.B. auch das Google Directory.

In den Verzeichnissen sind die Einträge nicht nur per Suchfunktion aufzufinden, sondern werden auch über eine hierarchisch sortierte klickbare Liste (sozusagen einen Katalog) angeboten. Man kann sich also auch zurechtfinden, ohne konkrete Suchbegriffe zu kennen, indem man sich durch Kategorien klickt und sich auf diese Weise einen Überblick verschafft.

Unter den Webverzeichnissen gibt es sowohl allgemein gültige (wie z.B. web.de, wo Links aus Deutschland erschlossen sind) als auch spezielle Fachportale (Beispiele: Intute und Vifatec). Die Vifatec ist eine Virtuelle Fachbibliothek zum Thema Technik. Auch zu anderen Themenbereichen wurden virtuelle Fachbibliotheken aufgebaut, die zentral über die Suchmaschine Vascoda durchsucht werden können.

Ebenfalls in die Gruppe der Webverzeichnisse können die angesprochenen Social-Bookmarking-Dienste gezählt werden, da diese nach einem sehr ähnlichen Prinzip arbeiten. Der Unterschied zu den allgemeinen Webverzeichnissen ist, dass hier die Inhalte ausschließlich von Nutzern generiert werden. So gibt es hier keine zentrale Instanz, die die Inhalte einstellt bzw. freischaltet und es entsteht eine breiter gefächerte Auswahl an Links.